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samuel

unregistriert

1

Donnerstag, 19. April 2012, 05:26

Programmkino versus Multiplexkino

Hi,
falls das Thema hier falsch liegt, bitte verschieben, ansonsten einfach mit diskutieren.
Seit ich dieses Forum kenne, gehe ich viel öfter mal in so genannte Programmkinos, die natürlich eine andere Auswahl an Filmen zeigen, als die großen Multiplexkinos, die ich übrigens auch sehr gern besuche. Letztere, vor allem bei Filmen, wo ich weis, dass sich eine Menge Menschen dafür interessieren und die Säle auch entsprechend voll sind. Einen Film in einen riesigen, vollbesetzten, Saal zu erleben, hat eine ganz eigene Athmosphäre für sich. Trotzdem ärgert es mich, dass wirklich gute Filme oder sagen wir mal, ungewöhnliche, kreative und anspruchsvolle, fast nie in den großen Kinos erscheinen und auch in den kleineren Kinos nur einige Wochen laufen, da sie schnell ihr interessiertes Publikum ausgeschöpft haben. Wobei die Logik der Kinobetreiber manchmal nur schwer nachzuvollziehen ist. Klar, es geht auch um wirtschaftliche Interessen und ein Kino muss unterhalten werden, ein Film, über den kaum berichtet wird, schauen sich auch nicht viele Menschen an, das ist eine andere Sache. Trotzdem übertragen große Kinos inzwischen Konzerte und Filme laufen regional unterschiedlich in der einen Stadt nur im Programm-, in der Nachbarstadt auch im Multiplexkino. Meine Frage an euch, geht ihr eher ins Multiplex- als ins Programmkino? Was sind für euch die Vorzüge des einen gegenüber dem anderen? Wenn ein Film in beiden Kinoarten läuft, wo würdet ihr hingehen (Ich kann zB in meiner Stadt nicht einen preislichen Unterschied feststellen. Dieses Kriterium zählt also bei mir zumindest, nicht.) und warum? Welche Filme habt ihr zuletzt im Multiplex oder im Programmkino gesehen? Mich interessiert einfach mal euer Kinoverhalten.
Euer samuel.
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Hibiki

Hüter des Lichts

Registrierungsdatum: 7. April 2009

Beiträge: 2 126 Aktivitäts Punkte: 11 055

2

Donnerstag, 19. April 2012, 07:59

Ich mag diese Multiplexkinos gar nicht - zu laut, unpersönlich und niveaulos, meist auch, was das Publikum angeht. Auch haben sie hier in meiner Stadt zwei kleinere Kinos "zerstört", mit denen ich aufgewachsen bin - einer davon zeigte als Abschlussfilm "Cinema Paradiso" und ist jetzt seit langem ein totes brachliegendes Gebäude - ein Relikt der Vergangenheit: Erinnerungen an Szenen-Aushängeschilder und kunstvolle Filmplakate (heute Einheitsbrei bzw. gar nicht mehr vorhanden), welche die Vorfreude auf einen Film ins Unermessliche steigerten, das erregte Gefühl an der Kasse, da man eigentlich noch nicht alt genug für den Film war, heimliche Besuche der Nachtvorstellungen... - aber ich werde zu nostalgisch.
Nein, diese großen Konsumtempel mag ich nicht.
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Ender

Torwächter

Registrierungsdatum: 23. Juni 2010

Beiträge: 4 713 Aktivitäts Punkte: 22 745

Wohnort: Enderversum

3

Donnerstag, 19. April 2012, 09:47

Im Großen und Ganzen schließe ich mich Hibiki an.
Schon als Kind war ich Kinofan und lernte dabei viele Kinos im Raum Hannover kennen. Wenn mein Vater mit mir ins Kino ging, das war das Größte für mich als Kind. Später ging ich natürlich alleine oder mit Freunden. Es gab große und kleine Kinos, alle hatten ihren eigenen Charme, waren sehr ästhetisch ausgestattet, vermittelten Gemütlichkeit. Es gab sogar bestimmte Kinos wo zur Premiere eines neuen Filmes die Schauspieler persönlich erschienen und sich dem Publikum vorstellten. Diese Tage sind unwiederbringlich dahin. Als Fernseher für Privathaushalte von den Kosten her erschwinglich wurden, begann das große Kinosterben, eine Kulturepoche war zu Ende.
Ein Kinopionier aus Hannover ist sowohl Begründer einer Multiplexkette, Cinemaxx, wie auch einer der ersten, die Programmkino machten. Sein Name: Hans-Joachim Flebbe.
Das einzige in Hannover verbliebene Vorstadtkino, Apollo, war eines der ersten Programmkinos überhaupt und arbeitet bis heute nach diesem Konzept. Und es ist fast immer gut besucht. Flebbe baute nach dem gleichen Konzept 4 neue Kinos in Hannover in Bahnhofsnähe neu auf. Und auch diese florieren bis heute. Sie waren nur ein paar Monate zwischendurch geschlossen, als die unmittelbare Umgebung umgebaut wurde.
Gleich gegenüber entstand das erste Cinemaxx der Welt. Das war natürlich aufregend, solange es neu war.
Ein weiteres Kino alter Art überlebte noch in Hannover, das Hochhaus, so genannt weil es unter der großen Kuppel einer früheren Sternwarte in einem alten Hochhaus beheimatet ist. Dieses Kino ist seit Ewigkeiten dem anspruchsvollen Film verschrieben. Auch dieses gehört heute der durch Flebbe gegründeten Kinogesellschaft. Flebbe selber ist vor ein paar Jahren aus der von ihm mitbegründeteten Cinemaxxgesellschaft ausgestiegen. Er ging zurück zu seinen Wurzeln, dem Programmkino, welches er in vielen Orten unseres Landes forciert.
Was heißt für mich Multiplexkino? Vor allem Kino ohne Genuss hauptsächlich auf Grund eines Publikums, dass nicht ins Kino gehört. Das typische Multiplexkino zeichnet sich für mich dadurch aus, dass ungeniert während des Films gequatscht und telefoniert wird, Müll einfach auf den Boden geworfen wird, so dass nach der Vorstellung erst einmal Personal mit großem Besen durch die Reihen gehen muss. Aber selbst das klappt nicht immer. Das macht mir keinen Spaß!! Die Kinoatmosphäre ist dahin. Ausnahme: englische Originalfassungen ohne Untertitel, die ich mir dort manchmal ansehe. Aber da geht dann auch ein etwas anderes Publikum hin.
Dagegen in den Programmkinos ist von vornherein ein Publikum mit anderer Einstellung. Es sind Leute wie ich, die einen guten Film in einer angenehmen Umgebung genießen wollen, wo eben auch die Regeln eingehalten werden, dass während eines Filmes nicht gequatscht wird, sondern noch ein gewisses Gemeinschaftsgefühl praktiziert wird. Quatschen kann man zu Hause vor dem Fernseher!

Wie unschwer erkennbar ist, geht meine Stimme eindeutig an das Programmkino. Nur wenn ich einen bestimmten Film dort nicht sehen kann gehe ich schweren Herzens in ein Multiplex.


Ender
Europa ist unser aller Zukunft. Wir haben keine andere.
Hans-Dietrich Genscher
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samuel

unregistriert

4

Donnerstag, 19. April 2012, 16:59

Ich kann auf Anhieb für meine Stadt alleine 4 Programmkinos zählen und nur 2 größere Multiplexkinos. Wir hatten mal drei Multiplexkinos, aber eine Stadt mit nur 500.000 Einwohnern, da verteilen sich Kinobesucher eben schnell. Ich finde dies bezeichnend, dass die Programmkinos bei uns, bis auf eines, alle die Wendezeiten überlebt haben (und das eine wurde nicht aus Kostengründen geschlossen, sondern, weil das Gebäude den Eigentümer wechselte und der hatte andere Pläne) und eines der Multiplexkinos eben geschlossen werden musste.
Es ist eben so, dass die programmkinos ein anderes anspruchvolles Publikum haben und dementsprechend auch andere Filme zeigen können und da die Säle nicht so groß sind, es sich für diese Kinos auch lohnt, weniger Publikumsmagnete als Spartenfilme zu spielen. Ich finde es interessant, dass diese Programmkinos auch von der jungen Generation besonders rege in Anspruch genommen werden, auch, wenn's sich preislich kein Unterschied mehr zeigt (allerhöchstens beim Popcorn und den Nachos), wie schon erwähnt. Zudem helfen die Schulen auch den kleineren Kinos zu überleben. Wenn wir als Klasse mal einen Film schauten, dann ganz selten im großen, öfter im kleinen Kino.

Was ich auch schön finde, dass Personal wechselt nicht so oft und man verbindet die Kinos auch mit bestimten Gesichtern. Eines der Programmkinos hat einen super-sympatischen, netten und lsutigen Eisverkäufer, der einfach zum Inventar gehört. Solche Athmosphäre fehlt mir einfach in den Multiplexkinos. Dort gehe ich auch hin. Mainstream heißt ja nur, dass es Filme sind, die viele Leute gerne sehen wollen und wenn dem so ist, ist es gut so. Ich liebe es einfach, in riesigen Sälen zu sitzen, aber auch nur, wenn alle anderen Plätze belegt sind. Da ist die Stimung einfach eine andere, als wenn man im halbleeren Saal sitzt. Das Programmkino hat natürlich den Vorteil der Auswahl der Filme und man hat schon das Gefühl zu einen besonderen Kreis (Okay, vielleicht ein wenig übertreiben.) zu gehören, den bestimmte Filme nicht entgehen. Leider muss ich aber auch oft feststellen, dass es viele nicht interessiert, weil über diese speziellen Filme zu wenig berichtet wird und keiner außer mir, die zu kennen scheint (so komt es mir manchmal vor). Da ist es natürlich schwer, andere zu begeistern. So gehe ich dann oft alleine, ohne Freunde, ins Kino und komme nicht in den Genuss, mich darüber auszutauschen (U.a. deshalb bin ich hier gelandet.). Und ihr beide habt Recht. Das publikum ist vernünftiger. Wirft nicht mit Popcorn, redet nicht während des Films und bleibt, was ich auch nett finde, während des Abspanns noch ein wenig sitzen, um den Film wirken zu lassen. Und noch ein Punkt, die Kinder, die schon früh in solche Kinos gehen, werden auch später öfter in den programmkinos zu finden sein und sei es nur der preislichen Unterschiede (die bei mir ja nicht mehr existieren), so es sie denn gibt.
samuel.
P.s. Haley hat eine mail bekommen, zur Schreibfehler-Korrektur. Danke, lieber Ender, für deinen Hinweis.
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adjaan

Torwächter

Registrierungsdatum: 6. Februar 2004

Beiträge: 2 508 Aktivitäts Punkte: 13 555

Wohnort: BangKok

5

Donnerstag, 19. April 2012, 17:22

Ich war das letzte mal in nem Kino Anno Domini 1995.... :D
Kann sehr gut ohne ne große Leinwand leben... :lol:
Von der Wiege bis zur Bare...... Formulare, Formulare, Formulare! :(
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Octo

Torwächter

Registrierungsdatum: 4. Juli 2004

Beiträge: 3 760 Aktivitäts Punkte: 19 995

Wohnort: Berlin

6

Donnerstag, 19. April 2012, 17:48

Zitat

In den legendären »Havel-Lichtspielen«, einem 1911 zum ersten »Kinematographentheater« Spandau umgebauten Ballhaus, war ab 1969 nur noch ein Supermarkt zu finden – ein Schicksal, das auch zahlreiche andere Kinos teilten, wie das »Rex«, das »Tropfsteinkino« oder das »Forum«.
In die Havel-Lichtspiele jedoch zog in den 90ern wieder ein Kino ein, heute heißt es Cineplex. Dagegen sind Namen wie Capitol, Tivoli, Odeon, Savoy oder Bio-Lichtspiele nur noch den älteren Spandauern bekannt, sie stehen heute leer oder wurden abgerissen.

(http://www.berlinstreet.de/2228)

Tja, in welcher Stadt war die Entwicklung anders ? ;(

Ich weiß nicht, der Aufwand und die Kosten eines Kinobesuchs stehen für mich heutzutage in keinem Verhältnis mehr zum Genuss.
Wenn überhaupt, dann möglchst ein Film, der einem sonst weder durch TV oder DVD zugänglich wäre. Meist Originale in Programmkinos. :rolleyes:
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Prometheus

Critical User

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Beiträge: 8 240 Aktivitäts Punkte: 41 990

Wohnort: Home Office/Studio

7

Donnerstag, 19. April 2012, 18:09

Gemeinschaftserlebnis kann man auch bei sich zu Hause schaffen...Leute einladen, oder sich einladen lassen, Glotze/Beamer an Blu-Ray/DVD rein...fertig. Das moderne Kino ist eh immer mehr zu nem Freizeitpark mutiert. Keinen interessiert mehr der filmische Inhalt, Hauptsache laut und bunt. Zu Hause kann man wenigstens reden (ja ich gehöre zu den Leuten, die auch ab und zu ein Redebedürfnis während eines Films entwickeln) und schnell aufs Klo springen, den Film mal kurz anhalten etc... das möchte ich nicht missen. 8) Wenn ich ein Erlebnis will geh ich in nen Freizeitpark. ^^
Vive et alios sine vivere!

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Maxtefs

Kaffeekocher

Registrierungsdatum: 27. September 2012

Beiträge: 5 Aktivitäts Punkte: 25

8

Dienstag, 2. Oktober 2012, 12:34

Es interessieren mich halt nicht alle independent Filme, aber sonst gehe ich schon gerne in kleinere Kinos, manche haben sowieso coole Saale! Säle? wie auch immer :D
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Tombego

Kaffeekocher

Registrierungsdatum: 19. September 2012

Beiträge: 5 Aktivitäts Punkte: 25

9

Donnerstag, 4. Oktober 2012, 11:47

Gemeinschaftserlebnis kann man auch bei sich zu Hause schaffen...Leute einladen, oder sich einladen lassen, Glotze/Beamer an Blu-Ray/DVD rein...fertig.
Stimmt, aber mit Beamer ist es schon noch mal was anderes. Leider eher weniger vertreten in meinem Freundschaftskreis :/ Aber man kann halt auch nebenbei plaudern und so, das geht im Kino eher nicht, oder ist zumindest sehr unhöflich :P
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