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miriam3000

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Samstag, 22. März 2014, 21:19

Hm, ok, schade. Hast dus mal mit Arbeit und Struktur versucht?
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samuel

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Samstag, 22. März 2014, 21:23

Nein, noch nicht. Habe heute erst davon erfahren, aber ist schon auf meiner To-Do-Liste gelandet. Mich interessiert der Umgang mit dem eigenen Schicksal sehr.
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LauHu

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Samstag, 22. März 2014, 21:57

Ihr macht mich arm, noch mal n buch auf meiner liste gelandet ;)

he/him or they/them
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samuel

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Samstag, 22. März 2014, 21:59

Ihr macht mich arm, noch mal n buch auf meiner liste gelandet ;)
Das ist unsere Aufgabe. Wir haben übrigens eine gut ausgestattete Stadtbibliothek, LauHu. Du bist aber wahrscheinlich so wie ich und willst besitzen statt ausleihen. :)
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LauHu

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Samstag, 22. März 2014, 22:00

Gena ich will alles besitzen, am gels mangelts nich, eher am platz ;)

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miriam3000

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Samstag, 22. März 2014, 22:02

Ihr macht mich arm, noch mal n buch auf meiner liste gelandet ;)


Bei dem Buch handelt es sich um den Blog, den Herrndorf geführt hat. Der ist auch online zu finden. Ich habe den Blog ca. ein Jahr lang verfolgt bevor:

Schluss
Wolfgang Herrndorf hat sich am Montag, den 26. August 2013 gegen 23.15 Uhr am Ufer des Hohenzollernkanals erschossen.

http://www.wolfgang-herrndorf.de

Lesenswert!
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LauHu

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Samstag, 22. März 2014, 22:04

Weed ich Mir heute nacht mal durchlesen

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samuel

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Sonntag, 30. März 2014, 18:37

Mal eine Kurzmeldung.

[attach]43597[/attach]

Joanne K. Rowling hat offenbar Gefallen am Krimi schreiben gefunden. Im Juni kommt Teil Zwei der geplanten Trilogie um den Privatdetektiv Comoran Strike heraus. Dieses Mal dürfte jeder wissen, wer sich hinter dem Pseudonym "Robert Galbraith" verbirgt, doch um der Kontinuität willens, wird dieser Deckmantel weiterhin verwendet werden. (n-24.de) Den ersten Krimi von ihr fand ich sehr gut, nicht nur, weil er von Joanne K. Rowling selbst stammt und bin schon sehr gespannt, in welche Abgründe Strike dieses Mal ermitteln muss.

Und, Info Nr. 2. Ein Harry-Potter-Spinoff wird im Kino erscheinen und zwar um das Buch "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind". Das fiktive "Lehrbuch", welches in Hogwarts verwendet wird, hat nur ein wenig mehr als 90 Seiten und soll dennoch genug Stoff für die Leinwand liefern. Hauptsächlich wird es um den Autoren Newt Scamander gehen und die Geschichte spielt 70 Jahre bevor Harry Potters Ankunft in Hogwarts.

Harry Potter Fans wird's freuen. :freude
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LauHu

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Samstag, 5. April 2014, 20:43

irh macht mich arm und mein platz wird weniger das buch muss ich haben :zwinkern:

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miriam3000

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Samstag, 5. April 2014, 23:17

"The Cuckoo's Calling" fand ich lesenswert und freue mich schon auf Teil Zwei. The Casual Vacancy (erschienen unter J. K. Rowling) habe ich nicht gelesen.
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samuel

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Samstag, 5. April 2014, 23:28

"The Cuckoo's Calling" fand ich lesenswert und freue mich schon auf Teil Zwei. The Casual Vacancy (erschienen unter J. K. Rowling) habe ich nicht gelesen.


Ich habe beide gelesen (auf Deutsch) und fand beide sehr gut, aber das mag an meiner Macke liegen, die ich sowie so habe, wenn's um Joanne K. Rowling geht. Ich mag ihren Schreibstil einfach und ihre genaue Beobachtungsgabe, die in diesen
beiden Büchern ebenso zum Tragen komt, wie in "Harry Potter", wo eben gesellschaftliche Gegebenheiten auf die Zaubererwelt übertragen wurden. Dabei sind die beiden Romane völlig andere Genre. Der eine beleuchtet eher, sagen wir, das
Kleinstadt-Bürgertum, während "Der Ruf des Kuckucks" in die Welt der Neureichen eintaucht und diese Abgründe seziert. Beide untereinander nicht vergleichbar, mit der Reihe um den Zauberlehrling schon gar nicht. Das haben ihr viele bei
"Ein plötzlicher Todesfall" etwas überl genommen, aber damit eben auch Äpfel und Euer verglichen. Wer das nicht macht, hat hier zwei wundervolle Romane, von daher, ich bin gespannt.

@: Wie gesagt, ich glaube ja, die kann alles schreiben.
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miriam3000

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Samstag, 5. April 2014, 23:51

Na, dann werde ich mir 'Ein plötzlicher Todesfall' auch mal durchlesen, wenn Du so gut dafür wirbst, samuel :knuddel_2: Man kommt ja leider gar nicht hinterher, bei den ganzen Büchern, die man so lesen will.
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samuel

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Mittwoch, 9. April 2014, 21:12

Nun habe ich meinen sechsten Lukianenko beendet.

Sergej Lukianenko "Spektrum"

[attach]43744[/attach]

Autor: Sergej Lukianenko
Seiten: 700
Verlag: Heyne
ISBN-10: 3453522338
ISBN-13: 978-3453522336

Autor:
Der heute in Moskau lebende Schriftsteller wurde 1968 geboren und studierte in Alma-Ata Medizin, bevor er als Psychiater praktizierte. Seine schriftstellerische Tätigkeit begann mit der Erzählung von Kurzgeschichten, die er u.a. für das Magazin "Sputnik Junior" verfasste. In Deutschland erlangte er vor allem durch die Veröffentlichung seiner Wächter-Romane (Wächter der Nacht, Wächter des Tages...) Bekanntheit. Die ersten Bände dieser Reihe wurden mit großem Erfolg verfilmt. Einige seiner Werke haben bis heute noch nicht den Weg in die deutsche Übersetzung gefunden. Im Jahre 2012 erschien sein letzter Roman "Wächter des Morgen" in Deutschland.

Klappentext:
Eines Tages werden auf der Erde rätselhafte Tore entdeckt, die Teil eines gigantischen Teleportationssystems zu sein scheinen: Wer durch die Tore geht, findet sich auf Lichtjahre entfernten Planeten wieder. Doch wer hat dieses interstellare Transportsystem geschaffen? Und was sollen die Menschen damit anfangen? Als der Moskauer Privatdetektiv Martin Dugin beauftragt wird, ein junges Mädchen zu suchen, das durch eines der Tore entkommen ist, beginnt nicht nur für ihn eine gefährliche Reise - das Schicksal der gesamten Menschheit steht auf dem Spiel...

Rezension:
Die Entwicklung der Wissenschaft geht immer schneller voran und lässt immer größeren Raum für Gedankenspiele, die sich momentan zwar noch damit befassen, wie z.B. eine erneute Mondmission aussehen könnte oder gar eine bemannte Fahrt gen Mars, doch längst denken Astronomen und Physiker ein paar Schritte weiter. was wäre, wenn es uns gelänge, Planeten urbar zu machen, die heute noch außerhalb unserer Reichweite liegen? Oder wenn wir plötzlich von Planeten zu Planeten "springen" könnten, von einer auf die andere Sekunde? Und wie wahrscheinlich ist außerirdisches Leben, wenn ja, wie sieht das aus? Martin Dugin lebt in dieser Zukunft, in der ein gigantisches Teleportationssystem die Planeten, nicht nur unseres Sonnensystems, miteinander verbindet. Seine Aufgabe ist es, nach verschwundenen Menschen zu fanden und zurückzubringen, egal wo die sich befinden mögen. Doch der Zugang zu diesem "Verkehrsnetz" will verdient werden. Eine außerirdische Rasse, genannt "Schließer", überwacht die Zugänge auf jedem Planeten und verlangt als Eintritt eine erzählte Geschichte, die jedes Mal eine andere sein muss. Doch, warum? Welchen Sinn haben diese Geschichten für die "Türsteher" der Tore? Was bezwecken die friedlichen Außerirdischen? Ist es überhaupt ratsam, die Tore zu nutzen? Immer mehr Fragen muss sich Martin stellen auf seiner Suche nach einem verschwunden Mädchen. Ein spannender Wettlauf mit den "Schließern", anderen Außerirdischen und gegen die Zeit beginnt.

Sergej Lukianenko hat auch in diesem Roman überzeugen können. Ein flotter Schreibstil, der einem sofort in diese Welt eintauchen lässt, Figuren, deren Handlung man wunderbar nachvollziehen kann und eine Zukunftsversion über die man sowohl nachdenklich auch als ins Schmunzeln geraten kann. Tatsächlich sind es hoch philosophische Fragen, die Lukianenko aufwirft. Nehmen wir, nur als Beispiel, die Wahrscheinlichkeit einer Existenz von Außerirdischen oder glaubt ernsthaft jemand, wir wären die einzigen intelligenten (oder was wir dafür halten) Lebewesen in den Weiten des Alls. Fast unvorstellbar, bei der unendlichen Größe dieses Raumes. Doch, wie würde ein Zusammenleben, so man in Kontakt kommt, überhaupt funktionieren? Wie tolerant sind wir gegenüber völlig Fremdartigen? Und was machen wir mit der Macht zu Entscheiden, so sie uns gegeben ist? Nutzen wir sie maßvoll oder unbegrenzt? Wie wollen wir sein und wie können wir sein? Diese Fragen, in einer einzigartigen Geschichten verwoben, machen diesen Roman unbedingt lesenswert.

Abzüge gibt es nur für das etwas chaotisch-verwirrende Ende, was aber auch an mir gelegen haben kann.

LG samuel
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LauHu

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Mittwoch, 9. April 2014, 21:14

hohrt sich interessant an :thumbsup:

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samuel

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Freitag, 11. April 2014, 21:57

Dieses Mal gibt es keine Ausreden. Das Buch hat nur 57 Seiten, ein paar davon sind ganzseitige Illustrationen. Die Schrift ist groß und das Büchlein kostet nur 5 Euro.

Janne Teller "Krieg - Stell dir vor, er wäre hier"


[attach]43807[/attach]

Autorin: Janne Teller
Seiten: 57
Verlag: dtv
ISBN-10: 3423625570
ISBN-13: 978-3423625579

Die Autorin:
Janne Teller wurde 1964 in Kopenhagen geboren und arbeitete als politisch-ökonomische Beraterin für EU und UN und lebt heute in New York. Seit 1995 ist sie hauptberuflich Schriftstellerin. Nach "Nichts" erschien ihr zweites Gedankenexperiment 2013. Ihr erstes wurde bereits mit zahlreichen Preisen überhäuft.

Illustriert wurde das Essay in liebevoller Kleinarbeit von Helle Vibeke Jensen, die laut Verlag als eine der innovativsten Bilderbuchkünstlerinnen Dänemarks gilt.

Handlung:
Es ist Krieg, aber nicht anderswo, sondern bei uns mitten in Europa. Die westlichen Demokratien sind gescheitert und faschistische Diktaturen haben die Macht übernommen. "Wohin würdest du gehen?" fragt die Autorin ihre Leser und spricht von Hunger und Kälte, der Angst vor den Bomben und der Gleichschaltung durch die Geheimpolizei. Der Familie des 14-jährigen Protagonisten bleibt nur die Flucht nach Ägypten... (Auszug aus der Handlungskurzbeschreibung des Buches).

Rezension:
Manchmal reichen ein paar Seiten, um eine grandiose Geschichte zu schreiben. Nicht jedes Buch muss der Kategorie "Wälzer" angehören und kann trotzdem zu den ganz großen Werken der Literatur getrost in das Regal gestellt werden. Janne Tellers "Krieg - Stell dir vor, er wäre hier" ist ein solches Werk, welches in einfacher angemessener Sprache junge Leser auf ein anspruchsvolles Gedankenexperiment einlädt. Sicher bekommt auch schon die Zielgruppe mit, dass viele Menschen versuchen nach Europa zu kommen. Sei es wegen Hunger, Bürgerkrieg oder Verfolgung.

Doch wie ist das, vor etwas zu flüchten, seine Heimat zu verlassen? Wie ist es, alles bekannte zurückzulassen, was ohnehin zerstört wurde? Wie ist die Situation der Menschen, die händeringend in Flüchtlingcamps auf ihre Aufenthaltsgenehmigung, geschweige denn auf die Gewährung von Asyl in einem friedlichen Land warten? Wie ist es, "Bürger zweiter Klasse" zu sein, wenn Schulabschlüsse plötzlich nichts mehr gelten, wenn man die Sprache des Landes nicht gut oder gar nicht spricht? Wie ist es, nicht mehr zurück zu können und doch nur immer an die alte Heimat denken zu müssen? Wie lebt es sich in dieser Situation? Ist das überhaupt ein Leben? Viele Fragen, die man sicherlich endlos fortsetzen kann, aber die dänische Autorin stellt sie anhand einer durchschnittlichen Familie und eines vierzehnjährigen Hauptprotagonisten dar.

Und sie vertauscht kurzerhand die Schauplätze. In Janne Tellers Szenario ist die Europäische Union zerfallen und auf dem Kontinent bekriegen sich die Nationen. Die nächsten Orte, wo ein friedliches Leben möglich ist, liegen in der arabischen Welt. Gleichwohl politisches Essay darf man daraus keine politische Aussage ziehen, so die Autorin selbst. "Krieg - Stell dir vor, er wäre hier" soll einfach die Situation von tausenden von Menschen nachvollziehbarer und insgesamt nachdenklicher machen. Die Flüchtlinge kommen nicht ohne Grund zu uns. Wer verlässt schon gerne seine Heimat? Auch, wenn wir uns manchmal von vielen Dingen ärgern lassen, geht es uns doch insgesamt gut. Sorgen wir dafür, dass es so bleibt.

Klare Kaufempfehlung.

samuel
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »samuel« (11. April 2014, 23:59)

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samuel

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Samstag, 12. April 2014, 10:35

Annabel Pitcher "Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims"

[attach]43809[/attach][attach]43810[/attach]

Autorin: Annabel Pitcher
Seiten: 224
Verlag: Goldmann
ISBN-10: 3442312531
ISBN-13: 978-3442312535

Eine Version der englischen Originalausgaben von "My sister lives ohn the mantelpiece" zeigt Ryan Turner, der im Epilog des letzten Harry Potter-Films Hugo, den Sohn von Ron und Hermine spielt.

Die Autorin:
Annabel Pitcher studierte in Oxford englische Literatur und wollte schon immer Bücher schreiben. Bevor sie sich entschied, Schriftstellerin zu werden verdiente sie sich in mehreren Jobs. "Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims" ist ihr erster Roman. Sie lebt mit ihrer Familie in Yorkshire.

Handlung:
Seit der zehnjährige Jamie das Spider-Man-T-Shirt von seiner Mutter geschenkt bekommen hat, wartet er nur darauf, dass sie ihn besucht und ihn darin bewundert. Schließlich hat sie das versprochen. Aber wie so vieles, was Erwachsene sagen, war auch das eine Lüge. Genauso wie jeder nach dem Tod seiner Schwester Rose beteuert hat, dass alles wieder gut werden würde. Stattdessen ist es eigentlich nur schlimmer geworden. Sein Vater trinkt und versinkt in Trauer. Seine Mutter ist verschwunden und meldet sich nicht mehr. Und seine Schwester hat beschlossen, nicht mehr zu essen. Dabei will Jamie nur, dass seine Familie wieder zueinander findet. Doch dann freundet er sich in der Schule mit Sunya an, und plötzlich nimmt sein Leben eine ganz andere Wendung. (amazon.de)

Buchtrailer:


Rezension:
Wie soll man die Rezension eines solchen Jugendromans beginnen? Ich zumindest, setze gerade zum dritten Mal an.

Jamie ist gerade zehn Jahre alt geworden und trotzdem todunglücklich. Seine Eltern verstehen sich nicht mehr, reden nicht mehr miteinander und trennen sich und über der ganzen Familie schwebt ein erdrückender Schleier von Trauer. Denn, Rose, eine seiner Schwestern ist vor fünf Jahren bei einem Terroranschlag in London ums Leben gekommen und seit dem ist nichts mehr wie es war. Außer für Jamie. Der kann sich nur noch schemenhaft an Rose erinnern und deshalb auch nicht um sie weinen, zum Unverständnis aller. Der Junge kann aber auch keine Trauer vorspielen, wo nichts ist und so wird er innerhalb seiner Familie zum Außenseiter und in der Schule ebenso. Daran ändert sich auch nichts als der Vater mit den Kindern (Jamie und seine Schwester Jasmine) aus London wegzieht, nachdem seine Frau die Familie verlassen hat und ein neues Leben beginnen will. Denn, der Tod von Rose ist auch in der neuen Umgebung allgegenwärtig. Ständig erinnert eine Urne, die der Vater auf dem Kaminsims stellt, an dem Tod der Tochter. Bis auf seine Schwester Rose merkt niemand die wachsende Unsicherheit und Verzweiflung von Jamie.

Der ist immer noch konfrontiert mit ärgerndern oder ausgrenzenden Klassenkameraden, mit einem zu oft betrunkenen Vater und muss öfter sich wie jemand Älteres verhalten, ist damit aber heillos überfordert. Der Junge, dessen Eltern ihre "lebenden" Kinder schlicht egal zu sein scheinen, gibt sich tapfer. Doch, Jamie droht an den Erwartungen dieser (seines Vaters, die Mutter gibt bis in einem Kapitel kein Lebenszeichen von sich) zu zerbrechen.

Die Auseinandersetzung mit dem Tod ist eine Situation, die man gerade Eltern nicht wünscht, sollte doch keiner um seine Kinder trauern müssen. Doch, die grausame Wahrheit ist, dass das Leben weiter geht. Ja, weitergehen muss. Gerade dann, wenn man noch Kinder hat, um die man sich kümmern sollte. Annabel Pitcher beschreibt eine Situation, in der dies gerade die Eltern von Jamie nicht fertigbringen, worunter besonders der kleine Jamie zu leiden hat. Ihm möchte man die ganze Zeit über einfach nur in den Armen nehmen und fest drücken, ihm den Halt geben, der ihm fehlt. Eine packender kleiner Roman, der im Regal nicht fehlen und unbedingt gelesen werden sollte. Eine Taschentücherpackung sich bereit zu legen, kann indes nicht schaden.

Klare Kaufempfehlung.

samuel
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Ender

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197

Samstag, 12. April 2014, 14:16

@samuel

Danke.
Beide Bücher sind nun auf meiner Liste, und meine Stammbuchhandlung macht Umsatz.
Beim letzten Buch, "Meine Schwester ...", würde ich sagen, dass auf dem Titelbild ebenfalls Ryan Turner zu sehen ist. Gib dem Bild ein bisschen mehr Farbe...

Ender
Europa ist unser aller Zukunft. Wir haben keine andere.
Hans-Dietrich Genscher
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Musicmiles

Imperator

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Danksagungen: 5

198

Sonntag, 13. April 2014, 19:40

Danke Samuel jetzt hat mein Büchergutschein auch eine Verwendung gefunden ich werde mir "Meine Schwester..." auch zulegen.
Und den guten Sergej werde ich auch mal ins Auge fassen...
Musicmiles
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samuel

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199

Sonntag, 13. April 2014, 19:45

Das freut mich. Ich würde mich hinterher über eine Bemerkung eurerseits hier im Thread freuen. Ich finde es immer interessant, wenn man von mehreren Leuten Meinungen hat.
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Damiano

Torwächter

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200

Samstag, 19. April 2014, 09:00

Ich hatte "Meine Schwester..." 2012 irgendwann gelesen und war ebenfalls sehr sehr angetan. Lustig, traurig, berührend, intelligent. Der Roman hat einfach alles. Und den Tipp mit den Taschentüchern würde ich dringend beherzigen.

Liebe Grüße,

Damiano
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