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samuel

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301

Sonntag, 4. Januar 2015, 09:49

Ich möchte euch nicht ohne Buchvorstellung ins neue Jahr lassen.

Felicia Englmann - Gebrauchsanweisung für Dubai und die Emirate

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Autorin: Felicia Englmann
Titel: Gebrauchsanweisung für Dubai und die Emirate
Seiten: 233
Verlag: Piper
ISBN: 978-3-492-27641-2

Autorin:
Felicia Englmann wurde 1973 geboren und arbeitet als selbstständige Autorin, Publizistin und Politikwissenschaftlerin in München. An der Universität der Bundeswehr lehrt sie im Fach politischer Theorie. Sie ist Absolventin der Deutschen Journalistenschule und hat als Redakteurin für Tageszeitungen 15 Jahre lang über Kultur und kulturhistorische Themen berichtet. Derzeit arbeitet sie u.a. für den Bayerischen Rundfunk. In mehreren Büchern wie "Arabersaison" berichtet sie über den Alltag der Menschen am Arabischen Golf.

Inhalt:
Ein modernes Märchen aus 1001 Nacht.
Wüstenzauber und Kamelmärkte, glitzernde Shoppingmalls, Ferraris und gigantische Wlkenkratzer: Nirgendwo verschmelzen Tradition und Moderne so spektakulär wie in den Emiraten. Felicia Englmann, die seit über zwölf Jahren hier regelmäßig reist, zieht uns mitten hinein in diese boomende Welt, in der nur der Himmel das Limit ist. Sie fährt mit der Abra über den Dubai Creek und genießt den Sonnenuntergang auf dem Jebel Hafeet. Dabei verrät sie uns, was emiratische Frauen den Europäerinnnern voraushaben, wie man Scheich wird und wo man echten arabischen Kaffeee findet. Und welche Emirate es neben Dubai und Abu Dhabi eigentlich sonst noch zu entdecken gibt. (Klappentext)

Rezension:
Dieses kleine Büchlein gehört zu einer sehr beeindruckenden Reihe von Reiseliteratur, geschrieben von Deutschen oder deutschstämmigen Personen, deren Leben sehr eng verknüpft ist mit dem der jeweiligen Stadt oder des Landes, von dem sie berichten. So gibt es diese Gebrauchsanweisung mittlerweile für Schweden, Nepal, Paris, London, Argentinien, Polen oder überhaupt für jegliches mögliches und unmögliches Reiseziel. Und so wird der Tourist das eine oder andere aus seinen Reisen dort wiederfinden und vertiefen können, anderes unbekanntes für sich entdecken und sich an Details erinnern, denen er vorher keine Beachtung geschenkt hat. Natürlich gibt es diese "Gebrauchsanweisung" auch für Dubai und die Emirate.

Felicia Englmann setzt mit diesem Buch in gewohnter Qualität eine sehr lohnenswerte Buch-Reihe fort und entführt uns in ein faszinierendes Land. Eigentlich mehrere Länder, die sich zusammengeschlossen haben und stetig im Wandel begriffen sind. Sie erklärt, was die Unterschiede der einzelnen Emirate ausmacht, wie die Dubaier ticken, wo es Kultur und Tradition gibt und was als solche dort zu definieren ist. Sie nimmt uns mit in die gar nicht so streng geregelte und fast liberale Welt arabischer Frauen, erklärt den Dress-Code der Einheimischen und warum es exotischer ist, einen Hund mit sich zu führen als einen Falken auf der Schulter spazieren zu führen. Auch räumt sie mit den Vorurteilen auf, dass gerade die Emirate eine künstlich geschaffene und aufgeblasene Welt sei, zeigt, was es zu entdecken gibt, wenn man nur genau hinsieht. Und schon sind die Vorurteile über Bord. Die Autorin zeigt aber auch die Schattenseite unter der arabischen Sonne, berichtet von indischen und pakistanischen Arbeitern, die fernab der Stadtzentren in Camps hausen, den Problemen mit dem Wohlstandsmüll und was man darf, nicht darf, machen oder keinesfalls machen sollte. So ist dieses Buch eine Einführung und Vertiefung in das Leben der Menschen in den Emiraten und hilft das Fernweh zu verlängern und bei der nächsten Reise da und dort genauer hinzuschauen aber auf jeden Fall zu verweilen. Denn, die Araber haben die Zeit, die Deutschen die Uhr.
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Damiano

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302

Mittwoch, 7. Januar 2015, 20:42

Lieber Samuel,

ich kann dir keine Nachricht schicken, da ich offenbar nicht dein Freund bin. Schlechte Voraussetzungen für das Gewinnspiel. Deshalb kommt hier mein Beitrag

Lieber Samuel,

anbei das gewünschte Bild des Romans "Der Leguan will das nicht" von Giusi Marchetta, den ich mir nach deiner Rezension gekauft hatte. Wie schon damals geschrieben, hatten mich die Szenen mit den Jungs in der Schule durchaus angesprochen. Überflüssig bis unausgegoren fand ich die Liebesgeschichte. Auch die Symbolik bzw. die Metaphern fanden nicht immer Anklang bei mir, so dass ich insgesamt eine durchschnittliche Bewertung gebe.

Und nun hoffe ich auf den Sieg, auch wenn mir "Gräser der Nacht" nicht gefallen hat. Auf Modianos Kindheitserinnerungen wäre ich trotzdem gespannt.

Liebe Grüße und schon mal danke für die schöne Idee,

Damiano
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samuel

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303

Mittwoch, 7. Januar 2015, 21:34

Merkwürdig, ich dachte, ich hätte alle möglichen Mitglieder in meiner Freundesliste. Da ist an sich jeder drin.

Ich verlängere das Gewinnspiel aber noch bis Ende Januar weil es sonst keinen Sinn macht. Sonst wäre Damiano am Ende der einzige Teilnehmer und das ist irgendwie witzlos.

Macht mit, es kostet euch nichts.
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Damiano

Torwächter

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304

Mittwoch, 7. Januar 2015, 22:45

Schiebung! Skandal!
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samuel

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305

Samstag, 10. Januar 2015, 00:00

Ich lass das einfach mal so stehen. Ein Kommentar ist wohl nicht nötig.

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samuel

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306

Samstag, 10. Januar 2015, 19:28

Andreas Steinhöfel "Anders"

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Autor: Andreas Steinhöfel
Seiten: 237
ISBN: 978-3-551-56006-3
Verlag: Koenigskinder

Autor:
Andreas Steinhöfel wurde 1962 in Battenberg, Hessen, geboren und studierte später Biologie und Englisch auf Lehramt. Danach wechselte er zu Anglistik, Amerikanistik und Medienwissenschaften an der Universiät Marburg. Sein erstes Jugendbuch "Dirk und ich" erschien 1991. seine bekanntesten Werke sind "Paul Vier und die Schröders", die Rico-und-Oskar-Reihe. Er übersetzte zudem zahlreiche Kinder- und Jugendbücher ins Deutsche, einige seiner Werke wurden inzwischen verfilmt und gewannen, wie seine Bücher (Deutscher Jugendliteraturpreis 2009) einige bedeutsame Auszeichnungen. Heute lebt er im mittelhessischen Biedenkopf.

Handlung:
Nach dem Unfall sind Zeit und Welt aus den Fugen. 263 Tage liegt Felix Winter im Koma, exakt die Anzahl jener Tage, die seine Mutter vor elf Jahren mit ihm schwanger war. Dann erleben die Menschen um ihn herum ein Wunder: An einem prächtigen Sommertag kehrt der Winterjunge zurück ins leben. Und nennt sich von nun an anders, nämlich Anders. Er hat keinerlei Erinnerung mehr an die Zeit vor dem Unfall oder an den Unfall selbst ... Und es gibt jemanden, der alles dafür tun wird, dass das so bleibt. (Klappentext)

Rezension:

Es ist der Fluch aller guten Autoren, dass man sie an ihren größten erfolgen misst. Auch Andreas Steinhöfel kann wahrscheinlich ein Lied davon singen. Seine "Rico, Oskar und..."-Reihe ist witzige und anspruchsvoll unterhaltende Kinder- und frühe Jugendliteratur, die schon vor der Verfilmung des ersten Teils populär gewesen ist und dadurch noch einmal einen ungeheuren Schub bekommen hat. Daneben laufen nicht weniger gute Werke, folgt man der Vielzahl von Rezensionen wie etwa "Beschützer der Diebe" oder "Dirk und ich", sein Erstling und nun auch noch "Anders". Wobei "Anders" wirklich anders ist. Die Geschichte um den verunfallten Jungen, der ins Leben zurückkehrt, die Welt um sich herum anders wahrnimmt und infolge dessen, ebenso anders wahrgenommen wird, ist Abenteuer, Roman, ein wenig Krimi und vor allem ein gutes Jungenbuch für Groß und vor allem Klein. Der Schreibstil lässt ein Lesen ohne Stolperfallen zu, es wird dennoch kein Blatt vor den Mund genommen und die Seiten fliegen nur so dahin. Tatsächlich dürften selbst langsame Leser diesen Kinder-Roman innerhalb weniger Tage durch haben und dabei erleben, wie es sich für Felix und seine Umgebung anfüllt, wenn er nicht mehr Felix ist. Sondern Anders.

Der Autor schafft es hier, für ein Kinderbuch beinahe mit Seltenheitswert, die Figuren vielschichtig zu gestalten, niemand ist nur gut oder böse, selbst Felix nicht, seine Freunde oder die Erwachsenen. Alltagsprobleme, wie die Beziehungsprobleme der Eltern werden nicht unter den Teppich gekehrt. Eine Sache mit der sich heutzutage viele Kinder herumschlagen müssen und nicht zuletzt die Entscheidung zwischen Richtig oder Falsch, die auch Felix "Anders" treffen muss. Ohne dass Steinhöfel einen Zeigefinger erhebt.

Als wäre das nicht alles Grund genug dafür, es zu lesen, empfehle ich dieses Werk auch wegen seiner Illustrationen und der Aufmachung. Peter Schössow hat hier ganze Arbeit geleistet. Angefangen vom Titelbild, den goldfarbenen Schriftzügen und Seitenzahlen und den gelb-schwarzen Bildern am Anfang eines jeden Kapitels bis hin zum goldenen Lesebändchenist das auch ein eleganter Hingucker im Regal.

Andreas Steinhöfel hat geschafft, was er mit diesem Buch erreichen wollte. Nämlich nicht nur der Vater von Rico und Oskar zu sein sondern auch mal der Vater von jemand "Anders".

samuel

Und hier die Rezension von jemand anders.
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Jonny

Torwächter

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307

Donnerstag, 15. Januar 2015, 00:45

Vielen Dank für deine Buchkritik.
Und hier die Rezension von jemand anders.
Der ist ja noch bücherverrückter als du. :lol:

Spaß beiseite, es ist sicherlich schön, Gleichgesinnte zu finden und 600 Abos sprechen für einen überzeugenden Bücher-Freund.
Gruß Jonny :sun:
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samuel

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308

Donnerstag, 15. Januar 2015, 08:03

Das mag am gleichen Vornamen liegen. :D

Ich hoffe, ihn auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse treffen zu können.

Würde gerne zu solchen Lesungen und Vorstellungen gehen aber habe leider nicht die Zeit dazu.
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samuel

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309

Samstag, 17. Januar 2015, 16:16

Mängelexemplar-Tische sind gefährlich.
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LauHu

Ehrenmitglied

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Wohnort: Erde

310

Samstag, 17. Januar 2015, 17:32

Ich hab nur Ein buch gekauft :zwinkern:

he/him or they/them
Möchtegernpunk-autor-journalist und generel Anti Alles sowie Proffesioneller Shipper
Notorischer Rechtschreibverweigerer

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samuelclemens

Herrscher über Raum, Zeit und Materie

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Danksagungen: 3

Wohnort: Wo immer ich meinen Umhang fallen lasse!

311

Samstag, 17. Januar 2015, 17:57

Ich hab nur Ein buch gekauft :zwinkern:


...vor zwei Jahren. Und wenn du dich ranhälst schaffst du dieses Jahr auch noch das dritte Kapitel..... :lolextrem: :wech:
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samuel

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312

Donnerstag, 22. Januar 2015, 13:16

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samuel

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Donnerstag, 22. Januar 2015, 20:29

Dmitry Glukhovsky "Metro 2033"

[attach]49308[/attach]

Autor: Dmitry Glukhovsky
Seiten: 654
ISBN: 3453315936
Verlag: Heyne

Autor:
Dmitry Glukhovsky wurde 1979 in Moskau geboren und studierte in Jerusalem Internationale Beziehungen. er arbeitete als TV- und Radio-Journalist für Russia Today und die Deutsche Welle. Sein Debütroman "Metro 2033" wurde auf Anhieb ein Bestseller. Der Autor lebt und arbeitet in Moskau. In Deutschland sind außerdem noch seine Romane "Sumerki" und Futu.re" erschienen.

Handlung:
Die Zukunft: Nach einem verheerenden Krieg leigen weite Teile der Erde in schutt und Asche. Auch Moskau ist eine Geisterstadt. Die Überlebenden haben sich in die Tiefen des U-Bahn-Netzes zurückgezogen und dort eine Zivilisation errichtet, wie es sie noch nie zuvor gegegeben hat. Dies sind die Abenteuer des jungen Artjom, der von seiner Heimatstation aufbricht, um die Metro vor einer dunklen Bedrohung zu bewahren. (Klappentext)

Ausgabe:
Dieser Band ist eine Ausgabe innerhalb der fünfteiligen Reihe "50 Jahre Science-Fiction bei Heyne". Fünf Geschichten aus fünf Jahrzehnten Verlagsgeschichte oder zumindest solcher, die der Verlag dafür hält. Im Falle von Dmitry Glukhovsky hat man dessen zwei Romane "Metro 2033" und "Metro 2034" ungekürzt zusammengebracht, was zwar Kosten spart aber äußerst unhandlich zu lesen ist. Und aufgrund der Taschenbuch-Aufmachung hinterher nicht mehr schön aussieht. Trotzdem, zwei Bücher zum Preis von einem sind ein Argument für sich.

Rezension:

Mehrmals schon stand die Welt am Rande eines Dritten Weltkrieges, doch was ist, wenn tatsächlich sich zwei Mächte, Blöcke oder wer auch immer gegenüber stehen und einer die Nerven verliert? Wenn zur falschen Zeit irgendjemand den falschen Knopf drückt und sich die Menschheit mit einem Schlag dezimiert. Genau nach dieser Zeit setzt Glukhovsky an und schickt uns auf eine faszinierend erschreckende Reise durch das Netz der Moskauer U-Bahn, in dem die letzten Überlebenden ausharren, Schutz suchend vor den Mutanten und anderen gefährlichen Geschöpfen, die durch den vergangenen Atomkrieg entstanden sind und die Erde jetzt beherrschen. Und sie machen weiter wie bisher. Errichten Zwergenstaaten nach U-Bahn-Stationen, konstruieren Ideologien und bekämpfen sich gegenseitig. Im Kleinformat. Und mittendrin Artjom, ein junger Mann, der unversehens zum Überbringer einer Botschaft wird und dabei selbst in den chaotischen Strudel des Systems Metro gerät.

"Metro 2033" ist von der ersten bis zur letzten seite spannend, so dass man sich unweigerlich zu fragen beginnt, wie ein solches Leben tatsächlich aussehen könnte. Immerhin haben die Menschen die Technologie sich unversehens selbst auszurotten und so abwegig ist der Gedanke nicht, dass sich die letzten Überlebenden in die Metro-Systeme gleichsam Bunker-Anlagen der Städte schutzsuchend verkriechen. In sofern erschreckend einprägsam, so dass es einem eiskalt den Rücken herunterläuft. Der Schreibstil tut sein übriges und die Figuren, allen voran Artjom sind glaubwürdig und -größtenteils- sympathisch oder zumindest vielschichtig. Lesenswert bis zur letzten Seite.

Im Gegensatz zur Fortsetzung, die nicht mit dem Erstling mithalten kann. Neben einem fast vollständigen Austausch der Protagonisten, die übrig gebliebenen wurden charakterlich um 180° umgedreht, ist der Schreibstil mehr als ermüdendund verdirbt mit zunehmender Seitenzahl die Spannung und das Interesse an einem ansonsten interessanten Zukunftszenario. "Metro 2034" verdirbt die Lust noch mehr aus der Welt des Metro-Universums zu erfahren. Andere Autoren, hoffentlich mit nicht ganz so großen Qualitätsverlust weben daran fleißig weiter. Damit werde ich mich nicht weiter befassen.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »samuel« (22. Januar 2015, 20:36)

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samuel

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314

Freitag, 23. Januar 2015, 13:55

Michael Morpurgo "Freund oder Feind"

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Autor: Michael Morpurgo
Titel: Freund oder Feind
ISBN: 3551582297
Seiten: 96
Verlag: Carlsen

Autor:
Michael Morpurgo wurde 1943 in der Nähe von London, in St Albans geboren und ist einer der bekanntesten britischen Kinder- und Jugendbuch-Autoren. Er ist Träger des Preises -Children's Laureate" und wurde 1999 mit dem Orden des British Empire ausgezeichnet. Mit seiner Frau gründete er das Projekt "Bauernhöfe für Stadtkinder". Einige seiner Bücher wurden inzwischen verfilmt (Private Peaceful).

Inhalt:

England während des Zweiten Weltkriegs: Für David und seinen Freund Tucky ist der Krieg in weite Ferne gerückt, seit sie aus London weggeschickt worden sind und auf dem Land bei Mr Reynolds leben. Auf langen Streifzügen erkunden sie die Umgebung. Eines Abends sehen sie einen Lichtblitz über dem Moor. Ein deutsches Kampfflugzeug stürzt ab! Und plötzlich scheint der Feind wieder ganz nah. Doch sind die beiden deutschen Piloten wirklich ihre Feinde? Oder sind es einfach zwei Menschen, die ihre Hilfe brauchen? David und Tucky müssen eine schwierige Entscheidung treffen... (Klappentext)

Rezension:
Es ist ein heikles Thema, welches sich der Autor für dieses Kleinod an Kinderliteratur herausgesucht und sich sicher damit nicht nur Freunde gemacht hat, dennoch und gerade deswegen ist Morpurgo ein kleines Meisterwerk gelungen. Ein Buch über Freundschaft, Hilfsbereitschaft und die Wahl zwischen zwei Wegen zu wählen. Und das ohne erhobenen Zeigefinger und dies, für Kinder in klarer absolut verständlicher und einfühlsamer Sprache. Die Geschichte, wenn sie auch ein wenig wirklichkeitsfern wirkt angesichts der historischen Wahrnehmung, kommt doch glaubwürdig herüber und die Charaktere sowie so. Die Konflikte, denen sich die beiden Freunde, geschätztes Alter etwa 10 Jahre, ausgesetzt sehen sind so dargestellt, dass auch kleinere Leser die Dimension der sich widerstrebenden Gefühlsweit der Jungen erkennen und nachvollziehen können. Michael Morpurgo erinnert mit dieser Geschichte daran, dass es selbst in dunkelsten Zeiten irgendwo es jemanden gibt, der in sich ein Stück Menschlichkeit bewahrt, egal auf welcher Seite er steht. Und gerade sie sind es, an die man erinnern und sich halten sollte. In diesem Fall in Gestalt zwei kleiner Jungen.
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samuel

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315

Sonntag, 25. Januar 2015, 22:01

Ich werde dieses Jahr wieder auf der Buchmesse Leipzig zu finden sein.
Dieses Mal für zwei Tage. 8o Ich freue mich so. Und nein, ich habe nicht genug Bücher. :freude
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samuel

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316

Freitag, 30. Januar 2015, 22:00

Leon Leyson "Der Junge auf der Holzkiste - Wie Schindlers Liste mein Leben rettete"

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Autor: Leon Leyson
Seiten: 224
ISBN: 3733500482
Velrag: Fischer

Der Autor:
Leon Leyson wurde 1929 unter dem Namen Leib Lejzon in Polen geboren und gehörte zu den Jüngsten durch oskar Schindler gerettteten Juden. Nach dem 2. Weltkrieg wanderte er mit seiner Familie in die USA aus, wo er später für viele Jahre als Lehrer arbeitete. Leon Leyson starb 2013, kurz nachdem er das Manuskript für dieses Buch fertiggestellt hatte.

Inhalt:
Leon Leyson war Nummer 289 auf Schindlers Liste, die über tausend Juden während des Holocaust das Leben rettete. Er war dreizehn, als er als Arbeiter in Oskar Schindlers Emailwarenfabrik anfing, und weil er so klein für sein Alter war, musste er immer auf eine Holzkiste steigen, um die Maschinen bedienen zu können. In einer klaren und einfachen Sprache erzählt Leon Leyson vom grausamen Lageralltag, der ständigen Todesgefahr, aber auch von seinem persönlichen Helden Oskar Schindler. (Klappentext)

Rezension:
Es gibt Geschichte, die darf man nicht vergessen und das grausamste Kapitel deutscher Vergangenheit gehört dazu. Auschwitz und der Holocaust. Und noch gibt es Zeitzeugen, die uns diese Schrecken und Verbrechen in Erinnerung rufen und vor Augen führen können alleine durch ihr Erzählen. Doch, es werden immer weniger. Einer derjenigen, die erzählt haben, war Leon Leyson, der als jüdisches Kind von den Nazis verfolgt und mit seiner Familie die Hölle auf Erden erleben muss. Erst Diskriminierung, dann Ghetto und schließlich KZ. Doch seine Familie und er haben Glück, denn selbst in dieser Zeit, in der man nur versuchen konnte, den Tag zu überleben (und dazu mehr als nur viel Glück brauchte) gab es Menschen, die halfen. Trotz aller Widerstände, trotz eigener Risiken für Leib und Leben. Und in Leons Fall war dies kein Geringerer als Oskar Schindler, der bis zum Ende des Krieges über 1000 Menschenleben rettete. Die Geschichte ist bekannt.

Und lesenswert. Biografien, Erinnerungs-Aufzeichnungen, Tagebücher entwickeln ihre ganz eigenen Dynamik und nichts ist authentischer und ehrlicher, klarer als diese Art Geschichte zu erzählen. Das kann Leon Leyson sehr gut und beeindruckend, zumal es die eigene ist und führt uns damit den Schrecken und die Grausamkeit der damaligen Zeit vor aber auch, dass es durchaus jene gab, die Mensch blieben. Ein wichtiges Buch, vor allem in heutiger Zeit, da der Hass auf die "die anders" scheinen, wieder zunimmt und zugleich die Ängste von immer mehr Menschen geschürt werden. Die Parallelen sind unverkennbar. Um so höher ist der Stellenwert solcher Bücher einzuschätzen.
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Freitag, 30. Januar 2015, 22:49

Ich werde ab sofort eine Monatsübersicht der gelesenen Bücher posten, damit ihr auch seht, was ich außerhalb der rezensierten Bücher lese.
Und gegebenenfalls die eine oder andere Rezension nachfordern könnt.

Hier ist also der Januar 2015.
01. Felicia Englmann - Gebrauchsanweisung für Dubai und die Emirate
02. Erik Axl Sund - Schattenschrei
03. Andreas Steinhöfel - Anders
04. Dmitry Glukhovsky - Metro 2033
05. Dmitry Glukhovsky - Metro 2034
06. Michael Morpurgo - Freund oder Feind
07. Jon Bauer - Steine im Bauch
08. Leon Leyson - Der Junge auf der Holzkiste
09. Göran Tunström - Der Mondtrinker

Zu Buch Nr. 7 schreibe ich noch eine Rezension.
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Samstag, 31. Januar 2015, 16:36

Jon Bauer "Steine im Bauch"

[attach]49488[/attach]

Autor: Jon Bauer
Titel: Steine im Bauch
Seiten: 366
ISBN: 3462046527
Verlag: Kiebenheuer & Witsch

Autor:
Jon Bauer wurde in England geboren und lebt seit 2009 in Melbourne, Australien. Er schreibt Kurzgeschichten und Theaterstücker, auch für Radiosendungen entwickelte er Hörspiele. "Steine im Bauch" ist sein erster Roman. Dafür wurde er mit dem -Indie Award For Best Debut- ausgezeichnet.

Inhalt:
Die Mutter des Ich-Erzählers nimmt immer wieder Pflegejungen auf, obwohl ihr eifersüchtiger Sohn, ein Einzelkind, furchtbar darunter leidet. Als der verschlossene Robert in die Familie kommt, der meintlich perfekt ist und Liebling der Mutter wird, nimmt die Eifersucht obsessive Züge an. (Klappentext)

Rezension:
Es ist eine Geschichte, die überall so sich hätte abspielen können und so bleibt der Protagonist unbenannt, die Orte ohne Bezeichnung und doch ist die Geschichte greifbar als hätte Jon Bauer die unmittelbare Nachbarschaft als Spielfeld der Handlung ausgewählt. Und mittendrin ein sieben- oder achtjähriger Junge, der zwar eine Familie hat, sich aber alleine und ungeliebt fühlt. Vor allem zu seiner Mutter, die obsessiv Pflegejungen betreut. Ausgestoßene der Gesellschaft ohne zu ahnen, dass sie selbst im Alter zum Spielball des Sohnes wird, dem sie sich nie richtig annahm. Der eifersüchtige Rachefeldzug des erwachsenen Kindes nimmt seinen Lauf und die Verhältnisse kehren sich um. Die Handlung steuert unweigerlich auf den Abgrund zu. Tiefer kann eine Mutter-Sohn-Beziehung nicht sinken.

Jon Bauer versteht es in seinem Erstlingswerk den Leser in seine Geschichte eintauchen und in dem Strudel der Handlung versinken zu lassen. Kaum eine Figur ohne Schattenseiten, abwechselnd anrührend um dann wieder abzustoßen. Tatsächlich weiß man am Ende nicht, welches Verhalten abstoßender und irritierender ist. Das des Sohnes oder der Mutter oder gleich der Umgebung selbst, da ja grausames Verhalten ebenso grausames Verhalten begünstigt. In sofern stehen sich die Protagonisten in Nichts nach. Aber, mit zunehmender Seitenzahl braucht man schon ein weniger zartes Gemüt um durchzuhalten bis zur letzten Seite und bleibt am Ende mit einigen Fragen zurück.

Wie steht es um unsere Gesellschaft? Wie funktioniert das System von Pflegeeltern und -kindern? Wäre man selbst dazu bereit, ein fremdes Kind aufzunehmen? Geschweige denn in der Lage dazu? Wo sind die Grenzen? Welchen Unterschied würde man zwischen eigenen und Pflegekindern machen? Darf man machen? Sollte man machen oder auch nicht? Wie viel Potential steckt dahinter, sowohl negativ als auch aus positiver Sicht? Und wie viele Steine im Bauch kann ein Mensch ertragen, ehe grausame Rachegedanken die Oberhand gewinnen?
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samuel

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319

Samstag, 31. Januar 2015, 18:56

[attach]49490[/attach][attach]49491[/attach]
Zu ersteren Buch werde ich einen eigenen Bericht schreibe, sog. Weltreise-Bücher.
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Damiano

Torwächter

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320

Sonntag, 1. Februar 2015, 16:35

Bei "Steine im Bauch" kann ich dir nur zustimmen. Jon Bauer schafft es in meinen Augen überragend, dass man mit einem durchweg unsympathischen Protagonisten am Ende doch unglaublich mit fühlt. Der Roman hat mich sehr mitgenommen und überzeugt.
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