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Cole

Wily Werewolf

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Donnerstag, 12. Februar 2015, 16:30

Berlinale 2015: Hedi Schneider steckt fest (D 2015)

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Nach einer wahren Odyssee der Marke "Schaffen wirs noch rechtzeitig?" durch die Untiefen des Berliner Feierabendverkehrs mit kurzfristigem Verkehrsmittelwechsel und Radarfallen-Sonderbehandlung :D, schauten wir uns zum Abschluss meiner diesjährigen Festivalwoche am Dienstag auf dem Friedrichshagener Kiez noch diesen Film aus dem "Forum"-Programm an, der lustig beginnt, dann aber schnell sehr ernst wird.

Handlung:

Die fröhliche Welt einer mustergültigen Kleinfamilie gerät unvermittelt aus den Fugen, als die sorglose Hedi, gespielt von Laura Tonke, plötzlich Panikattacken erleidet. Erst die psychische Erkrankung, schließlich die Medikamentenabhängigkeit – das Glück, das die unbekümmerten Mittdreißiger des Films für selbstverständlich hielten, erscheint urplötzlich unerreichbar, ihre Welt fragil und ungewiss.
Sonja Heiss geht mit ihrem zweiten Spielfilm ein großes Wagnis ein. Mit sicherem Gespür für Humor nimmt sie sich eines ernsten Themas an. Doch den Drahtseilakt zwischen Tragik und Komik meistert die Regisseurin mit Bravour. Nicht nur Laura Tonkes Spiel scheint stets herrlich auf der Kippe – etwa wenn ihre Hedi am Anfang des Films im Aufzug steckenbleibt und eine schräge Nonsens-Unterhaltung mit dem Mann vom Notruf beginnt. Auch Dramaturgie und Montage des Films leisten sich 90 Minuten lang die irrwitzigsten Brüche und Stimmungsumschwünge, die jedoch nie ins Leere laufen. Alle naslang fordert der Film seine Zuschauer heraus, voreilig gefasste Urteile zu revidieren, Sympathien umzuverteilen, Handlung und Handelnde neu zu bewerten. Hedi Schneider steckt fest ist nichts für faule Geister.

Quelle: Berlinale


"Nichts für faule Geister" - dieser Satz trifft es gut, hier muss man schon ein bisserl mitdenken - der Film ist aber im Gegensatz zu so vielen anderen aus dem Forum auch massentauglich. Laura Tonke, Hans Löw und der kleine Leander Nitsche haben mir alle gut gefallen - hinten raus hätte es nur gerne noch etwas mehr Norwegen sein dürfen. Das hellt die Stimmunt wieder auf - und die Mittsommer-Pointe kommt leider nicht so richtig raus. Trotzdem habe ich nach diesem Film, der ein würdiger Berlinale-Abschluss war für mich, richtig Lust auf einen Norwegen-Urlaub im Juni. Oh, den hatte ich ja schon vor einigen Wochen gebucht, was ein Zufall :D...

Hier noch ein Foto nach der Premiere (Quelle Berlinale):

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Heute ist der erste Tag vom Rest deines Lebens. Und: Denken hilft.

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