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1

Sunday, August 4th 2019, 8:35pm

Neue Produktion von "Lord of the Flies"

Known Universe, die von den tentpole writers Lindsey Beer, Nicole Perlman und Geneva Robertson-Dworet gegründete
Produktionsfirma, ist im Gespräch, um den Film zu produzieren.

Call Me by Your Name Direktor Luca Guadagnino hat sein nächstes Projekt mit Warner Bros.' Adaption von Lord of the Flies
gefunden.

Guadagnino ist in Gesprächen, um die Adaption von William Goldings klassischem Roman von 1954 zu steuern, der sich
auf eine Gruppe junger männlicher Internatsschüler konzentriert, die auf einer Insel festsitzen und sich zu Wilden
entwickeln.

Known Universe, die von den Zeltstangenautoren Lindsey Beer, Geneva Robertson-Dworet und Nicole Perlman gegründete
Produktionsfirma, ist im Gespräch mit Executive Products. Wenn die Geschäfte abgeschlossen sind, werden Guadagnino und
sein Produktionspartner Marco Morabito den Film produzieren.

Das Studio hatte bereits 2017 eine geschlechtsspezifische Lord of the Flies-Adaption angekündigt, bei der Scott McGehee
und David Siegel an Stift und Regie angeschlossen waren. Die Bemühungen wurden kritisiert, weil ein männliches Autorenregieteam
die Leitung des Projekts übernommen hatte, das als ein Projekt mit weiblichem Hintergrund bezeichnet wurde.

Guadagninos Adaption wird sich stärker an Goldings Text orientieren und sich erneut auf eine Gruppe von Schuljungen
konzentrieren.

Guadagnino, vertreten durch WME und Bloom Hergott, erhielt Anerkennung für seine Adaption des Coming-of-Age-Dramas
"Call Me by Your Name" mit Timothee Chalamet und Armie Hammer, dem er mit einem Remake des Horrorfilms Suspiria folgte.
Guadagnino nimmt seine erste Fernsehserie, We Are Who We Are Who We Are, für HBO in Angriff.

Quoted

Known Universe, the production company founded by tentpole writers Lindsey Beer, Nicole Perlman and
Geneva Robertson-Dworet, is in talks to executive produce the film.

Call Me by Your Name director Luca Guadagnino has found his next project with Warner Bros.' adaptation of
Lord of the Flies.

Guadagnino is in talks to helm the adaptation of William Golding's classic 1954 novel that centers on a group of
young male boarding school students that end up stranded on an island and devolve into savages.

Known Universe, the production company founded by tentpole writers Lindsey Beer, Geneva Robertson-Dworet
and Nicole Perlman, is in talks to executive produce. If the deals are made, Guadagnino and his producing partner
Marco Morabito will produce the movie.

The studio previously announced a genderbent Lord of the Flies adaptation in 2017, with Scott McGehee and
David Siegel attached to pen and direct. The effort was criticized for putting a male writing-directing team at
the helm of what was being billed as a female-fronted project.

Guadagnino's adaptation will follow more closely to Golding's text, once again centering on a group of school boys.

Guadagnino, repped by WME and Bloom Hergott, earned acclaim for his adaptation of the coming-of-age drama
Call Me by Your Name, starring Timothee Chalamet and Armie Hammer, which he followed up with a remake of the
horror film Suspiria. Guadagnino is tackling his first television series, We Are Who We Are, for HBO.

https://www.hollywoodreporter.com/news/l…ptation-1226519
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aber es hat nur genau so viel Sinn wie wir ihm geben.
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Ender

Überlieferer der Zeit

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2

Monday, August 5th 2019, 12:18am

Häh?

Abgesehen davon, dass die Amerikaner bereits bewiesen haben, dass sie den Stoff nicht verfilmen können(ich erinnere an die Schrottverfilmung von 1990),
ist der Text oben, auch im englischen Original, ganz schön wirr. Mir schwant Böses!
Zum Thema fand ich bei Moviepilot einen kurzen Text, der mir die Haare zu Berge stehen ließ:
Klick

Und ein längerer Text dazu auf Englisch... Klick

Ender
Europa ist unser aller Zukunft. Wir haben keine andere.
Hans-Dietrich Genscher
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3

Monday, August 5th 2019, 2:34am

DIe Produktion auf die du referenzierst ist diejenige von 2017, bei der in der Tat die Chorknaben
durch Mädchen ersetzt werden sollten. Dieses Projekt ist wohl zurecht nicht zustande gekommen
auch aufgrund von Protesten.

Bleibt abzuwarten, ob das aktuelle Projekt, was sich wieder näher am Original halten soll zum Einen
umgesetzt wird und zum Anderen den selbst gestellten Anforderungen entspricht.

Und um es klar zu sagen gefällt mir die Verfilmung von 1963 besser als die von 1990. Die verklemmten
Vorstellungen in den USA passen nicht zu einer werksgetreuen Wiedergabe des Stoffes.
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Haley

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4

Monday, August 5th 2019, 2:46am

Die verklemmten
Vorstellungen in den USA passen nicht zu einer werksgetreuen Wiedergabe des Stoffes.

Nun, die "Verklemmtheit" ist inzwischen wohl international und Deutschland bewegt sich durchaus in dieser Beziehung längst in der ersten Liga.
Prinzipiell versuche ich, Neuverfilmungen von klassischen Stoffen vorurteilsfrei entgegen zu sehen.
Ich diesem Fall schließe ich mich aber Enders Skepsis an, das kann eigentlich nur daneben gehen.
Ich lasse mich aber gern eines Besseren belehren.
Wir haben die Erde nicht von unseren Eltern geerbt – sondern von unseren Kindern geliehen.
(Indianische Weisheit)
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samuel

Überlieferer der Zeit

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Monday, August 5th 2019, 6:01am

Ich habe Buch und beide Filme längst aussortiert. So von der Art, einmal gesehen reicht.
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Ender

Überlieferer der Zeit

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6

Monday, August 5th 2019, 11:16am

@Lord.Greystoke
Ich meine nein. Bei meinem ersten Klick siehst Du die Jahreszahl, USA 2022.... Das würde passen. und der Guardian-Artikel bezieht sich meiner Meinung nach auch darauf. Oder habe ich da etwas überlesen?

@samuel
Das meinst Du doch nicht ernst!
Das Buch ist hervorraged, kann man immer wieder lesen. Und die Verfilmung von 1963 ist immer noch hervorragend erzählt. Statt auf technische Gimmicks setzt man auf eine gute werkgetreue Filmerzählung. An den Regisseur kommt so schnell keiner ran.

Ender
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Monday, August 5th 2019, 1:48pm

@Lord.Greystoke
Ich meine nein. Bei meinem ersten Klick siehst Du die Jahreszahl, USA 2022.... Das würde passen. und der Guardian-Artikel bezieht sich meiner Meinung nach auch darauf. Oder habe ich da etwas überlesen?
The studio previously announced a genderbent Lord of the Flies adaptation in 2017, with Scott McGehee and
David Siegel attached to pen and direct. The effort was criticized for putting a male writing-directing team at
the helm of what was being billed as a female-fronted project.

Die Ankündigung von 2017 hatte wirklich eine Mädchentruppe vorgesehen und mag für 2022 für die Kinos
vorgesehen gewesen sein. An dem Moviepilot.de Artikel und der Zahl 2022 würde ich dies nicht festmachen
wollen. Ebenso referenziert der Artikel des Guardian auf die Ankündigung von 2017.
Guadagnino is in talks to helm the adaptation of William Golding's classic 1954 novel that centers on a group of
young male boarding school students that end up stranded on an island and devolve into savages.
Guadagnino's adaptation will follow more closely to Golding's text, once again centering on a group of school boys.

Mit der neuen Ankündigung s.o. ist das Thema Mädchen wohl vom Tisch... Neuer Regisseur neue Ausrichtung des Filmes...
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Yodler

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Monday, August 5th 2019, 6:10pm

@Lord.Greystoke
Ich meine nein. Bei meinem ersten Klick siehst Du die Jahreszahl, USA 2022.... Das würde passen. und der Guardian-Artikel bezieht sich meiner Meinung nach auch darauf. Oder habe ich da etwas überlesen?

@samuel
Das meinst Du doch nicht ernst!
Das Buch ist hervorraged, kann man immer wieder lesen. Und die Verfilmung von 1963 ist immer noch hervorragend erzählt. Statt auf technische Gimmicks setzt man auf eine gute werkgetreue Filmerzählung. An den Regisseur kommt so schnell keiner ran.

Ender

Auch empfehlenswert: seine Adaption des indischen Nationalepos "Mahabharata":
https://www.youtube.com/watch?v=EENh1hxkD6E
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samuel

Überlieferer der Zeit

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Monday, August 5th 2019, 9:00pm

@samuel
Das meinst Du doch nicht ernst!
Das Buch ist hervorraged, kann man immer wieder lesen. Und die Verfilmung von 1963 ist immer noch hervorragend erzählt. Statt auf technische Gimmicks setzt man auf eine gute werkgetreue Filmerzählung. An den Regisseur kommt so schnell keiner ran.

Ender
Als hätte ich Zeit, Bücher mehrmals zu lesen. :huh: Und für Filme, bei denen ich nicht das Bedürfnis habe, die mehrmals zu sehen, fehlt mir der Platz. Leider.
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Saturday, April 25th 2020, 8:15pm

'Chaos Walking' Author Patrick Ness Tackling 'Lord of the Flies' Adaptation (Exclusive)

Quoted


Der Regisseur von 'Call Me by Your Name', Luca Guadagnino, ist bereits an Bord, um die Adaption
des einflussreichen Romans von 1954 für Warner Bros. anzupacken


Patrick Ness, der Autor der YA-Bestseller "Chaos Walking" und "A Monster Calls", wurde für die
Adaption von "Herr der Fliegen" für Warner Bros. ausgewählt.

Call Me by Your Name ist Regisseur Luca Guadagnino an Bord, der die Adaption leiten und mit seinem
Produktionspartner Marco Morabito produzieren wird. Known Universe, die Produktionsfirma, die
von den Zeltstock-Autoren Lindsey Beer, Geneva Robertson-Dworet und Nicole Perlman gegründet
wurde, produziert ebenfalls.

Ness wird den einflussreichen Roman von William Golding aus dem Jahr 1954 adaptieren, der von einer
Gruppe britischer Jungen erzählt, die auf einer einsamen Dschungelinsel gestrandet sind. In einer
dunklen Allegorie auf die unter der Haut der Menschheit flach vergrabenen Urtriebe sieht Flies, wie
sich die Überlebenden in zwei Gruppen aufteilen, angeführt von den Jungen Ralph und Jack. Während
Ralphs Gruppe versucht, einen gewissen Anschein von Ordnung aufrechtzuerhalten, verfällt Jacks
Gruppe langsam in Wildheit und Götzenanbetung. Es folgen Gewalt und Tragödie.

Das Studio war zu einem bestimmten Zeitpunkt dabei, eine weibliche Version von Flies zu entwickeln,
hat jedoch seinen Kurs geändert und will sich mit diesem Spielfilmprojekt dem Originalroman annähern.

Ness hat zweimal die Carnegie-Medaille gewonnen, mit der literarische Arbeiten für Kinder und junge
Erwachsene, für Monsters of Men, sein drittes Buch in der Chaos Walking-Trilogie und Monster Calls
ausgezeichnet werden. Beide Erzählungen konzentrierten sich auf junge Erwachsene und Kinder,
die sich unmöglich erwachsenen Situationen stellen und gezwungen sind, unerträgliche Lasten auf
sich zu nehmen.

Ness schrieb das Drehbuch zur Verfilmung von Monster Calls mit Lewis MacDougall, Felicity Jones,
Sigourney Weaver und Liam Neeson in den Hauptrollen. Er arbeitete auch an der Lionsgate-Verfilmung
von Chaos mit Tom Holland und Daisy Ridley in den Hauptrollen und schuf und schrieb den Spin-off der
Doctor Who-Klasse 2016.

Ness wird von Michelle Kass Associates vertreten.

Originalatrikel in Englisch im folgenden Link:
https://www.hollywoodreporter.com/heat-v…ptation-1291660
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Saturday, May 9th 2020, 11:11pm

The real Lord of the Flies: what happened when six boys were shipwrecked for 15 months

Da stolpere ich über den folgenden englischen Zeitungsartikel und bin gefesselt von der Geschichte,
dass ich den Artikel durch deepL jage um ihn hier zur Kenntnis zu bringen :)


The real Lord of the Flies: what happened when six boys were shipwrecked for 15 months

Quoted


Der wahre Herr der Fliegen: Was geschah, als sechs Jungen 15 Monate lang Schiffbruch erlitten

Seit Jahrhunderten ist die westliche Kultur von der Vorstellung durchdrungen, dass Menschen egoistische Geschöpfe sind. Dieses
zynische Menschenbild wurde in Filmen und Romanen, Geschichtsbüchern und wissenschaftlicher Forschung verkündet. Aber in
den letzten 20 Jahren ist etwas Außergewöhnliches geschehen. Wissenschaftler aus der ganzen Welt sind zu einem hoffnungsvolleren
Menschenbild übergegangen. Diese Entwicklung ist noch so jung, dass Forscher verschiedener Fachrichtungen oft noch nicht einmal
voneinander wissen.

Als ich anfing, ein Buch über diese hoffnungsvollere Sichtweise zu schreiben, wusste ich, dass es eine Geschichte gab, die ich
ansprechen musste. Sie spielt auf einer einsamen Insel irgendwo im Pazifik. Ein Flugzeug ist gerade abgestürzt. Die einzigen
Überlebenden sind einige britische Schuljungen, die ihr Glück nicht fassen können. Meilenweit nichts als Strand, Muscheln und
Wasser. Und was noch besser ist: keine Erwachsenen.

Gleich am ersten Tag führen die Jungen eine Art Demokratie ein. Ein Junge, Ralph, wird zum Leiter der Gruppe gewählt. Er ist
sportlich, charismatisch und gutaussehend und sein Spielplan ist einfach: 1) Spaß haben. 2) Überleben. 3) Rauchzeichen für
vorbeifahrende Schiffe geben. Nummer eins ist ein Erfolg. Und die anderen? Nicht so sehr. Die Jungs sind mehr am Schlemmen
und Herumtollen interessiert als am Hüten des Feuers. Bald haben sie damit begonnen, ihre Gesichter zu bemalen. Sie werfen
ihre Kleider ab. Und sie entwickeln einen überwältigenden Drang - zu kneifen, zu treten, zu beißen.

Bis ein britischer Marineoffizier an Land kommt, ist die Insel eine schwelende Einöde. Drei der Kinder sind tot. "Ich hätte mir
denken können", sagt der Offizier, "dass ein Rudel britischer Jungs eine bessere Show hinlegen könnte". Daraufhin bricht Ralph
in Tränen aus. "Ralph weinte über das Ende der Unschuld", lesen wir, und über "die Dunkelheit des menschlichen Herzens".

Golding hatte die meisterhafte Fähigkeit, die dunkelsten Tiefen der Menschheit darzustellen

Diese Geschichte ist nie passiert. Ein englischer Schulmeister, William Golding, erfand diese Geschichte im Jahr 1951 - sein Roman
Herr der Fliegen verkaufte sich zig Millionen Mal, wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt und als einer der Klassiker des 20.
Jahrhunderts gefeiert. Im Nachhinein ist das Erfolgsgeheimnis des Buches klar. Golding hatte die meisterhafte Fähigkeit, die
dunkelsten Tiefen der Menschheit darzustellen. Natürlich hatte er den Zeitgeist der 1960er Jahre auf seiner Seite, als eine
neue Generation ihre Eltern über die Gräueltaten des Zweiten Weltkriegs befragte. Wäre Auschwitz eine Anomalie gewesen,
wollten sie es wissen, oder versteckt sich in jedem von uns ein Nazi?

Ich habe Lord of the Flies zum ersten Mal als Teenager gelesen. Ich erinnere mich, dass ich mich danach desillusioniert fühlte,
aber ich dachte keine Sekunde daran, Golds Menschenbild anzuzweifeln. Das geschah erst Jahre später, als ich begann, mich
in das Leben des Autors zu vertiefen. Ich erfuhr, was für ein unglücklicher Mensch er gewesen war: ein Alkoholiker, der zu
Depressionen neigte; ein Mann, der seine Kinder schlug. "Ich habe die Nazis immer verstanden", gestand Golding, "weil ich von
Natur aus zu dieser Sorte gehöre. Und es war "zum Teil aus dieser traurigen Selbsterkenntnis heraus", dass er Herr der Fliegen
schrieb.

Ich begann mich zu fragen: Hatte jemand jemals untersucht, was echte Kinder tun würden, wenn sie sich allein auf einer einsamen
Insel wiederfinden würden? Ich schrieb einen Artikel zu diesem Thema, in dem ich Lord of the Flies mit modernen wissenschaftlichen
Erkenntnissen verglich und zu dem Schluss kam, dass sich Kinder aller Wahrscheinlichkeit nach ganz anders verhalten würden. Die
Leser reagierten skeptisch. Alle meine Beispiele betrafen Kinder zu Hause, in der Schule oder im Sommercamp. So begann meine
Suche nach einem Lord of the Flies aus dem wirklichen Leben. Nachdem ich eine Weile im Internet gewühlt hatte, stieß ich auf einen
obskuren Blog, der eine fesselnde Geschichte erzählte: "Eines Tages, im Jahr 1977, machten sich sechs Jungen von Tonga aus auf
einen Angelausflug ... In einem gewaltigen Sturm gerieten die Jungen in einen schweren Sturm und erlitten auf einer einsamen Insel
Schiffbruch. Was machen sie, dieser kleine Stamm? Sie schlossen einen Pakt, niemals zu streiten."

Der Artikel enthielt keine Quellenangaben. Aber manchmal braucht es nur einen Glücksfall. Als ich eines Tages ein Zeitungsarchiv
durchsah, tippte ich ein Jahr falsch und da war es. Der Verweis auf 1977 stellte sich als Tippfehler heraus. In der Ausgabe der
australischen Zeitung The Age vom 6. Oktober 1966 sprang mir eine Schlagzeile entgegen: "Sonntagsvorstellung für tonganische
Schiffbrüchige". Die Geschichte betraf sechs Jungen, die drei Wochen zuvor auf einer felsigen Insel südlich von Tonga, einer
Inselgruppe im Pazifik, gefunden worden waren. Die Jungen waren von einem australischen Seekapitän gerettet worden, nachdem
sie mehr als ein Jahr lang auf der Insel "Ata" gestrandet waren. Dem Artikel zufolge hatte der Kapitän sogar einen Fernsehsender
dazu gebracht, eine Nachstellung des Abenteuers der Jungen zu filmen.

Ich platzte vor Fragen. Waren die Jungen noch am Leben? Und konnte ich die Fernsehaufnahmen finden? Vor allem aber hatte ich
eine Spur: Der Name des Kapitäns war Peter Warner. Als ich ihn suchte, hatte ich noch einen weiteren Glücksfall. In einer kürzlich
erschienenen Ausgabe einer winzigen Lokalzeitung aus Mackay, Australien, stieß ich auf die Schlagzeile: "Matrosen teilen sich eine
50-jährige Anleihe". Daneben war ein kleines Foto von zwei lächelnden Männern abgedruckt, von denen der eine den Arm um den
anderen gelegt hatte. Der Artikel begann: "Tief in einer Bananenplantage in Tullera, in der Nähe von Lismore, sitzt ein
unwahrscheinliches Paar von Freunden ... Der Älteste ist 83 Jahre alt, der Sohn eines wohlhabenden Industriellen. Der jüngere, 67,
war buchstäblich ein Kind der Natur." Ihre Namen? Peter Warner und Mano Totau. Und wo hatten sie sich kennengelernt? Auf einer
einsamen Insel.

Meine Frau Maartje und ich mieteten in Brisbane ein Auto und kamen etwa drei Stunden später an unserem Ziel an, einem Ort mitten
im Nirgendwo, an dem Google Maps scheiterte. Und doch war er da, saß vor einem niedrig gelegenen Haus abseits der unbefestigten
Straße: der Mann, der vor 50 Jahren sechs verlorene Jungen rettete, Kapitän Peter Warner.

Peter war der jüngste Sohn von Arthur Warner, einst einer der reichsten und mächtigsten Männer Australiens. In den 1930er Jahren
herrschte Arthur über ein riesiges Imperium namens Electronic Industries, das damals den Radiomarkt des Landes beherrschte. Peter
wurde darauf vorbereitet, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. Stattdessen lief er im Alter von 17 Jahren auf der Suche nach
Abenteuern aufs Meer hinaus und verbrachte die nächsten Jahre damit, von Hongkong nach Stockholm, von Shanghai nach St. Petersburg
zu segeln. Als er fünf Jahre später endlich zurückkehrte, überreichte der verlorene Sohn seinem Vater stolz das schwedische
Kapitänspatent. Unbeeindruckt forderte Warner Sr. von seinem Sohn, einen nützlichen Beruf zu erlernen. "Was ist der einfachste?" fragte
Peter. "Buchhaltung", log Arthur.

Peter ging zur Arbeit in der Firma seines Vaters, doch das Meer winkte immer noch, und wann immer er konnte, ging er nach Tasmanien,
wo er seine eigene Fischereiflotte unterhielt. Dies war es, was ihn im Winter 1966 nach Tonga brachte. Auf dem Heimweg machte er einen
kleinen Umweg, und da sah er es: eine winzige Insel im azurblauen Meer, 'Ata. Die Insel war einmal bewohnt gewesen, bis eines dunklen Tages
im Jahr 1863 ein Sklavenschiff am Horizont auftauchte und mit den Einheimischen davonsegelte. Seitdem war 'Ata verlassen - verflucht und
vergessen.
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Saturday, May 9th 2020, 11:12pm

Quoted


Es dauerte nicht lange, bis der erste Junge das Boot erreichte. "Mein Name ist Stephen", rief er. Wir sind seit 15 Monaten hier.

Aber Peter bemerkte etwas Merkwürdiges. Als er durch sein Fernglas schaute, sah er verbrannte Flecken auf den grünen Klippen. "In den
Tropen ist es ungewöhnlich, dass Brände spontan ausbrechen", sagte er uns ein halbes Jahrhundert später. Dann sah er einen Jungen. Er
war nackt. Haare bis auf die Schultern. Diese wilde Kreatur sprang von der Felswand und stürzte ins Wasser. Plötzlich folgten weitere
Jungen, die aus voller Kehle schrien. Es dauerte nicht lange, bis der erste Junge das Boot erreichte. "Mein Name ist Stephen", rief er in
perfektem Englisch. "Wir sind zu sechst und wir glauben, dass wir seit 15 Monaten hier sind."

Als die Jungen an Bord waren, behaupteten sie, sie seien Schüler in einem Internat in Nuku'alofa, der Hauptstadt Tonga's. Da sie die
Schulspeisung satt hatten, hatten sie beschlossen, eines Tages mit einem Fischerboot hinauszufahren, nur um in einen Sturm zu geraten.
Eine wahrscheinliche Geschichte, dachte Peter. Mit seinem Funkgerät meldete er sich in Nuku'alofa. "Ich habe hier sechs Kinder", sagte
er zur Vermittlung. "Halten Sie sich bereit", kam die Antwort. Zwanzig Minuten verstrichen. (Als Peter diesen Teil der Geschichte erzählt,
wird er ein wenig nebulös.) Schließlich kam ein sehr weinerlicher Operator über Funk und sagte: "Sie haben sie gefunden! Diese Jungen
sind für tot erklärt worden. Beerdigungen wurden abgehalten. Wenn sie es sind, ist das ein Wunder!"

In den folgenden Monaten versuchte ich, so genau wie möglich zu rekonstruieren, was auf 'Ata geschehen war. Peters Gedächtnis erwies
sich als ausgezeichnet. Selbst im Alter von 90 Jahren stimmte alles, was er erzählte, mit meiner wichtigsten anderen Quelle überein, Mano,
damals 15 Jahre alt und heute 70 Jahre alt, der nur wenige Autostunden von ihm entfernt wohnte. Der wahre Herr der Fliegen, so erzählte
uns Mano, begann im Juni 1965. Die Protagonisten waren sechs Jungen - Sione, Stephen, Kolo, David, Lukas und Mano - allesamt Schüler
eines streng katholischen Internats in Nuku'alofa. Der älteste war 16, der jüngste 13 Jahre alt, und sie hatten vor allem eines gemeinsam:
sie langweilten sich geistlos. Also schmiedeten sie einen Fluchtplan: nach Fidschi, etwa 500 Meilen entfernt, oder sogar bis nach Neuseeland.

Es gab nur ein Hindernis. Keiner von ihnen besaß ein Boot, also beschlossen sie, eines von Herrn Taniela Uhila zu "leihen", einem Fischer, den
sie alle nicht mochten. Die Jungen nahmen sich wenig Zeit, um sich auf die Reise vorzubereiten. Zwei Säcke Bananen, ein paar Kokosnüsse
und ein kleiner Gasbrenner waren alles, was sie einpackten. Es kam keinem von ihnen in den Sinn, eine Karte, geschweige denn einen Kompass
mitzubringen.

Die Jungen hatten eine Kommune mit Gemüsegarten, Turnhalle, Badmintonplatz, Hühnerställen und einem Dauerfeuer eingerichtet.

Niemand bemerkte die kleinen Boote, die an diesem Abend den Hafen verließen. Der Himmel war schön, nur eine leichte Brise zerzauste die
ruhige See. Doch in dieser Nacht machten die Jungen einen schweren Fehler. Sie schliefen ein. Einige Stunden später erwachten sie, als das
Wasser über ihren Köpfen zusammenbrach. Es war dunkel. Sie hissten das Segel, das der Wind prompt in Fetzen riss. Als nächstes zerbrach
das Ruder. "Wir trieben acht Tage lang", sagte Mano zu mir. "Ohne Essen", sagte Mano. Ohne Wasser." Die Jungen versuchten, Fische zu fangen.
Es gelang ihnen, etwas Regenwasser in ausgehöhlten Kokosnussschalen zu sammeln und zu gleichen Teilen unter ihnen zu verteilen, wobei jeder
morgens einen Schluck und abends einen weiteren Schluck nahm.

Dann, am achten Tag, erspähten sie ein Wunder am Horizont. Eine kleine Insel, um genau zu sein. Kein Tropenparadies mit wogenden Palmen
und Sandstränden, sondern eine riesige Felsmasse, die mehr als tausend Meter aus dem Meer ragt. Heutzutage gilt Ata als unbewohnbar. Aber
"als wir ankamen", schrieb Kapitän Warner in seinen Memoiren, "hatten die Jungen eine kleine Kommune mit Gemüsegarten, ausgehöhlten
Baumstämmen zur Speicherung von Regenwasser, einer Turnhalle mit seltsamen Gewichten, einem Badmintonplatz, Hühnerställen und einem
Dauerfeuer eingerichtet, alles aus Handarbeit, einer alten Messerklinge und viel Entschlossenheit. Während die Jungen in "Herr der Fliegen"
über das Feuer schmettern, hüteten die Jungs in dieser Real-Life-Version ihre Flamme, so dass sie mehr als ein Jahr lang nie erlosch.

Die Kinder erklärten sich bereit, in Zweierteams zu arbeiten und einen strengen Dienstplan für Garten, Küche und Wachdienst zu erstellen.
Manchmal stritten sie sich, aber wann immer das geschah, lösten sie es, indem sie eine Auszeit verordneten. Ihre Tage begannen und endeten
mit Gesang und Gebet. Kolo bastelte aus einem Stück Treibholz, einer halben Kokosnussschale und sechs Stahldrähten, die er aus ihrem Schiffswrack
geborgen hatte - ein Instrument, das Peter all die Jahre aufbewahrt hat - eine Behelfsgitarre und spielte sie, um ihre Stimmung zu heben. Und
ihre Stimmung musste gehoben werden. Den ganzen Sommer lang regnete es kaum, was die Jungen vor Durst verrückt machte. Sie versuchten,
ein Floß zu bauen, um die Insel zu verlassen, aber es zerfiel in der krachenden Brandung.

Am schlimmsten war, dass Stephen eines Tages ausrutschte, von einer Klippe stürzte und sich das Bein brach. Die anderen Jungen suchten sich
nach ihm einen Weg nach unten und halfen ihm dann wieder nach oben. Sie setzten sein Bein mit Stöcken und Blättern fest. "Mach dir keine
Sorgen", scherzte Sione. "Wir werden eure Arbeit erledigen, während ihr wie König Taufa'ahau Tupou selbst daliegt!"

Sie überlebten zunächst von Fischen, Kokosnüssen, zahmen Vögeln (sie tranken das Blut und aßen auch das Fleisch); die Eier der Seevögel
wurden trocken gesaugt. Später, als sie den Gipfel der Insel erreichten, fanden sie einen alten Vulkankrater, in dem schon ein Jahrhundert
zuvor Menschen gelebt hatten. Dort entdeckten die Jungen wilde Taro, Bananen und Hühner (die sich in den 100 Jahren, seit die letzten
Tonganer die Insel verlassen hatten, vermehrt hatten).
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Saturday, May 9th 2020, 11:13pm

Quoted

Als sie zu Hause ankamen, fanden sie die Polizei vor, die darauf wartete, sie zu treffen. Sie wurden verhaftet und ins Gefängnis geworfen.

Sie wurden schließlich am Sonntag, dem 11. September 1966, gerettet. Der örtliche Arzt drückte später sein Erstaunen über ihren muskulösen
Körperbau und Stephens perfekt geheiltes Bein aus. Doch damit war das kleine Abenteuer der Jungen noch nicht zu Ende, denn als sie wieder
in Nuku'alofa ankamen, bestieg die Polizei Peters Boot, verhaftete die Jungen und warf sie ins Gefängnis. Herr Taniela Uhila, dessen Segelboot
die Jungen 15 Monate zuvor "ausgeliehen" hatten, war immer noch wütend, und er hatte beschlossen, Anzeige zu erstatten.

Zum Glück für die Jungen hatte Peter einen Plan ausgearbeitet. Es kam ihm in den Sinn, dass die Geschichte ihres Schiffbruchs perfektes
Hollywood-Material war. Und da Peter der Buchhalter seines Vaters war, verwaltete er die Filmrechte der Firma und kannte Leute beim
Fernsehen. Also rief er von Tonga aus den Manager von Channel 7 in Sydney an. "Sie können die australischen Rechte haben", sagte er ihnen.
"Geben Sie mir die Weltrechte." Als nächstes bezahlte Peter Herrn Uhila 150 Pfund für sein altes Boot und ließ die Jungs unter der Bedingung
frei, dass sie mit dem Film zusammenarbeiten würden. Ein paar Tage später traf ein Team von Channel 7 ein.

Die Stimmung, als die Jungen zu ihren Familien in Tonga zurückkehrten, war überglücklich. Fast die gesamte Insel HaÊ»afeva - 900 Einwohner -
hatte sich eingefunden, um sie zu Hause willkommen zu heißen. Peter wurde zum Nationalhelden ausgerufen. Bald darauf erhielt er eine
Botschaft von König Taufa'ahau Tupou IV. selbst, in der er den Kapitän zu einer Audienz einlud. "Danke, dass Sie sechs meiner Untertanen
gerettet haben", sagte Seine Königliche Hoheit. "Kann ich jetzt irgendetwas für Sie tun?" Der Hauptmann brauchte nicht lange zu überlegen.
"Ja! Ich möchte in diesen Gewässern Hummer fangen und hier ein Geschäft eröffnen." Der König willigte ein. Peter kehrte nach Sydney zurück,
kündigte in der Firma seines Vaters und gab ein neues Schiff in Auftrag. Dann ließ er die sechs Jungen herbringen und gewährte ihnen das,
womit alles begonnen hatte: eine Gelegenheit, die Welt jenseits von Tonga zu sehen. Er stellte sie als Besatzung seines neuen Fischerbootes ein.

Während die Jungen von "Ata" in die Finsternis verbannt wurden, wird Golds Buch immer noch viel gelesen. Medienhistoriker halten ihn sogar
für den unfreiwilligen Urheber eines der populärsten Unterhaltungsgenres im heutigen Fernsehen: Reality-TV. "Ich habe Herr der Fliegen gelesen
und wieder gelesen", verriet der Schöpfer der Erfolgsserie Survivor in einem Interview.

Es ist an der Zeit, dass wir eine andere Art von Geschichte erzählen. Der wahre Herr der Fliegen ist eine Geschichte über Freundschaft und
Loyalität; eine Geschichte, die veranschaulicht, wie viel stärker wir sind, wenn wir uns aufeinander stützen können. Nachdem meine Frau Peter
fotografiert hatte, drehte er sich zu einem Schrank um, stöberte ein wenig herum und zog dann einen schweren Stapel Papiere hervor, die er
mir in die Hände legte. Seine Memoiren, erklärte er, seien für seine Kinder und Enkelkinder geschrieben worden. Ich sah mir die erste Seite an.
"Das Leben hat mich eine Menge gelehrt", begann er, "einschließlich der Lektion, dass man immer nach dem Guten und Positiven im Menschen
suchen sollte".

https://www.theguardian.com/books/2020/m…d-for-15-months


Hier noch ein paar Quellenangaben:
https://en.wikipedia.org/wiki/%CA%BBAta
https://www.unilad.co.uk/news/six-boys-s…borrowing-boat/
https://www.questia.com/newspaper/1G1-37…e-extraordinary
https://www.reddit.com/r/DatabaseForTheL…ter_2_the_real/
Wir verlangen, das Leben müsse einen Sinn haben,
aber es hat nur genau so viel Sinn wie wir ihm geben.
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Sunday, May 10th 2020, 9:14pm

Wir verlangen, das Leben müsse einen Sinn haben,
aber es hat nur genau so viel Sinn wie wir ihm geben.
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samuelclemens

Herrscher über Raum, Zeit und Materie

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Tuesday, May 12th 2020, 1:54am

Tolle Geschichte.
Und gäbe auch anlass mal die soziologischen Aspekte solcher Situationen genauer zu betrachten.
Leider kann es aus offensichtilichen Gründen nur sehr bedingt wissenschaftlich neutral untersucht werden.

Ich denke mal das in der vorliegenden Geschichte die Herkunft. Durchschnittsalter und vor allem aber die Gruppengröße von Bedeutung wäre.
Ab einer gewissen Anzahl bilden sich nämlich immer verschiedene Interessengruppen und die Wahrscheinlichkeit auf mehr als einem sogenannten Alphamännchen nimmt zu. Was unweigerlich auch oft zu unüberbrückbaren Konflikten führt.
Das führt dann zur aufspaltung der Gruppe und zu revierkämpfen um Ressourcen usw... ;(
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