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samuelclemens

Herrscher über Raum, Zeit und Materie

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501

Montag, 30. November 2015, 14:28

Also ich lese prinzipiell nix was ein profesioneller Kritiker hypr oder verreist.
Es sei denn derjenige findet es abgrundtief schlecht, dann MUSS es gut sein... :PP:
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samuel

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502

Dienstag, 1. Dezember 2015, 15:12

Den einzigen Kritiker, den ich regelmäßig schaue, ist eigentlich kein Kritiker. Eher so eine Art Empfehler. Thomas Schindler präsentiert im ARD-Morgenmagazin Bücher und Kulturveranstaltungen und gibt Argumente dafür. Er begründet seine Empfehlungen zwar, lässt den Zuschauer aber so weit im Unklaren als dass sich der dann seine Meinung noch selbst bilden kann. Und so muss das auch sein. Ich hoffe, ich bin eher ein Thomas Schindler als ein Herr Scheck. Ich will meine Buch-Kritiken eher als Eindrucks-Empfehlungen verstanden wissen und vielleicht dem einen oder anderen Buch zu zusätzlichen Lesern verhelfen. In Bezug auf das Forum heißt dass, Literatu8rvorlagen und Literatur mit Youngstar-Bezug (in Form der Protagonisten) etwas bekannter zu machen und zu zeigen, was es da eben so gibt.

Und gerade bei mir eingetrudelt, sind:

Michael Byrne "Lottery Boy"

[attach]52997[/attach]

Bully ist ein Waisenkind und hat niemanden mehr auf der Welt. Außer seinem Hund Jack. Dopch dann: Das große Los. Ein Lottoschein mit sechs Richtigen. Es gibt da nur ein kleines Problem. Der Gewinn verfällt in fünf Tagen. Und Bully braucht einen Erwachsenen, um an das Geld zu kommen. Aber wem kann er vertrauen?

Sabine Ludwig "Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft"

[attach]52998[/attach]

Eben die Filmvorlage, allerdings zusätzlich mit Filmbildern.

Ranson Riggs "Die Insel der Besonderen Kinder" und "Die Stadt der besonderen Kinder"

[attach]52999[/attach][attach]53000[/attach]

War im Radio-Chat Thema, da doch der erste Band jetzt gerade verfilmt wird. Mit Milo Parker.
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samuel

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503

Dienstag, 8. Dezember 2015, 17:06

Ich habe gerade meine Presse-Akkreditierung für die Buchmesse abgegeben. Jetzt heißt es warten.
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samuel

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504

Dienstag, 8. Dezember 2015, 20:38

Michael Byrne: Lottery Boy

[attach]53046[/attach]

Titel: Lottery Boy
Autor: Michael Byrne
Seiten: 317
ISBN: 978-3-570-16381-8
Verlag: cbt
Übersetzer: Bettina Münch

Autor:
Michael Byrne arbeitete zunächst als Englisch-Lehrer, nachdem er an der Thannes Valley University in London studiert hatte. Er unterrichtete an einer weiterführenden Schule in der Nähe von Heathrow. Nach einem Umzug nach Winchester arbeitete er dann als Taxifahrer und schrieb sein erstes Buch "Lottery Boy". Mit seiner Familie lebt er in Winchester.

Inhalt:
Bully hat niemandnen mehr auf der Welt außer seinem Hund Jack. Doch dann: Das große Los. Ein Lottoschein mit sechs Richtigen.
Es gibt da nur ein kleines Problem. Der Gewinn verfällt in fünf Tagen.
Und Bully braucht einen Erwachsenen, um an das Geld, zu kommen.
Aber wen kann er vertrauen? (Klappentext)

Rezension:
Wen gönnt man eigentlich einen Gewinn? Eines Jackpots im Lotto zum Beispiel. Doch wohl den, den man gar nicht auf der Rechnung und der es am nötigsten hat? Und so begegnet dem Leser Bully, eigentlich Bradley, 12 Jahre alt, Protagonist dieses Romans. Der Junge, der auf der Straße lebt, seine Mutter verloren hat und nur noch lose Verbindungen zu seinem früheren Leben hat, schlägt sich mit seinem Hund Jack so eben durch. Dabei macht er dies so sympathisch, dass man ihn sofort ins Herz schließt und seinen Weg gern verfolgt. Doch das tun auch andere. Besonders als Billy entdeckt, dass der Lottoschein, den seine Mutter einst ausfüllte, sechs Richtige ausweist. Der Jackpot ist geknackt.
Einziges Problem, Bully hat niemanden, den er trauen kann und so beginnt, als die Straßenszene Londons vom "Goldjungen" Wind bekommt, eine gnadenlose Jagd auf ihn. Und der Zwölfjährige weiß nun nicht, wen er trauen kann. Doch, ohne Erwachsenen kommt er nicht an das Geld. Was also tun?

Noch nie war eine moderne Version von Oliver twist, der Vergleich drängt sich hier unweigerlich auf, so sympathisch. Michael Byrne schafft es mit wenigen Sätzen den Leser in den Bann zu ziehen. Diese Mischung aus Abenteuer, Spannungsroman, Krimi hat es in sich und das nicht zu knapp. So sehr, dass es nicht nur den jugendlichen Leser gefallen mag, sondern auch Erwachsene. Der Autor beschreibt eindrucksvoll das Leben auf den Straßen von London, fernab jeder häuslichen Wärme und die Berührungspunkte zu einer Welt, die den Obdachlosen der Metropole zumeist verschlossen bleiben. Die Nöte von der Unterkunft bis zur nächsten Mahlzeit, dass Hoffen und Bangen werden so detailliert beschrieben, dass man gar nicht anders kann, als Bully in sein Herz zu schließen.

Dieser Roman ist nicht schwarz und nicht weiß, wobei für Bully der Feind, der an seinen Gewinn heran möchte, völlig klar ist. Ansonsten aber haben alle Figuren, wie auch im realen Leben, ihre Schattierungen, Nöte, Ängste und Probleme. Am greifbarsten bleibt freilich der Hauptprotagonist. Michael Byrne schafft es, mit Bully den Leser in seinen Bann zu ziehen. Die Seiten fliegen nur so dahin. Man bangt mit dem sympathischen Jungen, der doch nichts anderes will als ein besseres, ein anderes Leben, dabei wie ein kleiner Junge, der er ja auch ist, träumt und dennoch erwachsen und überlegt strategisch handeln muss.

Ein wunderbarer atemberaubender Roman für kleine und große Jungen. Ein moderner Oliver Twist, der sich "gewaschen" hat. Im Jungen- und Jugendbuch-Bereich lange nicht mehr so was gutes gelesen.
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505

Dienstag, 8. Dezember 2015, 22:03

Du machst mir Lust auf mehr. Mal sehen wann ich dazu komme dieses Buch von Michael Byrne zu lesen :)
Wir verlangen, das Leben müsse einen Sinn haben,
aber es hat nur genau so viel Sinn wie wir ihm geben.
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samuel

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506

Donnerstag, 10. Dezember 2015, 16:09

Ich habe gerade meine Presse-Akkreditierung für die Buchmesse abgegeben. Jetzt heißt es warten.


Ich bin jetzt offizieller Presse-Referent meines Blogs. Wurde heute akkreditiert.
Exklusive Veranstaltungen für Blogger, Autorenlesungen und Vorstellungen (und Eintritt vor allen anderen in den Messehallen) sind mir somit sicher. :)
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Musicmiles

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507

Donnerstag, 10. Dezember 2015, 18:39

Glückwunsch !
Dann will ich aber auch exclusive Berichte ;)
Musicmiles
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samuel

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508

Samstag, 12. Dezember 2015, 10:13

Also ich lese prinzipiell nix was ein profesioneller Kritiker hypr oder verreist.
Es sei denn derjenige findet es abgrundtief schlecht, dann MUSS es gut sein... :PP:


Zum Glück mache ich das gar nicht professionell. :)
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samuel

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509

Samstag, 12. Dezember 2015, 16:27

Hier mal ein Ausblick, was heute auf meiner Wunschliste gelandet ist.

[attach]53095[/attach]

Titel: Terror
Autor: Ferdinand von Schirach
Seiten: 176
ISBN: 978-3-49205-696-0
Verlag: Piper

Bei diesem Buch handelt es sich um das 1:1-Drehbuch eines Theaterstücks von Ferdinand von Schirach mit einem interessanten Gedankenexperiment. Eine vollbesetzte Passagiermaschine wurde entführt und sollte in ein ebenso vollbesetztes Stadion gestürzt werden. Ein Bundeswehroffizier lässt die Maschine abschießen, ohne den Befehl dafür erhalten zu haben. Das Theaterstück/das Buch nun handelt von der Gerichtsverhandlung. Kann man das Leben von 300 gegen 70.000 Menschen einfach so aufwiegen? Hätte das Stadion nicht evakuiert oder die Passagierer der entführten Maschine nicht die Terroristen überwältigen und sich somit selbst retten können? Wer gibt uns das Recht, so oder so zu entscheiden, quasi über das Leben anderer? Wie steht es mit der Menschenwürde, in Momenten, in denen man diese ohnehin kaum kontrollieren kann? Hat sich der Offizier mehrfachen Mordes schuldig gemacht oder ist er der Retter von unzähligen Menschenleben?

Am Ende darf der Zuschauer des Theaterstücks und der Leser des Buches entscheiden. Freispruch oder Verurteilung. Im Theaterstück bekommen die Zuschauer Karten und können in der Pause abstimmen. Die Stimmen werden dann ausgezählt und das Ergebnis wird verkündet. Im Buch kann der Leser dann, je nach dem, wie er sich entschieden hat, an der entsprechenden Stelle weiterlesen (Beide Varianten sind abgedruckt.). In sämtlichen Theatervorstellungen, deutschlandweit, wurde bisher von den Zuschauern das Urteil "nicht schuldig" gefällt, bis auf bei einer Vorstellung in Berlin.

Ein interessantes Gedankenkonstrukt, bei dem jede Entscheidung Bauchschmerzen verursacht. Die des Offiziers oder des Zuschauers/Lesers. Denn, egal, wie man sich entscheidet, so ganz korrekt ist die Entscheidung nicht.

Zum Theaterstück habe ich es leider nicht geschafft.
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samuel

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510

Montag, 28. Dezember 2015, 21:06

Vorschau: Es folgt eine Gast-Rezension.
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Musicmiles

Imperator

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511

Dienstag, 29. Dezember 2015, 01:32

Wie schon angekündigt bekommt ihr heute mal meine Meinung zu lesen...
Ich würde mich auch über ein paar Rückmeldungen freuen und besucht doch mal samuels Blog.


Andy Weir: Der Marsianer - Rettet Mark Watney

[attach]53202[/attach]


Titel: Der Marsianer – Rettet Mark Watney

Autor: Andy Weir

Seiten: 513

ISBN 978-3453315839

Verlag: Heyne


Autor:

Andy Weir ist ein amerikanischer Autor und Softwareentwickler. „Der
Marsianer“ ist sein Debütroman, wobei er schon vorher auf einer eigenen
Internetseite Kurzgeschichten veröffentlichte. In seiner Freizeit
beschäftigt er sich mit Astrophysik.

Die Geschichte der Geschichte:

Da er keinen Verlag für sein Buch finden konnte, veröffentlichte Andy
Weir die Story um den Astronauten Mark Watney zuerst kostenlos und peu à
peu auf seiner Website. Die Anregungen, die daraufhin von den Lesern
kamen, werden auch als Grund genannt, dass die Geschichte so realistisch
dargestellt wird. Nachdem die ganze Geschichte online war, wurde auch
der Wunsch zuerst nach einer E-Book-Version, und später nach einer
Veröffentlichung, über Amazon geäußert. Die rasch steigenden
Verkaufszahlen erregten das Interesse der Verleger und führten
schließlich zur Veröffentlichung beim Crown-Verlag. In Deutschland wird
das Buch vom Heyne-Verlag vertrieben.



Inhalt:

Der Astronaut Mark Watney war auf dem besten Weg, eine lebende Legende
zu werden: Als einer der ersten Menschen in der Geschichte der Raumfahrt
betritt er den Mars. Nun, sechs Tage später, ist Mark auf dem besten
Weg, der erste Mensch zu werden, der auf dem Mars sterben wird: Bei
einer Expedition auf dem Roten Planeten gerät er in einen Sandsturm, und
als er aus seiner Bewusstlosigkeit erwacht, ist er allein. Auf dem
Mars. Ohne Ausrüstung. Ohne Nahrung. Und ohne Crew, denn die ist bereits
auf dem Weg zurück zur Erde. Es ist der Beginn eines spektakulären
Überlebenskampfes... (Homepage Verlagsgruppe Random House)



Rezension:

Das Interesse und die Neugier des Menschen für das Weltall bestehen seit
jeher. Unzählige Filme, Sachbücher und fiktionale Geschichten zeugen
davon. Dass man mit dem „Marsianer“ allerdings etwas doch ganz Neues in
der Hand hält ist schon auf den ersten Seiten klar. Die Erzählung beginnt und bleibt für den ersten großen Teil des Buches
als Logbuch gehalten, das Watney anlegt als er nach einem Unfall bei
der Evakuierung wieder in die Wohnkuppel kommt. Dies ist auch ein
gelungener Schachzug, da es den Leser ein Stück weit in die Einsamkeit
mit hineinnimmt, die Watney aufgrund fehlender Kommunikation mit der
NASA erfährt.

Folglich weiß, fühlt oder denkt der Leser auch nur, was
Watney weiß, fühlt oder denkt. Konsequenterweise werden neue
Perspektiven auch erst eingeführt, als Watney diese bekommt.

Für die Logbucheinträge und damit für das Buch sehr typisch ist auch der
Schreibstil. Dabei kommen Schimpfwörter und Galgenhumor in einem
ausgewogenen Verhältnis zum Zuge und sorgen für die Authenzität der
Geschichte. Man bekommt einen Einblick in das Innere von dem einsamen
Astronauten und fiebert mit. Und was dieser arbeitet, denkt und fühlt wirkt sehr realistisch und
schlüssig. Diese Logik ist es auch, welche an dem Buch unglaublich fasziniert.

Alle Aktionen, die auf dem Mars vollzogen werden sind nach heutigem
Wissensstand möglich und logisch. Sämtliche Flugrouten sind (von Andy
Weir's selbst geschriebenen Programm!) berechnet. Wissenschaftler haben
in unzähligen Videos, Dokumentationen und Blogs die einmalig
realistische Darstellung gelobt und bestätigt. Abgesehen von allem Technischen sind alle Entscheidungen von
Watney persönlich oder Crew oder Bodenpersonal nachvollziehbar und die
ethisch-moralischen Fragen gut entfaltet.

Alles in allem also ein sehr zu empfehlendes Buch und in dieser Form noch nicht dagewesen.

An dieser Stelle sei auch noch der gleichnamige Film erwähnt, doch mangels Kinobesuch kann ich da noch keine Einschätzung geben.


Viele Grüße Musicmiles
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samuel

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512

Dienstag, 29. Dezember 2015, 09:48

Danke Musicmiles, für deine Rezension und auch dieses Buch landet auf meinen "irgendwann zu lesen Stapel". Ich habe zu viele Bücher.
Oder moment, ich habe zu viel zu wenige. Das passt schon.
Mich ibnteressiert da tatsächlich, wenn das so wissenschaftlich nah ist, wie weit das heute schon geht.
Den Film habe ich auch noch nicht gesehen.
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samuel

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513

Samstag, 2. Januar 2016, 14:44

Zur wissenschaftlichen Untermauerung von Musicmiles' Lektüre gibt es übrigens auch dieses Buch.

[attach]53229[/attach]

Autor: Sascha Mamczak/Sebastian Pirling
Titel: Der Weg zum Mars
Seiten: 298
ISBN: 978-3-453-31718-5
Verlag: Heyne

Hier wird erläutert, was überhaupt schon technisch möglich ist, was die NASA plant, woran geforscht und gearbeitet wird. Was wird uns in Zukunft erwarten und wie weit entsprechen Gedankenspiele, wie "Der Marsianer", dem Bereich des Möglichen?
Mit einem Vorwort von ISS-Astronaut Clayton C. Anderson.

Beide Bücher, das von Musicmiles' vorgestellte und dieses lagen nebeneinander im Laden. Nun ja, ich habe beide gekauft.
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samuel

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514

Samstag, 2. Januar 2016, 18:59

Timothee de Fombelle "Tobie Lolness - Ein Leben in der Schwebe"

[attach]53232[/attach]

Autor: Timothee de Fombelle
Titel: Tobie Lolness - Ein Leben in der Schwebe
Seiten: 408
ISBN: 978-3-423-71412-9
Verlag: dtv junior
Übersetzer: Tobias Scheffel und Sabine Grebing

Autor:
Timothee de Fombelle wurde 1973 in Paris geboren und ist ein französischer Schriftsteller und Dramatiker. Mit 17 Jahren gründete de Fombelle eine Theatergruppe, für die er selbst Stücke schrieb und inszenierte. Für eines dieser Stücke erhielt er in Zusammenarbeit mit dem Schauspieler Clement Sibony den Prix du Souffleur (2002) und wurde als Theaterautor bekannt. Heue ist er einer der bekanntesten franzöischen Schriftsteller. Sein Jugendbuch "Tobie Lolness" wurde in 26 Sprachen übersetzt und u.a. mit den meisten französischen Jugendliteraturpreisen sowie den italienischen Andersen-Preis ausgezeichnet. Der Auftakt der Duologie errschien erstmals 2008 in Deutschland.

Handlung:
Seit Anbeginn der Zeit lebt Tobias Volk auf der uralten, mächtigen Eiche. Doch nun schwebt Tobie, 13 Jahre alt und gerade mal anderthalb Millimeter groß, in höchster Gefahr - und nicht nur er: Das Leben seiner Eltern und überhaupt des ganzen Baumes liegt plötzlich in seinen Händen. Doch Tobie bleibt wenig Zeit. Eine atemlose Jagd durch die sagenhafte Baumwelt beginnt. (Klappentext)

Rezension:
Hinter großartigen Covern muss noch lange keine ebenso große Geschichte stecken, doch lohnt es sich hier auf beide Facetten des Buches einzugehen. Weil hier sich eines zum anderen fügt und tatsächlich die "Verpackung" dem Inhalt gerecht wird. So hat Francois Plate hier schon einen echten Blickfang aus einem grünen Blätterwald geliefert, über den die Hauptfigur sprintet. Dazu noch der Titel-Schriftzug, der sich fühlbar leicht vom Buchumschlag abhebt, in den selben Grüntönen und ein Cover-Kauf ist vorprogrammiert. Freudig zu sehen, dass sich diese Liebe zu zeichnerischen Details in der Geschichte fortsetzt. Wunderschöne Grauton-Zeichnungen begleiten den Leser durch die Geschichte. Fast mag man sich an die Geschichte vom kleinen Nick erinnert fühlen, die zwei andere große Franzosen geschrieben und ja, eben gezeichnet haben. Letztere Zeichnungen haben Kultstatus erreicht, Plates Zeichnungen sind insgesamt jedoch detaillierter und ebenso liebevoll.

Die Geschichte selbst könnte auch in unserer Welt spielen. Skrupelloser Bauunternehmer biegt Gesetze für sich zurecht, um seine Pläne zu verwirklichen, beeinflusst die Regierenden und räumt unliebsame Gegner aus dem Weg. Nur würde das in der Zielgruppe Kinder/Beinahe-Jugendlicher wohl keiner lesen. Und so verpackt de Fombelle diese Erzählung sprichwörtlich luftige Höhen, lässt die Menschenwelt auf Millimeter-Größe schrumpfen und macht einen 13-jährigen Knirps zum Helden. Gerade einmal anderthalb Millimeter groß wird Tobie vom brutalen Bauunternehmer Jo Mitch gejagd, schließlich ist er der Einzige, der seine grausamen Pläne gefährdet. Die Eltern von Tobie, seine Mutter und sein Vater, Wissenschaftler, die sich für Fragen interessieren, wie "Gibt es Leben außerhalb des Baumes?", sind da schon längst kalt gestellt. Doch Tobie gibt nicht auf. Doch, um seine Eltern zu retten, muss er an Jo Mitch und seine Schergen vorbei.

Eine wunderbare Geschichte über Freundschaft und Verrat, Mut und Angst, Umwelt und dem empfindlichen Gleichgewicht von Leben. Unserer realen Welt nicht unähnlich erlebt auch Tobie, wie eine empfindliche Störung des ökologischen Gleichgewichts nicht nur seine Welt, sondern auch sein Leben zerstört. Doch, er lernt auch sich zu behaupten, in einer ihm feindlich gesinnten Umgebung und dass es Hoffnung ist, die bekanntlich zuletzt stirbt. Sehr gut lesbar für alle Altersgruppen, zu empfehlen auch für Erwachsene, die die Verantwortung dafür tragen, einen lebenswerten Planeten der nächsten Generation zu übergeben. Denn, sonst muss diese irgendwann genau so kämpfen zu Überleben wie Tobie Lolness selbst. Wir sollten uns selbst überlegen, ob wir das wirklich wollen.
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samuel

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515

Samstag, 2. Januar 2016, 20:56

Das ist so etwas, womit ich mich beschäftige.

[attach]53234[/attach]
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Ender

Torwächter

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516

Sonntag, 3. Januar 2016, 00:30

Danke samuel für Deine neueste Buchrezension.
Die klingt interessant. Da werde ich mir das Buch doch mal auf meine Liste setzen.

Ender
Europa ist unser aller Zukunft. Wir haben keine andere.
Hans-Dietrich Genscher
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samuel

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517

Samstag, 16. Januar 2016, 23:01

Buch-Gedanken

Wenn ich mit einem Buch nicht vorankomme, gerade eben wieder, schweift mein Blick zum SuB (Stapel ungelesener Bücher - irgendwann setze ich die Vokabel voraus) und überlege, was ich stattdessen lesen könnte. Ich hab ja so viel wie wenig Bücher. Tatsächlich nur vierzig ungelesene. Zurzeit. Und das Buch, was ich gerade lese, breche ich dann doch nicht ab. Zu feige, außerdem hat es irgendwann ja auch Geld gekostet und lag lange ungelesen bei mir herum und irgendwie will ich trotzdem wissen, wie's ausgeht. Wie im Kino, wenn man irgendwann merkt, was für ein blödsinniger Film da eigentlich auf der Leinwand zu sehen ist und man doch nicht rausgeht, bevor der auch zu Ende ist. Sollte bloß nicht zu oft geschehen. Das gleiche Spiel zu Hause, vor dem Fernseher oder an der Musikanlage. Klar, man kann umschalten, abschalten und aus dem Kino auch vor Filmende herausgehen. Aber, wie gesagt, manchmal will man ja doch wenigstens das Ende wissen. War's der Gärtner oder der Butler oder doch irgendwer anderes?

Trotzdem könnte ich stattdessen zu einem anderen SuB-Buch greifen. Teilweise gibt es dort Bücher, die schon mindestens ein Jahr liegen. Ungelesen, gestapelt (bei mir tatsächlich so). Peter Prange, hätte ich längst lesen sollen, Knausgard sowie so. Und all die anderen Romane, Sachbücher, Geschichts- und Politliteratur, Thriller und Krimis, die da so sind. Nicht zu vergessen, dass sich der Stapel im Wachstum nicht bremsen lässt. Es kommen ja immer wieder neue Bücher hinzu und ich kaum hinterher. Und wenn man mal ehrlich ist, ich brauche eigentlich keinen neuen Lesestoff (Doch!), sondern Urlaub für den alten.

Und um den SuB drehen sich in Blogger- und Booktuberkreisen, deren Lesern und Zuschauern zurzeit kuriose Diskussionen. Da wird davon gesprochen, dass diese sich mit der Höhe ihres ungelesenen Bücher-Stapels überbieten wollen, dass man kauft um des Kaufens Willen und nicht mehr um das Lesen und Rezensieren. Ganz böse Kommentare lassen das Wort Kaufsucht fallen. Moderater, dass wir mit dem Lesen ja kaum hinterher kämen, die Autoren nicht würdigen würden und überdies das alles nur tun, damit wir kostenfreie Rezensionsexemplare bekommen. Und das regt dann schon auf. Denn, kaum ein Booktuber oder Blogger kann von Geld generierten Amazon-Links leben (auch so ein Vorwurf). Ich setze meine Links (Ausnahme hier) inzwischen zu den Verlagen selbst und selbst wer Amazon nutzt, verdient dadurch kaum etwas. Dazu ist die deutsche Buchblogger- und Booktuber-Szene einfach zu groß und verstreut. Und zu verschieden im Geschmack und der Publikumswirkung. Tatsächlich, das kann man durchaus messen, ist die Anziehungskraft von Rezension zu Rezension verschieden. Zumal, wenn man wie ich so viel verschiedenes und nicht nur neues und nicht nur gehyptes liest. Mache ich auch, man kommt ja nicht umhin. Aber eben nicht nur. Und da das Geld vielleicht in Kameraausrüstung, laufende Kosten und manchmal, wenn es dann noch reicht, auch in Bücher investiert wird, bleibt davon nichts übrig. Bei niemanden.

Ach ja übrigens, gehypte Bücher. Jeder kennt sie, die stark beworbenen Bücher, die sich auf den Bestsellerlisten ganz oben tummeln. Alles andere läuft dann schon unter "ferner liefen". Aber wie schon gesagt, dass sind Publikumsmagnete. Dafür kann man dann auch noch andere Bücher, die im Bücherladen nicht so offensichtlich herumliegen vorstellen. Wer das eine liest, da steigt die Chance, dass dann andere Artikel auch gelesen werden. So sehe ich das. Und es hat ja einen Grund, warum sich das eine Buch besser verkauft als das andere. Auch, wenn man die Werbung abzieht.

Vorwurf Kaufsucht. Wenn das stimmen würde, wären wir alle chronisch pleite. Sind wir aber nicht. Und das gleiche trifft auch nicht auf die zu, die sich 200 Paar Schuhe ins Regal stellen und trotzdem gut leben können. Oder eher gut damit. So lange man sich nicht verschuldet, siene restlichen Ausgaben vorher bestreiten kann, so lange kann man dann für sein Hobby Geld ausgeben. Ich maße mir ja auch nicht an, in meines Erachtens überfüllte Kleiderschränke zu sehen und dieses Kommentar, was unter die Gürtellinie geht, den Jenigen an den Kopf zu werfen. Wie käme ich denn dazu? Wundern ja, vorwerfen nein. Warum denn auch? Ist aber derzeit ein ziemlich krasses Kommentar, was in letzter Zeit häufig unter den Videos in Kommentaren steht oder unter Blogbeiträgen. Bei mir noch nicht, weil ich gar nicht auf meinen SuB-Stand eingehe und Neuzugänge nur begrenzt vorstelle aber was da anderen an den Kopf geknallt wird, ist schon hat. ist doch deren, ist doch mein Leben.

Und ja, ich frage Rezensionsexemplare an, bekomme sie (oft) auch aber ich sag das nicht, dass es welche sind. Für die Verlage (Klar!) ist es kostengünstige Werbung und sie hoffen auch auf positive Rezensionen. Wird schon gut gehen und klappt auch meistens. Denn, wer fragt schon Bücher an, von denen er weiß, dass er wahrscheinlich die nicht gut finden wird? Macht keiner. High-Fantasy, Liebes- und Frauenromane würde ich weder kaufen, noch lesen. Also frage ich sie nicht an. Ich informiere mich vorher und erst, wenn ich glaube, dass sie mir gut gefallen werden, stelle ich die Anfrage. Und das hat, bis jetzt, erstaunlich gut funktioniert. So viele Fehlgriffe mache ich da nicht. Man weiß ja, was einem gefällt. Und natürlich sind dann die Meinungen positiver als wenn's anders wäre.

Das Überbieten-wollen stimmt nicht so ganz aber irgendwie doch. Zumindest in Teilen. Klar, man tauscht sich aus. Über Youtube, über Bloggs und Foren. Schaut, was der andere hat, wie er/sie es findet und stockt dann auf. Es ist aber ein gegenseitiges Geben und Nehmen ohne Konkurrenzdenken. Was würde das auch bringen? Außer Platzprobleme in der Wohnung? Lesen muss man sie ja trotzdem. Und so wächst der SuB unaufhörlich weiter (um jetzt mal wieder die Kurve zum Thema zu kriegen) und ich lebe gut damit und kann, wenn ich will, mir jederzeit nach meinen geschmack ein Buch nehmen. Und ich habe gerne die Asuwahl. Bücher werden ja auch nicht schlecht und irgendwann kommt vielleicht einmal die Zeit, wo ich keine Gelegenheit habe, mir ein Buch zu kaufen. Sei es aus finanzieller, gesundheitlicher oder zeitlicher sicht. Dann kann ich trotzdem in meinen gewohnten Tempo weiterlesen. Vielleicht demnächst doch Knausgard? Vorher lese ich mein derzeitiges Buch aber zu Ende und breche nicht ab. Auch, wenn ich gefühlt nicht vorankomme.

samuel
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samuelclemens

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Sonntag, 17. Januar 2016, 05:35

Samuel, vielleicht aber auch mal ab und zu ne kaufpause einlegen. Das hat mir jedenfalls bei meiner Sammel/Kaufsucht mit Film und Serien Datenträgern sehr geholfen. Inzwischen hab ich da einen besseren Überblick und kaufe sehr viel seltener, aber überlegter was neues. Früher landete alles was auch nur ansatzweise interessierte und günstig genug zu haben war in den Einkaufskorb. Mitr dem Ergebnis dass ich physisch kaum noch platz zur unterbringung habe.
Man wird nicht plete dabei, wenn man günstig kauft. Aber irgendwann eben kein platz mehr. Die BDs und DVDs kann ich wenigstens im vergleich zu nem Buch in relativ kurzer zeit wegarbeiten und eben auch öfters wieder anschauen. Bei Büchern hab ich immer nur einmal gelesen und dann im Regal versauern lassen. Aber ich hab immer nur das gekauft was ich auch so bald wie möglich gelesen habe.
Aber aus Platzmangel hab ich nach und nach die meisten Bücher verschenkt usw. Aber gebrauchte Bücher kauft kaum ein Mensch zu lohnensweten Preisen. Die sind noch schwerre loszuwerden als alte DVDs.
Im grunde muss man die zum Kilopreis aufm Flohmarkt verschleudern. Bei manch einer Kiste voll Bücher ist der Papierwert beinhake höher als der Produktwert... ;(
Und da für mich Bücher bis auf wenige Ausnahmen keinerlei wiederverwendungswert nach einmaligem lesen haben und der Sammlerwert bei triavialliteratur eh mit den Jahren immer geringer wird, seh ich auch keine veranlassung dafür die Wohnung voll zu stellen.
Deswegen bin ich fast komplett auf eBooks umgestiegen. Meine (legale) eBooksammlung ist wahrscheinlich sogar um einiges größer als Samuels Printbüchersammlung. Aber nimmt dafür kaum platz weg und hab sie bei Bedarf auch mobil dabei...
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samuel

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519

Sonntag, 17. Januar 2016, 08:28

Was denkst du, warum ich mir letztes Jahr einen E-Book-Reader gekauft habe. Das Platz-Argument ist einfach nicht von der Hand zu weisen. Denn, egal, ob ich in der WG bleibe oder bald eine Wohnung bekomme, auch mein Platz ist begrenzt, zumal hier die Wohnungssituation stark anzieht. Das ist einfach nicht mehr feierlich. Zeitlich habe ich ja meinen SuB im Griff, d.h. es ist realisitisch das Ungelesene auch irgendwann zeitnah zu lesen. Noch. Platzmäßig muss ich wohl oder übel irgendwann auswählen, welche Bücher genau ich ins Zimmer stelle, welche in Kartons ein einsames Leben fristen werden. Gleichwohl es mir weh tut, alleine bei dem Gedanken. Dank E-Book muss ich mich ja auch nicht so wirklich einschränken.
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samuel

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Freitag, 22. Januar 2016, 10:52

Leipziger Buchmesse 2015

Jetzt ist es offiziell, im Briefkasten habe ich heute den Presseausweis und die Dauerkarte für die Leipziger Buchmesse gefunden. Ich bin also jetzt sicher akkreditiert. Bisher hatte ich nur eine formlose E-Mail-Zusage.
Programmheft und Veranstaltungsunterlagen bekomme ich dann im Pressezentrum (Wie geil ist das denn?). Ich bin gerade sehr glücklich.

Witzig war, der Umschlag enthielt im Adressfeld zuerst den Blognamen und dann meinen richtigen Namen. Da ja nur letzterer auf den Briefkasten zu lesen ist, finde ich es erstaunlich, dass der Brief angekommen ist.

Na ja, ihr dürft euch jedenfalls auf spannende Berichte freuen.
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