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samuel

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Sunday, February 17th 2019, 3:45pm

Eindrücke von der 69. Berlinale

Ich bin sicher, dass es noch mehr Mitglieder von CW in die Vorführungen der 69. Berlinale verschlagen hat, kann jedoch nur von meinen Eindrücken berichten.
Zehn Tage, mehrere Filme hintereinander weg zu sehen, vielleicht auch noch mehrere Vorführungen am gleichen Tag, das halte ich nicht durch und ist mir auch rein beruflich nicht möglich.
Ein paar Filme versuche ich aber dennoch jedes Jahr mitzunehmen und es hat dieses Mal bei vier Streifen auch geklappt.

Nicht gesehen habe ich die viel diskutieren Filme "Der Goldene Handschuh" oder der bereits in CW erwähnte Streifen "mid90s". Ich sehe keinen Sinn darin, mir auf der Berlinale etwas anzuschauen,
was später sowie so im Kino laufen wird oder mit großer Sicherheit einen Verleih findet. Da schaue ich dann doch lieber Dinge, bei denen ich mir nicht ganz so sicher bin, ob ich die überhaupt jemals
wieder zu sehen bekomme.

Mijn bijzonder rare week met Tess
Letzte Woche habe ich diesen Film aus den Niederlanden angesehen und war beeindruckt von den Humor und den Witz, den Ernst und überhaupt der guten Darstellung, sowohl der erwachsenen als auch der jungen Darsteller. Der Film bassiert auf ein, auch in deutscher Sprache erschienen, Kinderbuch.

Gleich am ersten Tag in den Ferien bricht sich Samuels Bruder den Fuß. Na, das kann ja ein schöner Urlaub werden. Aber beim Dorfarzt auf Texel lernt Samuel die Tochter der Sprechstundenhilfe kennen, Tess. Sie hat sandfarbene Haare und fragt ihn, ob er Trompete spielen kann oder schon mal einen Schnitzkurs gemacht hat. Nein, das kann er nicht, aber trotzdem freunden sich die beiden an. Und Samuel hilft Tess bei ihrem verrückten Plan, ihren Vater kennen zu lernen, von dem sie bisher nicht mehr als den Namen weiß. Sie hat ihn zusammen mit seiner Freundin Elise für eine Woche in ihr Ferienhaus eingeladen und lauter verrückte Sachen für ihn organisiert. Natürlich ohne ihm zu verraten, dass sie seine Tochter ist. Und auch ihre Mutter hat sie nicht eingeweiht. Tess will erst einmal herausfinden, ob sie ihn überhaupt als Vater will. Der Plan geht gründlich schief und am Ende fliegt alles auf, aber eines ist klar: Tess möchte ihren Vater haben und ihr Vater möchte Tess haben. (Inhalt)

Darstelller sind Sonny Coops Van Utteren und Josephine Arendsen. Es bleibt zu hoffen, dass hier zumindest ein DVD/BD-Release stattfinden wird. Der Film ist es wert.
Selten so lange und durchgehend gelacht. Die Stimmung im Saal war großartig und die beiden Hauptdarsteller auch. Im film wirkt der Junge größer als er in Wirklichkeit ist.

Driveways
Eine junge alleinerziehende Mutter zieht mit ihrem Kind in das Haus ihrer verstorbenen Schwester, um dieses zu entrümpeln und schließlich zu verkaufen. Doch, wo anfangen, wenn man selbst knapp bei Kasse ist und seine ganz eigenen probleme hat und die Schwester offenbar nichts anderes als ein Miessie gewesen ist? Beobachtet vom älteren Nachbarn, der sich nach ein wenig Gesellschaft sehnt und sich mit den neunjährigen Sohn anfreundet. Ein jeder ist für sich allein und zusammen ist man weniger allein. Nicht die übliche Griesgram-trifft-Jungen-und-taut-auf-Geschichte. Hier ist man sich von Anfang an grün, wenn auch die Mutter der Freundschaft etwas zögernd begegnet. Doch, man braucht sich und so ist es schwer für alle Beteiligten, als die wege sich trennen müssen. Sehr schön intuitiv von Lucas jaye gespielt, der zwar einen Jungen mimt, der in der Rolle fast vier Jahre jünger ist, aber er ist selbst so klein, dass man ihn das abnimmt.

Geplant hatte ich diesen Film nicht gerade, aber es hatte sich an den Tag angeboten. Ich habe es nicht bereut und hoffe ebenso auf eine Veröffentlichung in deutscher Sprache oder zumindest mit entsprechenden Untertitel. Insgesamt ein leiser und nachdenklicher Film, der aber keine Längen hat.

Baracoa
auf diesen Film hatte ich mich gefreut und war gespannt darauf, ihn zu sehen. Er thematisiert die Freundschaft zwischen zwei, schon vom altersunterschied her, ungleicher Jungen, von denen einer bald wegziehen muss. Zuvor durchstreifen beide brachliegende Häuser und Areale in ihrer Umgebung, machen Quatsch und sind sich selbst genug. Der Film, der ein Stück Kuba einfängt, wie man es abseits der Touristenpfade vermutet, kennzeichnet sich durch dramatische Farbgebung, verwackelte Kamerafahrten. Das stört leider, bringt nicht nichts als Kopfschmerzen und macht es schwer, diesen Film vor augenkrämpfen oder wahlweise Müdigkeit durchzuhalten. Wie bei "driveways" passiert an sich auch hier nicht viel. Es ergeben sich hier jedoch große Längen, die kaum überbrückt werden. Für mich hat der Film so nicht funktioniert.

Für die Jungen, die im Rahmen eines Film-Workshops aufgegabelt worden waren, war der Dreh sicher dennoch eine interessante Erfahrung.

Sune vs Sune
Sune lebt in seiner ganz eigenen Phantasiewelt und dazu noch mit chaotischen Eltern in einer kleinen schwedischen Vorstadt. Die Ferien sind aufregend, noch aufregender wird es allerdings, als er feststellt, dass ein anderer Junge neu in seine Klasse gekommen ist. Und der hat auch noch den gleichen Vornamen, scheint beliebter und cooler zu sein. Am schlimmsten ist jedoch, dass der neue Sune ausgerechnet von seiner Freundin angetan zu sein scheint und so beschließt der alte Sune, sich neu zu erfinden, den neuen Sune zu diskreditieren und das Gleichgewicht in der Klasse wieder herzustellen. das geht gründlich schief und endet im totalen Chaos. Am Ende muss sich Sune entscheiden, will er seine Freundin nicht verlieren und den neuen Sune eine echte Chance geben, Ob das gut geht?

Dies war der letzte Film, den ich auf der Berlinale gesehen habe und von den ich positiv überrascht war. Genau so viel Witz und Humor, wenn auch etwas überdreht, wie der niederländische Film, den ich zuerst erwähnt habe. Hat mir gut gefallen. Hier ist wohl zumindest schon eine schwedische Veröffentlichung geplant. Bleibt zu hoffen, dass es auch hier ein deutsches Release geben wird. Hervorragend gespielt, u.a. von Elis Gerdt, der leider nicht mehr anwesend heute war, da die Schule auch in Schweden nicht wartet. Mir hat dieser Wechsel zwischen Alltagschaos, kindlicher Phantasie und Schulleben sehr gut gefallen.

An sich wollte ich noch einen anderen Film, einen fünften, sehen, namens "Daniel fait face". Etwas Französisches oder Kanadisches? Habe ich aber nicht mehr geschafft. Ging aber nicht, da keine Zeit. Leider. Trotzdem, drei von vier Filmen waren gut. Ist doch eine annehmbare Quote.

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Ender

Torwächter

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2

Sunday, February 17th 2019, 4:35pm

Danke samuel, dass Du Dir die Mühe gemacht hast, von der Berlinale zu berichten..

Ender
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louie

Imperator

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3

Sunday, February 17th 2019, 4:40pm

Wenn ich mich recht erinnere, gibt es bereits konkrete Ergebnisse, dass der Film in die Kinos kommt.

Auf moviepilot.de wird er bereits genannt, allerdings ohne Termin.
Les grandes personnes ne comprennent jamais rien toutes seules, et c'est fatigant, pour les enfants, de toujours et toujours leur donner des explications.

A. de S.-Exupéry
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Cole

Bionic Beaver

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4

Monday, February 18th 2019, 1:45pm

Quoted

Ich bin sicher, dass es noch mehr Mitglieder von CW in die Vorführungen der 69. Berlinale verschlagen hat


Aber sicher doch. Meine Generation-Eindrücke in Stichworten...

Sune vs. Sune: Super lustig, alles andere hast du ja schon geschrieben. Ahja: Baxter FTW!!

Driveways: "Der Mann ohne Gesicht" neu aufgelegt. Sehr sehenswert, nicht zu gefühlsduselig.

Daniel fait face: Künstlerisch anspruchsvoll. Französisch. Teils bizarr, aber wurde von der Kinderjury sogar lobend erwähnt.

Cleo: The Story of Berlin. Sehr nett inszeniert, visuell anspruchsvoll, Kino in seiner reinsten Form. Motive und Geschichte durchaus angelehnt an "Extrem laut & unglaublich nah". Wäre sicher was für dich gewesen.

Where we belong: Doku über Trennungskinder in der Schweiz. Ohne moralischen Zeigefinger, stark beobachtend. Gut gefilmt, sehenswert.

Kinder: Noch so ein Berlinfilm über Kindheiten in der deutschen Hauptstadt. Wer sich drauf einlässt, entdeckt viele spannende Geschichten. Top!

Une colonie: Hab ich nur gesehen, weil er Kplus gewonnen hat. Bin aber früher raus. Story geht gut los, hat dann aber zu viele Längen. Nicht mein Geschmack, aber der Kinderjury hats gefallen.


Andere Sektionen behandle ich hier jetzt mal nicht. Ich erwähne aber noch, dass "The Prodigy" als Nicht-Berlinale-Film zur Berlinale-Zeit eine willkommene Grusel-Abwechslung im Festivaltrubel war. Angucken!!!!


Nächstes Jahr ist die Berlinale später, vom 20.2. bis 1.3. Dann ohne Dieter, aber sicherlich wieder mit Cole.
Heute ist der erste Tag vom Rest deines Lebens. Und: Denken hilft.

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SnoopyBoy

Tempelritter

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5

Sunday, February 24th 2019, 9:22pm

Ich war dieses Jahr auch dabei, wie jedes Jahr. Hier meine Eindrücke:

Sune vs. Sune: Toller Kinderfilm, viel Action, viel Humor, tolle Jungs. Ich hatte viel Spaß. Den Film wird es wohl bald auch auf Deutsch geben.

Driveways: Toller Independent Film, ein schönes Plädoyer für Freundschaft und Nachbarschaft über Generationen hinweg.

Baracoa: Hmm. Naja. Zwei kubanische Jungs hängen rum und quatschen Zeug. Ja und dann zieht einer weg. Ja und dann gibt es am Ende noch nachdenkliche Sprüche. So richtig wusste ich nicht, was ich mit dem Film anfangen sollte.

Kinder: Berliner Jungs und Mädchen in ihrem Alltag. Naja, sehe ich jeden Tag. Brauche ich nicht noch einmal im Kino. Aber immerhin: Die Kids waren halt mal erfrischend echt und unverbraucht, quasi von um die Ecke. So mit Jogginghose auf der Bühne, das ist schon lässig.

Cleo: Toller Berlinfilm mit vielen vielen Effekten. Schön gemacht und spannend. Aber hat nichts mit Youngstars zu tun. Im Mittelpunkt steht eine Frau in den Zwanzigern. War, fand ich, bei Kplus ein wenig deplatziert.

Ich habe übrigens einige Q&A und die Preisverleihung Kplus aus der ersten Reihe heraus komplett abgefilmt. Bei Interesse bitte per PM melden.

Hier noch ein paar Bilder:

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samuel

www.findosbuecher.com

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6

Monday, February 25th 2019, 4:52am

Wenn du die Q&A von Sune vs Sune hast, würde mich das interessieren. Die von driveways habe ich ja mitbekommen.
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Pjotr

CWFM-Moderator a.D.

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Thanks: 1

7

Wednesday, February 27th 2019, 12:20am

Auch wenn das nicht mein Thema ist, möchte ich dir sehr danken, dass du das Forum mit deinen ausführlichen Berichten bereicherst.

:thx:
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louie

Imperator

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8

Saturday, March 2nd 2019, 12:23am

„Bären“ und weitere Preise

Kinderjury Kplus - Langfilm:

Den Gläsernen Bären gewann, wie schon letztes Jahr, ein kanadischer Film. „Une colonie“ erzählt die Geschichte einer eher introvertierten Jugendlichen, die anders ist, als ihre Klassenkameradinnen. Sie wechselt in die höhere Schule. Alles ist neu, sie hat keine wirklichen Freundinnen. Sie sucht nach ihrem Platz in der Gemeinschaft. Allmählich freundet sie sich mit einem Abenaki-Jungen an.
Eine ruhige Erzählung im Stil eines Arthouse-Filmes, der nicht nur die Jury berührt hat. Aber wie Cole geschrieben hat, fanden einige Besucher den Film doch ziemlich langweilig.

Die Lobende Erwähnung ging an den französischen Film „Daniel fait face“, mit 60 Min. Länge eher ein Zwischending von Kurzfilm und Langfilm. Die Handlung spielt in einer französischen Schule und die Klasse probt auch noch für ein (recht erwachsen wirkendes) Theaterstück. Daniel, der 10 Jahre alt ist, sieht auf einmal eine Klassenkameradin nur in Unterwäsche. Diese Begegnung wirkt sich auf den weiteren Schultag aus. Es ist eine langsame, künstlerisch erzählte Geschichte, die vielen Besuchern gut gefallen hat.


Internationale Jury (Erwachsene) mit dem Geldpreis des Kinderhilfswerkes - Langfilm:

Der Große Preis von 7500,-- € ging an den chinesischen Film „Di Yi Ci De Li Bie“. Isa lebt in einer uigurischen Dorfgemeinschaft im Nordwesten Chinas und verbringt dort unbeschwerte Tage - bis ihm zunehmend Abschiede abverlangt werden.

Die Lobende Erwähnung ging an die niederländisch - deutsche Koproduktion „Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess“ nach dem gleichnahmigen Buch von Anna Woltz. Dies ist ein gewohnt solider Kinderfilm aus NL mit Charme, Witz und Botschaft, ohne päd. zu wirken und ohne kitschig oder überdreht zu sein. Der Film ist gerade mal drei Wochen vor der Berlinale fertig geworden.


Auf der Berlinalewebseite unter der Rubrik: Preise und Jurys in der Sektion Generation findet ihr auch noch die Begründungen der jeweiligen Jurys für ihre Gewinnerfilme.


Wettbewerb:

Einen silbernen Bären, den Alfred-Bauer-Preis, gewann der deutsche Film „Systemsprenger“. Der Filmtitel ist sozusagen das Programm des neunjährigen Mädchens, genannt Benni. Sie wechselt von Anhänglichkeit und ihrer Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit nahtlos in aggressive Ausbrüche. Sie ist ein wirklich schwieriges Mädchen. Ein frühes Trauma belastet sie. Ihre Mutter hat - klassisch - einen neuen Freund und noch jüngere Kinder. Doch Benni und der neue Freund kommen miteinander nicht zurecht. Die Mutter ist mit der Situation überfordert und überlässt das Mädchen der Fürsorge. Gleichzeitig macht sie Benni Versprechungen, die sie aber nicht einhält.
Dieser Film zeigt meines Erachtens sehr eindringlich das Wesen dieser Kinder, der „Systemsprenger“ - aber auch die Überforderung und Ratlosigkeit der Erwachsenen, die mit ihnen zu tun haben einschließlich der Fachleute der Fürsorge. In den Einrichtungen der Fürsorge sind sie ein Kind unter vielen, die Angebote der Fürsorge passen nicht oder nur bedingt auf die „Systemsprenger“ und selbst in den Einrichtungen bleiben die Kinder oft sich selbst überlassen.
Eigentlich alle Pädagogen wissen um die unberechenbaren Ausbrüche von Benni und trotzdem verletzt Benni andere Kinder. Die Pädagogen aber kommen zu spät, um diese Verletzungen zu verhindern.
Die Jugendhilfe und die Medizin fragen eigentlich nicht nach den Ursachen für Bennis Verhalten oder nach therapeutischen Alternativen.
Zucker, Reizüberflutung, zu große Gruppen in der Einrichtung mit zuwenig Pädagogen, die wirklich mit dem Kind arbeiten, schulische (abstrakte) Anforderungen statt praktischer Aufgaben im Alltag, auf die die Kinder stolz sein könnten - und natürlich die von der Pharmaindustrie so geliebten Psychopharmaka sind einige Stichpunkte, die mir der Film vor Augen geführt hat.
Alles in allem ein sehenswerter, aber auch anstrengender Film, der visuell und auch akustisch meiner Meinung nach unter die Haut geht.
Übrigens hat „Systemsprenger“ auch den Leserpreis der Berliner Morgenpost bekommen.

Einen weiteren silbernen Bären, den großen Preis der Jury, erhielt „Grâce à Dieu“, der, wie mir erzählt wurde, die Geschichte scriptartig und nüchtern erzählt.

Außerdem gewann „Ich war zuhause, aber“ einen silbernen Bären für die beste Regie - eine Entscheidung, die wohl sehr gemischt von den Zuschauern aufgenommen wurde.
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A. de S.-Exupéry
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Ender

Torwächter

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9

Saturday, March 2nd 2019, 12:34am

@louie

Danke für Deinen ausführlichen Bericht.

In den sonstigen Medien war ja nicht viel zu lesen über diese Filme.

Ender
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louie

Imperator

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10

Saturday, March 2nd 2019, 1:04am

Parallelprogramm im Kino Babylon:

Nebenbei erwähnt sei der von den Nordischen Botschaften gezeigte Film „Pathfinder“, der erste samische Langfilm aus dem Jahre 1987, der im Babylon als Stummfilm mit Live-Musik lief. Die Musik wurde eigens zum 30-jährigen Jubiläum 2017 auf dem Tromsø International Film Festival neu für den Film komponiert.
Die angegebenen 96 Min. Länge stimmen nicht, es sind in der unzensierten Version 86 Min. Die DVD hat 83 Min. Länge, denn die gewaltätigsten Scenen wurden herausgeschnitten.

Hier einige Links:

Nordische Botschaften - polarkreisportal - Kino Babylon.


In der Reihe 60s OST - Umsonst lief ebenfalls im Babylon der Film „Die Jungen von der Paulstraße“ in der 2017 restaurierten ungarischen Verfilmung von 1969 im OmeU.
Sehr sehenswert, der Film und in der restaurierten Form habe ich den Film nicht auf Scheibe gefunden.
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A. de S.-Exupéry
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Ender

Torwächter

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11

Saturday, March 2nd 2019, 9:19am

@louie

Danke für diese Info.

"Pathfinder" ist ein großartiger Film! Das spätere amerikanische Remake ist nichts weiter als ein billigr Abklatsch.

Den Film aber als Stummfilm kann ich mir fast nicht vorstellen.
Die ungarische Originalfassung von "Die Jungen von der Paulstraße" ist auch wunderbar. Die spätere deutsche Verfilmung ist auch schön, aber kommt ebenfalls nicht an das Original heran.

Ender
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milu

RobinZon

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Thanks: 7

12

Saturday, March 2nd 2019, 9:29am

Hallo zusammen,

ich weiß jetzt gar nicht mal, ob ich es je mal zur Berlinale geschafft habe...
Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern. Schade, dass ich es widerum nicht geschafft habe, einmal nach Berlin zur Berlinale zu kommen.
Was ich damit sagen möchte, Ihr habt richtig viel Glück gehabt. Tolle Eindrücke vor allen Dingen von "Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess" würde mich schon ins Kino locken.
Ganz herzlichen Dank für Eure Eindrücke und den Fotos.
Gruß MiLu
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louie

Imperator

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13

Wednesday, March 6th 2019, 10:11pm

Den Film aber als Stummfilm kann ich mir fast nicht vorstellen.
Die ungarische Originalfassung von "Die Jungen von der Paulstraße" ist auch wunderbar. Die spätere deutsche Verfilmung ist auch schön, aber kommt ebenfalls nicht an das Original heran.

"Pathfinder" war ja nicht komplett stumm, sondern mit speziell komponierter Livemusik :-)

Die deutsche Verfilmung von "Die Jungen von der Paulstraße" gibt es hier (und im TV) leider nur in der 90 Minuten-Fassung. Der italienische Originalfilm ist genau doppelt so lang, nämlich drei Stunden!
Dazu gibt es eine interesannte Rezension beim "CW-Shop"
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A. de S.-Exupéry
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Thanks: 12

14

Wednesday, March 6th 2019, 10:49pm

Gerade mal nachgesehen was die italienische Fassung sagt...

Schade nur, dass es keinen dt. Ton gibt und aktuell die DVD unverschämt teuer angeboten wird...
Von daher IMHO leider keine Option :huh:

https://www.amazon.it/Ragazzi-Della-Via-…/dp/B000YKDQC0/
Wir verlangen, das Leben müsse einen Sinn haben,
aber es hat nur genau so viel Sinn wie wir ihm geben.
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louie

Imperator

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15

Thursday, March 7th 2019, 10:15am

@ Lord.Greystoke

dito

Genau das habe ich auch getan, und genau mit dem gleichen Ergebnis :-)
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A. de S.-Exupéry
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