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Forssell

Imperator

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1

Donnerstag, 30. Juni 2005, 19:43

Die Wilden Kerle 3

Also es wird ja bald ein neuer Film von den Wilden Kerlen rauskommen.
Das Thema ist hier alles über den neuen Film und über euer meinung was im neuen Film passieren wird!!!!!!!!!! 8) 8) 8)
Tschö Felix
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Damiano

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2

Freitag, 1. Juli 2005, 23:10

Also, ich habe mir auf der DVD des ersten Films die Inhaltsangaben der Bücher durchgelesen. Ich würde es gut finden, wenn die Geschichte mit dem brasilianischen Jungen verfilmt wird, der zu den wilden Kerlen stößt. Leider weiß ich den Titel nicht, aber es klang interessant.

Wilde Grüße,

Damiano
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Forssell

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3

Sonntag, 3. Juli 2005, 21:14

Das Buch heißt: Rocce der Zauberer!!!!!!!!!
Tschö Felix
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Damiano

Torwächter

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4

Sonntag, 3. Juli 2005, 23:40

OK, danke für den Hinweis! Genau, das würde ich mir wünschen, weil es bestimmt auch viele nette Fußballszenen geben würde. Welches Thema würdest du dir denn wünschen oder auch die ganzen anderen wilden Kerle hier :D?

Zauberhafte Grüße,

Damiano
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Forssell

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5

Mittwoch, 6. Juli 2005, 13:14

Also ich wurde mir das 13 Band wünschen.Hab ne Leseprope gelesen:

Biestige Biester

„Dafür müssen sie büßen!“
Meine Stimme war immer noch heiser, doch dafür war sie jetzt rauh. So rauh wie Sandpapier mit der gröbsten Körnung und sie hätte jeden Feind in den Boden geschliffen! Doch das konnte sie nicht. Ätzende Hexenspotze! Der Feind war nicht da.
Statt ihm lag der grüne Ball auf dem Amboss und brannte sein Logo in unsere Netzhäute ein.
„Biestige Biester“ stand da in augenausbeißerisch-vulkanroter Schrift und die schlängelte sich Feuerlindwurm- und Giftnattertückisch durch die Augen und Nasenlöcher eines Flederkatzentotenkopfschädels hindurch.
Wir saßen auf Camelot, unserer Feste, und hatten das alte Holzfass in unsere Mitte gerollt. Das machten wir immer, wenn eine Gefahr heraufzog, und das, was hier gerade passierte, das sage ich euch, das war noch viel mehr.
„Los! Lies das hier vor!“, befahl ich Raban und hielt ihm den rosa Zettel vor seine Nase.
Der Junge mit der Coca-Cola-Glas-Brille zuckte erschrocken zurück.
„Wieso ich?“, fragte er, als wär der Zettel vergiftet.
„Weil du unser Manager bist“, antwortete ich, „und weil sich sonst kein anderer traut.“
Raban schluckte. Er schaute sich um. Er hoffte doch wirklich, ich hätte gelogen, doch ich hatte ihnen allen die Geschichte erzählt.
Ich hatte es keinen Augenblick länger ertragen. Der Vormittag in der Schule war die reinste Tortur. Dreimal sprang ich im Unterricht auf. Ich rannte zur Tür. Ich wollte hinaus. Ich dachte doch wirklich, es hätte geläutet. Doch dabei war es beim dritten Mal erst viertel nach acht. Mann-Oh-mann-oh! Am vorletzten Schultag musste ich zum Direktor und - Dreistündiger Hexenfurz! -der ließ mich gar nicht mehr gehen. Selbst nachdem der Schlussgong ertönt war, selbst nachdem die Putzfrau die Regalbretter abgestaubt hatte und die Blumen gegossen, selbst nachdem der Hausmeister die Schule abgesperrt hatte und verflixt noch mal zu Hause vor seinem Fernseher saß, selbst dann hielt mich der Direktor immer noch fest. Er saß einfach vor mir und grinste mich an. Dabei hatte ich ihm doch nur gesagt, was ich von der letzten Schulwoche hielt. Verflixt! Sie war die reinste Schikane. Und genau das bewies er mir jetzt. Das bewies er mir acht lange Stunden bis um viertel nach drei.
„So, von und zu Theumer,“ lächelte er triumphierend, „jetzt darfst du gehen.“
„Oh. Das ist aber schade.“, grinste ich eiskalt zurück, „Ich hab´ schon gedacht, wir spielen noch `ne Runde Kanaster.“
Doch diese Coolness war Fake. In Wirklichkeit saß mir die Angst in den Knochen. Ich floh aus der Schule. Ich sprang auf mein Bäckerradseifenkistenflaggschiff-Fahrrad und raste wie wild durch die Stadt. Ich raste nach Camelot. Ich kappte das Seil mit dem Sandsack. Ich katapultierte mich auf den höchsten der Türme und blies in das Horn: in Camelots Horn und das hallte quer durch die Stadt. Es hallte bis in den Teufelstopf, wo die Wilden Kerle trainierten. Der Holzzaun vibrierte um sie herum. Willi, unser Trainer, verlor vor Schreck seinen Hut. So standen ihm die Haare zu Berge. Und - Mann-Oh-mann-oh! - danach dauerte es keine sieben Minuten, da waren alle dreizehn Kerle bei mir. Sie stoben im Pulk in Julis Garten hinein. Sie sprangen im Fahren aus ihren Sätteln. Sie schnappten sich Leitern und Seile und stürmten dann so, als wollten sie Camelot entern, in die riesige Halle unseres Baumhauses hinein.
„Was ist los?“, fragten sie aufgeregt und wild durcheinander.
„Was ist denn passiert?“
„Markus, was soll das?“
„Warum bist du nicht zum Training gekommen?“
Doch dann entdeckten sie den Ball auf dem Amboss und als hätte sie dieses Ding hypnotisiert, verstummten sie alle sofort. Sie setzten sich wortlos. Sie sackten zu Boden. Kein „Kacke verdammte!“, kein „Sakra Rhinozeros-Pups!“, nein, nicht einmal ein „Heiliger Muckefuck!“ oder ein „Schitte!“ waren zu hören. Sie saßen nur da. Sie starrten auf das augenausbeißerisch-vulkanrote Logo und sie wurden ganz blass, als ich ihnen die Geschichte erzählte. Ja, und Maxi „Tippkick“ Maximilian, dem Mann mit dem härtesten Bumms auf der Welt, zog es alles Blut aus den Adern, als er von der Macht des Schusses erfuhr, mit der dieser Ball in meinem Zimmer einschlug. Katta-ta-wumm!
„So, und jetzt liest du bitte diesen Zettel hier vor!“
Raban, dem Held, standen seine Hörner zu Berge. Er schaute mich an, als schickte ich ihn, nur mit einer Pumuckelunterhose bekleidet, in den Ballettunterricht. Doch ich wusste, es würde noch schlimmer. Ich hatte den Brief schon heute Morgen gelesen und das war eindeutig einmal zu viel. Ein zweites Mal würde mich wahnsinnig machen. Doch die anderen mussten es hören.
„Beim brodelnden Hexenkessel! Raban, worauf wartest du noch?“
Raban nahm den Brief mit zitternden Händen. Er entfaltete das zerknüllte Papier. Er putzte die Angst von seiner Coca-Cola-Glas-Brille und würgte einen Klos aus dem Hals. Erst einen, der so groß war, wie eine Melone. Dann einen, der so groß war wie zwei. Ja, und dann würgte er noch mal so lange, bis ein ganzer Melonenlastwagen aus seinem Hals herausgeplumpst kam. Grunzender Teufelsrülpser! Und selbst dann war seine Stimme immer noch heiser.
„Okay, also gut! Wie du willst.“, flüsterte er und dann begann er endlich … nein, das stimmt nicht ganz! Halt! Dann begann er leider Gottes zu lesen.
„Hey und Hallo!“, las Raban ganz leise. „Das ist ja echt lustig. Euch gibt es in Echt. Und wir müssen Euch leider ein großes Kompliment machen: Wir haben schon so viele Sachen über euch wilde Racker gehört.“
Raban stockte der Atem. Er schnappte nach Luft und dann plusterte er sich wie ein Maikäfer auf, der ein Rhinozeros sein will.
„Wilde Racker!“, fauchte er und stampfte dabei auf den Boden. „Das steht da ja wirklich. Habt ihr das alle gehört?“
„Los, Raban, lies weiter!“, forderte ich ihn erbarmungslos auf, „Das ist erst der Anfang!“
Leon und Marlon blitzten mich an. Sie wollten mich stoppen, doch das ließ ich nicht zu.
„Raban, was ist!“, fuhr ich meinen Freund an und wenn ihr es wollt, könnt ihr es jetzt und für immer behaupten: Markus, der Unbezwingbare trägt alleine die Schuld. Er trieb die Wilden Fußballkerle in ihr Verderben.
Aber ich konnte nicht anders. Verflixt! Versteht ihr das nicht? Das ist wie bei der Fabel vom Scorpion und dem Frosch. Das hat euch Joschka doch schon erklärt, als wir uns alle vor Gonzales versteckten: vor Gonzo Gonzales, dem blassen Vampir.
„Raban, was ist?!“, wiederholte ich ungeduldig und mit diesen drei Worten nahm unser Schicksal seinen endgültigen Lauf.
„Oh, sorry.“, las Raban. „Jetzt werdet Ihr ganz bestimmt wütend. Aber Ihr wolltet doch immer, dass man aufrichtig ist. Und das sind wir jetzt, hört ihr, und die Wahrheit tut weh. Ihr seid keine Kerle, Ihr seid höchstens Racker und dass Ihr die wildeste Fußballmannschaft der Welt sein wollt, ist deshalb ein Witz. Euer Teufelstopf ist ein Bolzplatz und der schwarze Ball eine Murmel. Euer Baumhaus würde bei uns nur als Gartenlaube durchgehen. Ja, und für die Dimension Acht, in der ihr herumkickt, fällt uns leider nur ein Name ein: Pampasliga. Ha! Was sagt ihr jetzt?“
Raban, der Held, schnappte nach Luft. Seine Augen wurden größer als seine Coca-Cola-Glas-Brille und dann plusterte sich auch der Rest von ihm auf. Er wuchs auf dreifache Rhinozerosgröße. Er würde gleich platzen, so wütend war er …, doch das war zu früh.
„Lies weiter!“, befahl ich und Raban gehorchte.
„Ha! Was sagt ihr jetzt?“, las er mit bebender Stimme. „Nun, wir hoffen, Ihr kneift nicht und werft den Brief nicht gleich weg, so wie ihr es mit Vanessas Brief vor einem Jahr machen wolltet. Denn dann verpasst ihr eure einzige Chance: Die wildeste Fußballmannschaft der Welt sind nämlich wir: die Biestigen Biester, und dass Ihr so berühmt seid und uns keiner kennt, ist eine Schande und eine Beleidigung, die alle Drachen, Nattern und Vipern sofort aus der Haut fahren lässt.
Deshalb fordern wir euch heraus. Das seid Ihr uns schuldig. Wir fordern, dass Ihr gegen uns spielt: in einer Woche, am 5. August, in der Natternhöhle in Hamm in Westfalen. Bei Sonnenuntergang erwarten wir Euch und dann werden wir es allen beweisen. Dann schießen wir Euch in die Wüste hinein und danach bis ans Ende der Welt. Dafür reißen wir uns unsere Giftzähne aus. Das versprechen wir Euch!
Doch falls Ihr so seid, wie wir es vermuten. Falls Ihr gar nicht erst kommt oder es nicht rechtzeitig schafft, nun, dann solltet ihr Euch ganz schnell verstecken. Am besten auf Camelot, in Eurem Schrebergartenbaumhäuschen, und dort solltet Ihr bleiben, bis Ihr alt und datterig seid.
Denn auch dann wird die Welt die Wahrheit erfahren. Sie wird von uns hören, wer Ihr in Wirklichkeit seid: ein Haufen kleiner Jungs, die Weihnachtsschmuck basteln und die am liebsten nicht Fahrrad, sondern Bobbie-Car fahren.
So, jetzt sind wir fertig und wir hoffen, es geht Euch noch gut. Nutzt Eure Chance, auch wenn sie gar keine ist. Der Sommer gehört dem, der am wildesten ist, und macht Euch nicht gleich in die Hosen.
Wir grüßen Euch alle mit unserem Klapperschlangengerassel!
KSSSSSS! KSSSSSS!
Eure Biestigen Biester.“
Beim dampfenden Teufelsdreck
Die Stille, die nach dem Brief auf Camelot herrschte, war eine Stille á la Maxi „Tippkick“ und zwar zu der Zeit, als er wirklich stumm war und seine Beine aus Gummi.
Es war eine Ich-hör-das-Kochen-und-Brodeln-des-Blutes-in-meinen-Adern-Stille. Es war, als hörten wir das Gefühl, das uns wie heißkalte Kakerlaken den Rücken hinab und über das Steißbein bis in die Unterhosen huschte. Beim dampfenden Teufelsdreck! Und dabei hörten wir nichts. Nein! Wir konnten nichts hören, denn wir hatten Schiss! Die Luft um uns herum war plötzlich aus Watte. Sie erstickte jedes Geräusch und sie kroch uns bei jedem Versuch, den Mund nur zu öffnen, in die Kehlen hinein. Schleimschimmlige Hexenkobra! Selbst Fluchen konnten wir nicht und wir drohten vor Wut schon zu explodieren, da sprang Leon endlich und - Gott sei Dank! - auf.
Er sprang auf und schlug die Faust durch die Watte. Er schlug sie mit aller Kraft gegen die Wand.
„Kaaaaake Veeeerdaaaaamte!“, schrie er dabei, wie jemand der Kopf unter Rübenkraut schreit.
Doch sein Schlag war so mächtig, dass die Bretter zerbarsten, und mit diesem Schlag befreite er uns. Die Watte verschwand. Wir konnten atmen und im nächsten Augenblick schwappte eine Welle aus Flüchen und Schimpfwörtern aus uns heraus.
„Südbrasilianische Meerschweinchenpisse!“
„Beim drei-hei-beinigen Ochsenfroschfurz!“
„Terro-touristische Stachelbeerbiester!“
Und:
„Heiliger Muckefuck!“
Raban zerknüllte den Brief und während wir fluchten, kickten wir den rosa Zettel durch das Baumhaus hindurch.
„Schlotterbein!“
„Schitte noch mal!“
„Kreuzhühnerkackkümmel!“
„Hippopotamusbullenpropellerschwanzmist!“
„Kacke verdammte!“
„Verflixt und vernäht!“
Und:
„Krumpelkrautrüben und Krapfenkrätziger südsee-karibischer Schlitzohrenpirat!“
Mann-Oh-mann-oh! Das tat vielleicht gut. Danach fühlten wir uns alle tausendmal besser. Der Brief lag zerfetzt in der hintersten Ecke, doch dann fiel unser Blick auf den giftgrünen Ball. Er starrte uns an: aus seinem augenausbeißerisch-vulkanroten Flederkatzentotenkopfauge und nur einen halben Atemzug später, war alle Erleichterung weg. Sie verdampfte wie ein Wassertropfen auf der heißen Herdplatte.
„Na-ha bra-havo!“, zischte Deniz, der Türke, „Und was machen wir jetzt?“
„Der 5. August liegt in den Ferien.“ Felix, der Wirbelwind, konnte vor Asthma kaum sprechen. „Da bin ich auf Helgoland und Maxi in Dänemark …“
„Und ich“, schimpfte Vanessa, die Unerschrockene, „lass mir mit meiner Oma zusammen Fango-Packungen geben.“
„Ja, Krumpelkrautrüben! Und selbst wenn wir hier wären, würd´ uns das nicht viel nützen. Unser Opa wohnt in Hamm in Westfalen und das ist über sechshundert Kilometer weit weg.“ Marlon, die Nummer 10, der sonst nie die Fassung verlor, riss sich sein Stirnband vom Kopf und warf es zu Boden.
„Und ich“, brummte Rocce, „ich bleib in Brasilien!“ Der Zauberer riss sich den Fledermausflügel vom Hals. „Beim Santa Panther im Raubkatzenhimmel! Ich komme nie mehr nach München zurück.“
„Wie bitte?“, entfuhr es Annika. Die Drachenreiterin wurde ganz blass. Sie liebte Rocce und er liebte sie.
„Nein. Ich komm nicht zurück.“ Der Brasilianer blieb stur. „Ich denk nicht daran. Du kannst nicht erwarten, dass ich dann noch hier leb´. Ich mein, nach den Ferien, wenn alle Welt denkt, dass ich, Rocce, Ribaldos Sohn, Bobbie-Car fahr und in der Pampasliga spiel´!“
„Okay!“, fauchte Annika so trotzig wie er, „Dann bleib ich im Bayerischen Wald!“
„Und ich in den Alpen.“, beschloss Raban, der Held. „Ich lass mir `nen Bart wachsen, dass mich keiner erkennt. Ich such mir `ne Höhle, in der mich keiner mehr findet, und dann werde ich klamm und ganz heimlich der erste tiroler Zen-buddhistische Mönch.“
Er seufzte und setzte sich auf den Boden. Ja, und Joschka setzte sich auch.
„Terro-touristische Einsiedlerkacke!“, hauchte die siebte Kavallerie. „Dann gibt es die Wilden Kerle nicht mehr.“
Er schaute verstört in die Runde. Wir waren wachsbleich. Ja, so wie wir aussahen, konnte man uns alle sofort in ein Wachsfigurenkabinett stellen, zusammen mit einem riesigen Schild. Das war quietschrosa und auf dem stand in giftgrüner Tinte: Hier seht ihr die Wilden Racker, ha! Die angeblich wildeste Fußballmannschaft der Welt.
Leon und Marlon blitzten mich an.
„Warum hast du diesen Brief nicht einfach zerrissen?“, zischte der Slalomdribbler, „Dann wär´ alles noch so, wie es war.“
„Leon hat Recht!“, stand ihm sein Bruder zur Seite. „Was interessiert uns Hamm in Westfalen. Das ist über 600 Kilometer weit weg.“
„Genau.“, lachte Leon, „Wir ignorieren sie einfach. Wir tun einfach so, als hätten wir den Brief nie gekriegt.“
„Ja, und den Ball vergraben wir bei uns im Garten.“, fügte Fabi lachend hinzu.
„Oh ja, ganz genau! Und dann verstecken wir uns!“ Ich konnte meinen Spott nicht mehr verbergen. Das Verhalten meiner Freunde war eine Schande für mich. „Und wenn der zweite Brief kommt oder der dritte, dann verstecken wir uns einfach noch mehr.“
„Jetzt mach mal `nen Punkt!“, empörte sich Leon. „Sowas kommt doch bestimmt kein zweites Mal vor.“
„Träum weiter!“, wischte ich seine Bemerkung hinweg. „Und besorg dir lieber `nen Bart. So einen wie Raban ihn schon nach dem ersten Brief trägt, denn wenn der fünfte oder sechste bei uns eintrudeln werden, sitzen wir alle bei ihm in der Höhle.“
Ich suchte nach Rocce und Annika und strafte die beiden mit purer Verachtung.
„Entschuldigung, oder im Bayerischen Wald. Mann-Oh-mann-oh, bist du vielleicht feige.“
Annika, die Drachenreiterin senkte den Blick.
„Aber der feigste von allen ist Rocce.“, rief ich. „He, guckt ihn euch an. Ich mein, solang er noch da ist. Denn er läuft von uns allen am weitesten weg.“
„Sag das noch mal!“, fauchte der Brasilianer und dann traf mich sein Schlag direkt auf das Kinn. „Na, komm schon, ich warte!“
Ich schaute ihn an. Rocce hob seine Faust und die sah noch mehr nach Schmerz aus als seine erste.
„Sag das nochmal!“, drohte er mir.
Ich spürte das Blut, das sich auf meiner Zunge verteilte.
„Hey! Ist ja schon gut!“, sagte ich und rieb mir die Wange. „Das fühlt sich ja schon viel besser an.“ Ich schenkte Rocce ein ganz mildes Lächeln. „Jetzt bist du trotz aller Feigheit noch wütend geworden.“
Der Brasilianer schlug zu. Blitzschnell und ohne Vorwarnung schoss die Faust auf mich zu. Doch ich war noch schneller. Ich wich ihr aus. Ich packte den Arm. Ich nutzte die Kraft seines Schlages noch aus und schleuderte Rocce quer durch den Raum. Der Zauberer krachte gegen die Baumhauswand und blieb dort verdattert liegen.
„Wow!“, staunte er. „Wo hast du das denn gelernt?“
Doch ich hatte keine Zeit für lange Geschichten.
„Komm schon! Steh auf!“ forderte ich. „Ich dachte, du willst mich verprügeln.“ Das Blut in meinem Mund schmeckte nach Eisen und Kampf. „Los, komm schon. Ich warte. Oder war das schon alle Wut, die du hast?“
Rocces Augen verengten sich zu ganz schmalen Schlitzen. Doch er sprang nicht auf. Er musterte mich. Und ich spürte die Blicke der andern. Alle 13 Wilde Kerle starrten mich an. Sie starrten mich an, als wär´ ich keiner von ihnen, als käm ich direkt aus dem finstersten All. Denn so einen Streit, das wusste ich auch, hatte es noch nie in unserer Mannschaft gegeben.
„Was willst du von uns?“, fragte Rocce feindselig und ich schleuderte ihm meine Antwort direkt ins Gesicht.
„Ich will euren Stolz! Verflixt, ich will stolz auf euch sein! Ich will mich nicht für euch schämen. Kapiert ihr das nicht? Beim dampfenden Teufelsdreck! Dieser Brief ist `ne Ehre. Das ist so wie bei Doc Holiday oder Billie the Kid.“
„Billie se was?“, fragte Joschka verdattert. „Ich kenn nur Billie, den Flugzeugpropeller-Ringelsocken-Klapperschlangen … Autsch!“
Die Kopfnuss von Juli kam direkt aus dem Nichts.
„Oh Mann, bist du dämlich!“, ärgerte sich „Huckleberry“ Fort Knox. „Billie the Kid ist ein Revolvermann, Dummkopf, und er war der beste und schnellste, den es je gab.“
„Genau.“, sagte ich. „Und weil das so war, wurde er von allen Revolvermännern gejagt. Sie jagten ihn nur, um ihm eins zu beweisen: dass sie besser waren als er.“
Ein Raunen ging durch die Halle von Camelot und Fabi pfiff durch die Zähne.
„Heiliger Muckefuck!“, strahlte der schnellste Rechtsaußen, „Und wir sind Billie the Kid?“
„Ja“, antwortete ich, „so kann man das sagen und deshalb werden wir wie er gejagt.“
„Von den Biestigern Biestern.“, zischte Felix.
„Das sind die ersten.“, gab ich ihm Recht. „Doch es werden noch viele andere folgen. Es sei denn, ihr steckt den Kopf in den Sand und gebt euch mit der zweiten Reihe zufrieden.“
„Kacke verdammte!“, fluchte Leon. „Ich hab keine Angst. Von mir aus können sie kommen. Jeden Tag können sie das. Ich schieß sie gern auf den Mond. Doch kommen müssen sie selber.“
Leon versuchte zu lachen.
„Ich mein, was ist denn das für ein Jäger, der sich 600 Kilometer entfernt von seinem Gegner versteckt und ihn herausfordert, wenn er Ferien hat. Verflixt! Wir sind doch gar nicht zuhause.“ Leon versuchte noch immer zu lachen. „Das ist doch ein Witz und dazu ein ganz schlechter.“
„Ach, findest du wirklich?“, fragte ich ihn. „Ich glaube, die Sache ist absolut ernst.
„Ach ja, meinst du wirklich?“ frotzelte Leon.
„Ja, das meine ich wirklich!“, gab ich zurück. „Und ich gehe noch weiter. Ich mein, du hast Angst.“
„Ich lache mich tot!“, wehrte sich der Slalomdribbler.
„Nur gelingt dir das nicht. Habe ich Recht?“ Ich wurde ganz ernst. „In Hamm haben die Ferien nämlich schon längst begonnen und die Biestigen Biester waren bei uns. Eiskalter Teufelsfluch, Leon, jetzt wach doch mal auf. Wer sonst hat den Ball durch mein Fenster geschossen?“
Leon schnappte nach Luft. Er wollte was sagen, doch er konnte es nicht. Er wusste, dass das, was ich sagte, der Wahrheit entsprach. Alle wussten sie das und deshalb war es jetzt still.
Absolut still.
Doch diese Stille war gut. Sie kroch uns nicht wie eine Anaconda aus Watte in unsere Münder und Kehlen hinein. Sie war keine Panik. Nein, sie machte uns frei. Es war die Stille vor einem mächtigen Sturm, in der ein lauer Frühlingswind weht. Und der umspielte jetzt unsere Schläfen. Er roch nach Aufbruch, nach Mut und nach Kampf und er verwandelte uns wieder in das, was wir waren: in die Wildeste Fußballmannschaft der Welt. Beim brodelnden Hexenkessel! Und auch Leon, der Slalomdribbler wurde wieder der alte: der wildeste Kerl unter tausend.
„Kacke verdammte!“, lachte er wieder und dieses Mal lachte er wirklich. „Kacke verdammte, dann ist es halt so. Dann müssen unsere Eltern wohl diesmal allein in die Sommerferien fahren.“

Das ist die Leseprope.
Tschö Felix
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Damiano

Torwächter

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6

Mittwoch, 6. Juli 2005, 19:04

Danke für die Leseprobe. Ich hoffe, du hast das irgendwie reinkopiert und nicht alles abgetippt :D. Klingt jedenfalls auch interessant und es scheint ja doch in den weiteren Büchern auch weitere neue wilde Kerle zu geben.

Liebe Grüße,

Damiano
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zyx379

Kaiser

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7

Freitag, 22. Juli 2005, 13:05

Und hier die offizielle Ankündigung des FFF:

http://www.fff-bayern.de/index.php?m=sa&aid=6&m2=sf

Auch der Kinostart steht schon fest:

http://www.zelluloid.de/filme/index.php3?id=8038
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Damiano

Torwächter

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8

Freitag, 22. Juli 2005, 14:59

Cool, danke für den Service. Na, da hast du ja Glück gehabt, Forssell :D, dein Band ist es :+:.

Biestige Grüße,

Damiano

EDIT: Oh und Constantin Gastmann ist wieder dabei. Find ich gut.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Damiano« (22. Juli 2005, 15:00)

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Forssell

Imperator

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9

Sonntag, 24. Juli 2005, 17:23

Danke für die Infos B'Elanna Torres!!!!!!!!!!
Freu mich schon drauf *Datum im Kalender rot anstreichen* :D :D :D
Tschö Felix
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Randy

Kaiser

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Beiträge: 474 Aktivitäts Punkte: 2 460

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10

Sonntag, 24. Juli 2005, 18:27

Zitat

Jimi Blue Ochsenknecht ist in diesem Jahr nicht nur an den "Wilden Kerlen III" beteiligt, sondern übernimmt nun auch eine Sprechrolle im ZeichentrickKinofilm "Heidi".

Quelle

:D

MfG
Randy

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Randy« (24. Juli 2005, 18:34)

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Scarlet

unregistriert

11

Dienstag, 16. August 2005, 21:37

Der Film ist so cool, besonders weil Wilson Ochsenknecht mitspielt!!!
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Huckleberry

unregistriert

12

Mittwoch, 17. August 2005, 01:09

Falsch.
Weil Jimi Ochsenknecht, Kevin Ianotta und Deniz Sarsilmaz mitspielen! :D

Ach ja: HWK in der Kasperwelt, Scarlet!
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Damiano

Torwächter

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13

Mittwoch, 17. August 2005, 12:59

Zitat

Original von Huckleberry
Falsch.
Weil Jimi Ochsenknecht, Kevin Ianotta und Deniz Sarsilmaz mitspielen! :D



Auch nur zum Teil richtig. Weil Raban Bieling, Deniz Sarsilmaz und Leon Wessel-Masannek mitspielen :rofl:.

Liebe Grüße,

Damiano
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Danksagungen: 12

14

Mittwoch, 17. August 2005, 15:34

Demnächst haben wir die komplette Besetzung durch ;) :D :lol:
Wir verlangen, das Leben müsse einen Sinn haben,
aber es hat nur genau so viel Sinn wie wir ihm geben.
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zyx379

Kaiser

Registrierungsdatum: 17. Mai 2005

Beiträge: 293 Aktivitäts Punkte: 1 500

15

Montag, 22. August 2005, 21:40

Für alle, die wissen wollen, worum es in Teil 3 geht:

http://www.zelluloid.de/filme/index.php3?id=8038
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zipfel:)

König

Registrierungsdatum: 6. Januar 2005

Beiträge: 196 Aktivitäts Punkte: 1 030

16

Dienstag, 30. August 2005, 22:46

Noch ein Artikel:



Drehstart für "Wilde Kerle 3"
PRODUKTIONSNEWS
18.08.2005 - 20:20 Am 17. August begannen die Dreharbeiten für das heißersehnte neue Abenteuer aus dem Wild-Kerle-Land: DIE WILDEN KERLE 3 - und die Biestigen Bieste. Was war das bloß für eine Blamage. Nachdem die Nationalmannschaft die WILDEN KERLE im Teufelstopf mit einem 25:1 hinter den Mars geschossen hat, gehen Vanessa und die Jungs tief geknickt getrennte Wege. Doch dann taucht plötzlich Fabi auf, Leons ehemals bester Freund. Mit einer direkten Kampfansage fordert er die WILDEN KERLE heraus, ihren Titel als wildeste Fußballmannschaft der Welt zu verteidigen.

Würden sie kneifen, dann wären sie das, was er schon immer geglaubt hat: Nämlich feige! Doch wer gedacht hat, das Team würde sich dieser Herausforderung sofort stellen, der irrt. Denn längst haben die ehemals wildesten Kicker etwas ganz Anderes im Kopf als Fußballspielen. Zum Glück gibt es Nerv. Er ist der größte Fan der WILDEN KERLE, der mit seiner ungebremsten Energie die Mannschaft unbedingt wieder zusammentrommeln und den vergessenen Kampfgeist in ihnen wachrufen will. Für Nerv ist glasklar: Dieses Duell dürfen sie sich einfach nicht entgehen lassen, denn Fabi tritt mit niemand Anderem an als mit einer waschechten 1A Mädchen-Fussballmannschaft: Die BIESTIGEN BIESTER sind eine giftige Spezies, die es den WILDEN KERLEN einmal so richtig zeigen wollen! Im Morgengrauen in der Natternhöhle kommt es zum wildesten aller wilden Showdowns: Zwischen den WILDEN KERLEN und den BIESTIGEN BIESTERN, zwischen Leon und Fabi, zwischen Maxis Vater, dem Schicksal und Nerv.

Als Regisseur und Drehbuchautor ist auch diesmal der Bestseller-Autor der Kinderbuchreihe „Die wilden Fußballkerle", Joachim Masannek, die Nummer 1 der Aufstellung. Zusammen mit Kamerafrau Sonja Rom, den Produzenten Andreas Ulmke-Smeaton und Ewa Karlström von SamFilm und Maike Haas von Buena Vista International ist das eingespielte Team zu einem neuen Fußball-Abenteuer bereit.

Und auch DIE WILDEN KERLE höchstpersönlich treten im 3. Teil mit der bekannten Stamm-Mannschaft an: Jimi Blue und Wilson Gonzalez Ochsenknecht als die Brüder Leon und Marlon, Sarah Kim Gries als Vanessa, Marlon Wessel als Maxi, Leon Wessel-Masannek als Markus, Kevin Iannotta als Joschka, Konrad Baumann als Juli und Raban Bieling als Raban werden die verschiedenen Drehorte in Niederbayern in ein Wilde-Kerle-Land verwandeln! Nicht zu vergessen der kleine Nerv, gespielt von Nick Reimann, der beweist, was es heißt, ein richtiger Fan zu sein! Ebenfalls wieder mit dabei ist Uwe Ochsenknecht als Bankdirektor und Fußball verachtender Vater von Maxi.

Gefördert wird der Film durch den FilmFernsehFonds Bayern, den Bayerischen Bankenfond und durch die FFA - Filmförderungsanstalt.

Mit Festival-Erfolgen begeistern die WILDEN KERLE ihre Fans: Zum zweiten Mal in Folge gewannen sie auf dem renommierten Kinder-Film-Festival im italienischen Giffoni den ersten Preis in der Kategorie KIDZ und hatten die kritische Jury, die ausschließlich aus Kindern besteht, wieder voll hinter sich. Ebenfalls zum zweiten Mal in Folge haben sich die WILDEN KERLE eine Nominierung für den besten Kinder-/Jugendfilm beim Deutschen Filmpreis 2005 erschossen.


Voraussichtlicher Kinostart für DIE WILDEN KERLE 3: Frühjahr 2006.
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JayJay

Kaiser

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18

Freitag, 16. September 2005, 14:52

Den gibts da glaub ich nicht mehr! :)

Hier hab ich was neues gefunden...

http://www.pnp.de/lokales/news.php?id=31297
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Octo

Torwächter

Registrierungsdatum: 4. Juli 2004

Beiträge: 3 760 Aktivitäts Punkte: 19 995

Wohnort: Berlin

19

Freitag, 16. September 2005, 21:12

Ab welchem Alter befindet man sich in den Fussballvereinen in der Abt. "Alte Herren"? :lol:

Sorry, mein ja bloß,
Octo
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JayJay

Kaiser

Registrierungsdatum: 17. Februar 2005

Beiträge: 395 Aktivitäts Punkte: 2 080

20

Dienstag, 4. Oktober 2005, 20:33

Hier hab ich ein paar bilder vom neuen film gefunden, leider sind die etwas klein, aber egal...
»JayJay« hat folgende Dateien angehängt:

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »JayJay« (4. Oktober 2005, 21:55)

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