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samuel

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341

Donnerstag, 12. März 2015, 10:19

Der Fernbus-Fahrer hatte nen Bleifuß und ist etwas sehr merkwürdig in die Innenstadt reingefahren, jedenfalls bin ich eine halbe Stunde eher in Leipzig aufgeschlagen und musste nicht die Lumpensammler-Tram nehmen. Und nun bin ich hier.

Meine Tagesplanung sieht so aus:

Donnerstag: Stadt und Büchertreffler-Foren-Treffen
Freitag: Messe
Samstag: Messe und Büchertreffler/Booktuber-Treffen
Sonntag: Familie und Rückfahrt

Später werde ich dann intensiv berichten.

@LauHu: Ich habe dieses Mal ein extrem durchgetaktes Programm. Wenn du möchtest können wir uns trotzdem kurz treffen.
Viel Zeit habe ich da zwar nicht aber trotzdem: Samstag, 15 Uhr vor der Messebuchhandlung Halle 4, rechter Eingang.

LG samuel
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samuel

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342

Freitag, 13. März 2015, 22:10

Videomaterial, Fotos, Messemitbringsel und neue Bücher werte ich erst aus, wenn die Messe komplett vorbei ist. Morgen ist ja auch noch ein Tag. Ich kann euch aber schon jetzt sagen, dass diese Messe ein kompletter Erfolg ist. Mehr dazu später. Jetzt erst einmal meine Füße kühlen.
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343

Samstag, 14. März 2015, 00:03

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Could be true ;)
Wir verlangen, das Leben müsse einen Sinn haben,
aber es hat nur genau so viel Sinn wie wir ihm geben.
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samuelclemens

Herrscher über Raum, Zeit und Materie

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344

Samstag, 14. März 2015, 00:09

Samuel, wie lief das eigentlich früher bei dir ab als Kind wenn du was ausgefressen hast?
"So mein Junge, zur Strafe musst jetzt eine Woche lang drausen Spielen gehen und hast solang Leseverbot!" :D
Aber dann hast dann doch heimlich inner Pause in der Schulbibliothek :bw: ...

Vielleicht solltest einen Besuch zu ner Selbsthifegruppe der anonymen Leseholikern in betracht ziehen... :grim: :gruebel:
Die haben auch recht umfangreiche Broschüren mit wenig Bildern um sich ertmal ein Bild zu machen. :rolleyes:
Zur wahrung der Anonymität nennen die sich aber nach außen hin eher Buchclub, Lesezirkel oder ähnliches.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »samuelclemens« (14. März 2015, 00:24)

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samuel

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345

Samstag, 14. März 2015, 07:00

Mein erstes Buch, was ich selbstständig voll und ganz gelesen habe, war "Tabaluga und Lilli", nicht von Peter Maffay sondern von einem anderen Autoren. Das ist zumindest das, woran ich mich erinnern kann. Und seit dem lese ich. Vielleser bin ich aber auch erst durch "Harry Potter" geworden. Wie so viele andere.

Lesen konnten mir meine Eltern nicht verbieten bzw. ich hatte immer Zugang zu Büchern. So manchen Film durfte ich nicht sehen oder bestimmte PlayStation-Spiele mir nicht ausleihen aber lesen durfte ich, was ich wollte. Der Junge wird's schon weglegen, wenn er es nicht versteht oder es ihm zu viel wird. Anders geht es auch nicht, wenn alle um dich herum selbst viel lesen.

Und was die Büchersucht angeht, ich glaube ich muss in die Heinrich-Hugendubel-Klinik. :zwinkern:

@Lord.Greystoke: Das kann nicht nur wahr sein. Das ist wahr!

Auf geht's. Runde Zwei.
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samuel

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346

Sonntag, 15. März 2015, 00:50

Der letzte Buchmesse-Tag geht zu Ende und ich bin immer noch geplättet von der Freundlichkeit der Leute, der Stimmung, denen, die ich wieder treffen durfte und die, die ich neu getroffen habe. Davon wird es noch einen ausführliche Bericht geben, jetzt habe ich erst einmal Video- und Bildmaterial auszuwerten. Nur eines verrate ich schon mal vorab (mal kryptisch), es wurde getoastet. Ihr dürft da jetzt mal rätseln, was ich damit sagen möchte.
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Ender

Torwächter

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347

Sonntag, 15. März 2015, 01:00

Hihi. :zwinkern:
Ich freue mich auf Deinen Bericht.

Endr
Europa ist unser aller Zukunft. Wir haben keine andere.
Hans-Dietrich Genscher
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samuel

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348

Sonntag, 15. März 2015, 11:29

Leipziger Buchmesse 2015 "Leipzig liest!" - Teil 1

In Deutschland gibt es bekanntermaßen zwei Buchmessen, die eine im Herbst, in Frankfurt/Main und die andere im Frühjahr in Leipzig. Mit letzterer wird das Geschäftsjahr der Buchbranche eingeläutet, die Stimmung der Leser getestet und neue Bücher vorgestellt. Es gibt Podiumsdiskussionen, Autoren-Interviews und Lesungen. Hier ist man nah am Leser, wogegen Frankfurt für die Geschäftswelt wichtiger ist. Dort werden dann Verträge und Lizenzrechte ausgehandelt und so kommen sich beide Messen nicht in die Quere. Für den Leser ist dann natürlich Leipzig interessanter und dieses Mal wurden es für mich zwei Messetage. Darüber berichte ich.

Los ging es eigentlich schon am Mittwoch-Abend, da ich den Donnerstag ausnutzen wollte und so setzte ich mich in den Fernbus. Der Fahrer hatte offenbar einen Bleifuß zumindest einen sehr komischen Fahrstil von der Streckenführung her. Jedenfalls war ich eine halbe Stunde früher in meiner Heimatstadt als geplant.

Donnerstag habe ich dann noch letzte Korrekturen an meinem Messe-Programm vorgenommen, Hallenpläne, Wege ausgedruckt. Es ist nämlich nicht so einfach, durch übervolle Hallen von A nach B zu gelangen, innerhalb kurzer Zeit, da Lesungen sich überschneiden oder dicht aufeinander abfolgen. Zumal, wenn hunderte Leute das gleiche Anliegen haben. Und an den ersten beiden Messetagen waren schon insgesamt über 41.000 Menschen unterwegs. Als das Messe-Programm stand, ging es in die Stadt.

Bin ja auch in einem Bücherforum und hatte mich mit den Leuten in Leipzigs berühmter Pinguin-Eisbar (dort kann man inzwischen auch sehr gut warm essen) verabredet. Mit einigen hatte ich mich schon getroffen, andere lernte ich dieses Mal neu kennen und so wurde es ein fröhlich munterer und witziger Abend. Und wenn man jetzt sagt, dass Lesen unter jungen Leuten out ist, liegt man falsch.

Bei über 1000 aktiven Mitgliedern liegt der Altersdurchschnitt in dem Forum bei 17-25 Jahren. Wir verglichen unsere Messe-Aktivitäten und witziger Weise hatte sich jeder sein Programm anders zusammengestellt. Es gab handschriftliche Zettel, Computer-Ausdrucke, andere arbeiteten mit Post-Its und genau so unterschiedlich sollten dann die Messe-Tage verlaufen. Davon später mehr, wenn ich wieder an meinen PC sitze, wo der SD-Karten-Steckplatz reibungslos funktioniert.
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samuel

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349

Montag, 16. März 2015, 00:28

Leipziger Buchmesse 2015 "Leipzig liest!" - Besucherzahlen

Bevor ich an meinem Bericht weiter schreibe, lohnt sich ein Blick auf die Besucherzahlen. Ich bin nicht der Einzige, der dort war. :)

251.000 Besucher (2014: 237.000)
186.000 Besucher auf dem Leipziger Messegelände (2014: 175.000), der Rest auf Veranstaltungen in Leipzig und Halle ("Leipzig liest!" und "Halle liest mit!")
3.000 Mitwirkende
2.263 Aussteller
3.200 Veranstaltungen an 410 Leseorten
Gastland: Israel
40 Autoren mit den Schwerpunkt "deutsch-israelische Beziehungen" in 74 Veranstaltungen
Ausblick: Indonesien, Gastland auf der Frankfurter Buchmesse
Außerdem: Schwerpunkte Hörbuch, Antiquariat, Druckkunst, E-Books, neu: Blogger und Youtuber

Manga-Comic-Convention: 93.000 Besucher (2014: 89.000)
284 Aussteller
450 Veranstaltungen

Man darf also von einer erfolgreichen Messe sprechen.

http://www.leipziger-buchmesse.de/neuigk…besucher/270372

Die nächste Buchmesse in Leipzig findet 2016 vom 17.-20. März 2016 statt.
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samuel

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Montag, 16. März 2015, 07:17

Leipziger Buchmesse 2015 "Leipzig liest!" - Teil 2

Natürlich hatte ich mir einen Plan gemacht, wen und was ich alles sehen möchte, doch am Anfang habe ich mir ein wenig Zeit gegönnt, um die Messehallen zu erkundigen. Wo ist was und was gibt es vielleicht noch interessantes, was man vorher beim Durchstöbern des Programms nicht gesehen hat? Und so stieß ich gleich zu beginn auf eine Diskussionsrunde mit Thomas Brezina, dem Erfinder der Kickerbocker-Bande. Eine Buchreihe, die seit 1990 Kinder begeistert und inzwischen auch verfilmt wurde. Diese wird derzeit neu aufgelegt und einie neue Bände erscheinen demnächst. Der Autor diskutierte, wie Bücher heute sein müssen, um zu begeistern, welche Rolle Cover spielen und in wie fern ältere Bücher manchmal geändert werden müssen, um interessant zu bleiben. Natürlich nur vom Autoren selbst. Mit viel Humor erzählte Brezina, wie er zum Schreiben kam. Seine erste Kurzgeschichte schrieb er im Alter von acht Jahren. Das Interview fand im Rahmen des Kika-Magazins "quergelesen" statt.

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Seine Heimatstadt Tel Aviv stellte Michael Guggenheimer vor. Sein neuestes Buch "Harfuch Gadol und Warten im Mersand" (Kein Schreibfehler. Klärt sich im Buch auf.) zeigt die Innenansichten einer Stadt, die immer beliebter wird, auch bei deutschen Touristen. Doch, wie lebt es sich dort? Wie ist der Alltag? Besonders im Kontrast zu seinem letzten Städte-Portrait. Dies schrieb Guggenheimer über Görlitz. Sein Buch gibt es übrigens auch als Hörbuch, von ihm selbst gelesen. Die Print-Ausgabe ist allerdings zu bevorzugen. Sie muss man drehen und wenden, wenn man die Texte lesen möchte. Genau so, wie die Ansichten von Tel Aviv unterschiedlich sind.

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Danach ging es zum Interview mit Damaris Kofmehl. Sie schreibt Jugendbücher und ist immer auf der Jagd nach interessanten, tatsächlichen Geschichten und stieß vor ein paar Jahren auf die dreier Jugendlicher. Diese wollten von ihrer Insel in der Südsee fliehen, wo die Dorfgemeinschaft nach strengster Auslegung christlicher Regeln lebt und keine Freiheiten lässt. Nur schlecht ausgerüstet (eigentlich überhaupt nicht) verirren sich die drei bald auf hoher See und werden erst nach 51 Tagen gerettet. Wie sie überlebt haben, versucht Kofmehl in diesem Roman nachzuempfinden. Leider habe ich erst zu spät gemerkt, dass das Buch in einem christlichen Verlag erscheint. Und so stand dann auch unter dem Autogramm ganz schnell "Gottes Segen!". Etwas, was es fürmich schon wieder fast wertlos macht. In der Geschichte merkt man auch die feste Verankerung der Autorin im chirstlichen Glauben, für mich sehr anstrengend. Um der Geschichte willen, werde ich sie aber zu Ende lesen.

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Gegen Ende des Tages diskutierten Andrej Kurkow und Viktor Jerofejew über das Verhältnis Ukraine-Russland. Der ukrainische Journalist und der russsiche Schriftssteller (bekannt hierzulande durch seine Romane "Moskauer Schönheit" und "Der gute Stalin") waren sich über die Ansichten Putins und der russischen Regierung einig, diskutierten über Gedankenspiele, Lösungswege und Zukunftsaussichten. Eine Diskussion mit vielen Denkanstößen, die es in sich hatte, immer sachlich blieb und der Dolmetscherin einiges abverlangte. Die Frau war nicht um ihren Job zu beneiden.

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Abraham Melzer, jüdische Intellektueller, wird von seinen Landsleuten manchmal als antisemtischer Jude bezeichnet. Warum dies so ist und was er selbst über die israelische Politik denkt, warum Zionismus nicht unbedingt gut sein muss, ein kritischer Blick nicht schadet und wie er sich eine Zukunft Israels vorstelt verriet der Autor bei einer Diskussion um seine neue Schrift "Merkel erwache! Israel vor Gericht!". Er verurteilt den Umgang mit den Palästinensern und die Ignoranz mit der die internationale Staatengemeinschaft diese Region behandelt und keinesfalls zur Lösung beiträgt. Wie vielschichtig diese Diskussion ist, merkte das Publikum schnell. Denn die veranschlagte halbe StundeZeit war definitiv zu kurz. Gerne hätte man noch mehr gehört alleine schon der Diskussion wegen, die sich da angeschlossen hätte.

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Den Abschluss des Tages machte Stanislav Mucha mit der Vorstellung seiner Dokumentation, die ihn und sein Kamera-Team einmal rund ums Schwarze Meer führte. Ein interessanter Blick auf Länder, Kulturen und Pseudo-Staaten wie Abchasien.

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Und so ging, schmerzenden Fußes, ein sehr interessanter aufschlussreicher und schöner Tag zu Ende, mit vielen Erkenntnissen und Stoff für Diskussionen, einigen interessanten Büchern. Der nächste Tag sollte dem um nichts nachstehen.

Fortsetzung folgt.
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samuel

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Montag, 16. März 2015, 08:02

Leipziger Buchmesse 2015 "Leipzig liest!" - Teil 3

Der nächste Tag sollte wieder einige interessante Programm-Punkte haben und es sollte mein letzter Buchmesse-Tag werden. Dieses Jahr. Schon in der Eingangshalle unterschied er sich vom vorherigen, es waren deutlich mehr Besucher da. Klar, es war Sonnabend und innerhalb der Woche wurden hauptsächlich Schulklassen durch das Gelände geschleußt. Am Wochenende haben dann natürlich mehr Leute Zeit. Bevor der Einlass in die Hallen begann, wurden noch schnell für die Aussteller die Besucher-Zahlen der vergangenen Tage verkündet, die sich, wie schon aufgeführt, noch steigern sollten und dann ging es auch schon los. Für mich in der LVZ-Autorenarena mit Helmuth Karasek, gefolgt von Sebastian Fitzek. Beide jeweils über ihre derzeit aktuellen Bücher.

Von Fitzek habe ich eine halbe Stunde Interview aufgezeichnet. Wer weiß, wie ich das einbinden kann, ohne einen stundenlangen Upload auf Youtube machen zu müssen, gebe mir bitte Bescheid.

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Die LVZ-Autorenarena ist, wem das nichts sagt, auf der Messe der Veranstaltungsort der Leipziger Volkszeitung. Und der ist immer sehr früh und vollständig besetzt. Wer schon früh keinen Sitzplatz dort erhält, bekommt auch nachmittags keinen und so drängelte sich alles bei Einlass auf die Sitzflächen. Da erlebt man, wie selbst über 60-jährige einem die Ellenbogen in Gesicht und Magengrube rammen, um einen Sitzplatz zu ergattern und das nächste Mal stauche ich die Rentnerin zusammen, die das mit mir gemacht hat. Und dann über die Unhöflichkeit der Jugend meckern. Das Alter ist auch nicht besser.

Als nächstes sprach Steffen Kopetzky über seinen neuen Roman "Risiko". Viel diskutiert, versammelte sich auch dort zahlreich das Publikum. Habe gerade noch einen Platz erwischt, von dem man etwas sehen konnte.

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Danach war es eigentlich ein Katzensprung zur Signierstunde von Nicole Neubauer, die vorher ihren neuesten Krimi "Kellerkind" vorgestellt hatte. Trotzdem war es nicht so leicht dorthin zu kommen. Auf der Messe hatte man am Nachmittag eine Art Einabhnstraßen-System beschlossen, um die Massen durch die Hallen zu lenken. Anders ging es nicht mehr, sonst kein Vorankommen aber das müssen sie in den nächsten Jahren noch überarbeiten. Denn, dadurch ergaben sich teilweise riesige Umwege um von Punkt A nach B zu gelangen. Aber was soll's? Am Ende hatte ich mein Autogramm und ein Foto mit der Autorin.

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Jan Assmann ist der bedeutendste unter den deutschen Ägyptologen und stellte auf der Messe sein neuestes Buch vor. "Exodus. Die Revolution der Alten Welt."

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Für mich war diese Diskussion viel interessanter als die, die sich daran anschloss. Günter Grass philosophierte anschließend und spricht übrigens genau so sperrig wie er schreibt. Wahrscheinlich mit einer der Gründe, warum er von der jüngeren Generation nicht mehr gelesen wird und sein Publikum bei den Altvorderen hatte. Ich war da der Jüngste aber eben auch nur dort, um ihn mal gesehen und abfotografiert zu haben. Er empörte sich denn auch über die jüngere Generation, zu der er sichtlich keinen Zugang mehr hat, schwelgte in Erinnerungen an Willy Brandt, empörte sich darüber, dass Angela Merkel nicht auf seinen Brief antwortet und hatte ansonsten den einen oder anderen klugen Gedanken. Nur muss man diese halt heute etwas anders verpacken, um noch Interesse bei den jüngeren zu wecken. Ob Grass daran noch Interesse hat, weiß ich nicht.

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Danach ging es zum Treffen der Büchertreffler (Bücherforum) und Booktuber. Es wurde über bisher gesehene Autoren und Gespräche diskutiert, Neuigkeiten ausgetauscht. Manche lernte man neu kennen, andere freute man sich, wieder zu treffen. Und, wie es inzwischen Tradition ist, unterschrieben wir gegenseitig eines unserer gekauften Bücher, damit später zurückverfolgt werden kann, wer da gewesen ist, wer nicht und um eine schöne Erinnerung zu haben.

Auf eine Person habe ich mich ganz besonders gefreut. Den kleinen Buchtoaster. Zehn Jahre alt, stellt er auf Youtube regelmäßig Bücher vor, die es in sich haben. Und teilweise weit über das hinaus gehen, was man in seinem Alter sonst so liest. Im Kopf ist er auch älter und wer seine Videos schaut, der weiß, dass der Junge auch versteht, was er liest. In den Videos wirkt er übrigens größer als er ist und als ich ein Foto mit ihm machen durfte und mich runtergebeugt hatte, machte er sich automatisch auch kleiner. Am Ende stand er dann aber doch auf Zehenspitzen und so konnte das Foto gemacht werden. Ein toller Junge ist das.

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Er hatte vor kurzem das Buch "Anders" von Andreas Steinhöfel vorgestellt, was ich nur wegen ihm gekauft und gelesen hatte. Das musste er natürlich signieren, was er in seiner Kinder-Handschrift auch gerne tat. Immer umgeben, von seinen Eltern natürlich und ihm begleitende Booktuber. Der Junge wird sich machen, egal wie sein Weg verlaufen wird. Was Markteting betrifft, weiß er schon Bescheid. Er ist inzwischen auf vielen sozialen Netzwerken vertreten, Bücher-Platttformen sowie so und Visitenkarten verteilt er schon. Der Junge hat die rückhaltlose Unterstützung seiner Eltern. So werden wir von ihm noch einiges sehen und hören.

Auch dieser interessante Tag ging dann zu Ende und wurde, bei einem erneuten Essen in Leipzigs berühmter Pinguin-Eisbar, die übrigens auch wunderbar warm serviert, diskutiert. Wiedeholung garantiert.

Es waren wunderbare Tage, viele neue Bücher und interessante Gespräche und Diskussionen.

Genau diese Vielfalt ist es, die mich jedes Jahr auf die Leipziger Buchmesse zieht. Ich freue mich schon auf nächstes Jahr.

LG samuel
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Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »samuel« (16. März 2015, 09:01)

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samuel

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352

Sonntag, 22. März 2015, 18:15

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itsy

unregistriert

353

Sonntag, 22. März 2015, 18:40

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:D :thumbsup:
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Musicmiles

Imperator

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354

Dienstag, 7. April 2015, 22:41

Ich habe mir nach der Vorstellung hier das Buch "Daddy - Im Visier des Bösen" besorgt und gelesen. Rezension folgt sobald ich wieder einen PC habe und in Deutschland verweile... Leider wird das Buch wohl nicht mehr vertrieben und ich habe es nur bei einem Antiquariat bekommen. Zum stolzen Preis von 2Cent... (!) Porto: 3,95 ;)
Musicmiles
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Dienstag, 7. April 2015, 23:21

Ach, du hast dir das Buch auch besorgt :D
Wir verlangen, das Leben müsse einen Sinn haben,
aber es hat nur genau so viel Sinn wie wir ihm geben.
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Musicmiles

Imperator

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Mittwoch, 8. April 2015, 09:38

Ja..? Ich kapier den Sinn deines Postings oben nicht sorry...
Musicmiles
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samuel

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Mittwoch, 8. April 2015, 09:57

Da freue ich mich doch, dass meine Rezensionen bei einigen fruchten. Um so mehr bin ich auf deine Meinung gespannt, in wie fern anders oder deckungsgleich die ist.

Wenn ich wieder in Berlin bin, werde ich auch wieder Rezensionen schreiben. Die Pause, seit der Messe, hat's einfach mal gebraucht.
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ferrari

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Mittwoch, 8. April 2015, 21:32

Wahrscheinlich wurden nur 3 Bücher verkauft. :D

ferrari
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samuel

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Mittwoch, 8. April 2015, 23:05

Das kompensier ich bei Gelegenheit.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »samuel« (8. April 2015, 23:29)

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Eumenes

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360

Donnerstag, 9. April 2015, 01:08

Wahrscheinlich wurden nur 3 Bücher verkauft.


Das Exemplar an mich wurde schon vor langer Zeit verkauft. :) Schon bevor es verfilmt wurde.
They who can give up essential liberty to obtain a little temporary safety, deserve neither liberty nor safety.
(Benjamin Franklin)
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