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Ender

Torwächter

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Donnerstag, 8. Dezember 2016, 22:35

@samuel

NAch meiner Kenntnis gibt es davon keine CD. Aber ich werde mal nachfragen.

Ender
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Hans-Dietrich Genscher
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mawi

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162

Samstag, 10. Dezember 2016, 09:04

Knabenchor Hannover am 09.12.2016 in der Marktkirche Hannover


Kurz vorab, ich würde mir wünschen, wenn Ender jetzt nicht weiterliest und völlig unabhängig von meinem Bericht seine eigene Version veröffentlicht. Mich würde einfach interessieren, wie das gleiche Konzert - allerdings einen Tag früher - auf ihn gewirkt hat.

Ender hatte mir freundlicherweise zwei Karten für den gestrigen Freitag Abend besorgt und so durften wir dann auf Plätzen sitzen, die das normale und sich spät entscheidende Publikum wohl sonst nicht so ohne weiteres bekommt. Nein, nicht erste Reihe, das wird man hier so schnell nicht hinbekommen.

"Machet die Tore weit", so wurde das Adventskonzert angekündigt und mein erster Gedanke war: "dann sollte es draußen aber bitte nicht so kalt sein". Ich habe es ehrlich gesagt lieber, wenn beim Konzert dann hinten die Türen zu sind. Speziell bei der Marktkirche in Hannover ist zu dieser Zeit wichtig, da draußen der Weihnachtsmarkt tobt. Und so hörte man drinnen auch in regelmäßigen Abständen, wie beim Kinderkarussell die letzte Runde eingeläutet wurde.

Aber beim Konzert standen wir ja noch am Anfang. Deutsche und Internationale Weihnachtslieder sollten uns erwarten und nach einem Blick ins Programmheft waren dann auch die Lieder bekannt. Es gab deutliche Anzeichen, dass das Konzert so langsam beginnen würde und so warteten wir gespannt auf den Chor. Dieser erschien jedoch nicht, erklang aber dann trotzdem. Von hinten. Zuerst dachte ich, der Chor würde von hinten einziehen und dabei singen, aber als vorne niemand ankam merkte ich auch, dass die Stimmen von weiter oben kommen. Nein, von so weit oben jetzt auch wieder nicht. Umgedreht habe ich mich nicht, aber ich vermutetet den Chor dann auf der Orgelempore.

Für einen spannungsgeladenen Beginn prinzipiell eine nette Idee, aber diese Spannung wurde recht lange gehalten. nach dem zweiten oder dritten Lied bauten sich in den Seitengängen und im Mittelgang die Sänger der Nachwuchsabteilung mit Kerzen "bewaffnet" auf, um diese dann ein Lied später vorne abzugeben und sich hinter dem kleinen Orchester als erste sichtbare Sänger des Chores aufzubauen.

Für den vorangegangenen Part standen Zodok the Priest und My heart is Intending (beides Händel) im Programm, gehört hatte ich jedoch vier Lieder. Die nächsten zwei (Maria durch ein' Dornwald ging und Es kommt ein Schiff geladen) durfte der Nachwuchschor alleine singen, doch die etwas ungünstige Anordnung mit Orchester vor dem Chor hatte hier zu Folge, dass die Musiker deutlich lauter waren als die Sänger. In Reihe neun konnte man zwar Stimmen hören, aber sehr, sehr leise. Unweigerlich schaute ich den Lautsprecher vor mir an, aber der reagierte auch nicht. Das zweite der genannten Lieder war dann auch zum Mitsingen gedacht und hier durfte ich dann endlich hören, wie das Lied wirklich klingt. In Cuxhaven kannte es anscheinend keiner. Aber das ist eine ganz andere Baustelle.

Der Chor hat in der Zwischenzeit tatsächlich den Weg in Richtung Hauptbühne gefunden und baute sich zielstrebig, langsam und leise auf. Ich lasse ein paar Sachen aus, auch wenn mir das Programmheft vorliegt, aber aus Zeitgründen möchte ich mich auf ein paar wenige Lieder beschränken. Mit "Veni, veni Emmanuel" fing für mich das Konzert eigentlich erst an. Wenn man Lieder von irgendwelchen Künstlern gewohnt ist, dann weis man meistens nicht, ob es eine eigene Interpretation des Liedes ist, oder ob es nah am Original gesungen wird. Zu diesem Lied kommen mir Versionen son Enya, Aled Jones und LIbera und Gedächtnis, die allesamt recht langsam sind und so war ich dann überrascht ein eher schnelles Lied zu hören, das sich zusätzlich in seinem Verlauf wandelte. Anfangs für mich merkwürdig, am Ende eigentlich recht schön und für den Chor sicherlich nicht einfach zu singen, wenn man innerhalb eines Liedes mehrere Tempowechsel und Melodiewechsel hat.

Ding Dong! Merrily on high und von David Willcocks I saw three ships bildeten den Abschluss des englischen Parts und als eine Art Pause wurden einige Instrumentalstücke gespielt, währenddessen der Chor dann mal sitzen durfte. Währenddessen spürte ich immer mehr, wie der Eierpunsch Wärme verbreitete und Müdigkeit aufkommen lies. Jetzt noch ein Schlaflied und dann.....

Ein paar Lieder muss ich jetzt auslassen, vielleicht habe ich sie tatsächlich verschlafen, aber Es ist ein Ros' entsprungen habe ich wieder mitbekommen. Diese Melodie kannte ich noch nicht, es war alles langsamer als ich es kenne und ich war erstaunt, wie lange man ein aus drei Buchstaben bestehendes Wort über die verschiedensten Tonhöhen singen konnte.

"In Dulci Jubilo" gab es leider nur im Instrumental und nach drei weiteren Liedern war plötzlich das Konzert zu Ende. Nicht ganz, denn es gab noch Zugaben. Interessant, gerade zu der ersten Zugabe, es handelte sich um "Stille Nacht" war ich plötzlich hellwach. Eine sehr schöne Umsetzung, bei der ein Teil des Chores das Lied durch eine weitere Melodie mit einem gesungenen Hallelujah ergänzte. Ich kann es nicht beschreiben, aber auf irgendeiner CD habe ich ein Silent Night in ähnlicher Version.

Nach ein oder zwei weiteren Zugaben durfte der Chor unter dem Applaus des Publikums gehen. Bei mir blieb ein zwiespältiges Gefühl. Über die gesanglichen Fähigkeiten des Chores braucht man nicht diskutieren, die sind tadellos. Womit ich nicht so richtig klar kam, war der Aufbau des Konzertes. Es war so zerklüftet, mit einem Beginn ohne sichtbaren Chor, dann kam der Nachwuchschor, ein Lied zum Mitsingen, ein Orgelstück, wieder ein Lied zum Mitsingen, vier Lieder des Chores, eine Pause für den Chor in der dann das Orchester drei oder vier Lieder spielte, wieder vier Lieder vom Chor, ein Orgelstück, wieder ein Lied vom Chor, eines zum Mitsingen und wieder eines vom Chor alleine. Zusätzlich war das Publikum anscheinend überfordert an den richtigen Stellen zu klatschen. Ich inbegriffen. So gab es mal Beifall, mal wieder nicht, dann fing jemand an, ein paar weitere folgten aber die breite Masse wollte an der Stelle gerade nicht, so dass nur ein recht gedämpfter Beifall entstand.

Bei so einem Konzert sind immer einige Lieder dabei, die man nicht kennt. Ich wünsche mir dann gerade bei den Liedern, die ich kenne, einen gewissen Wiedererkennungseffekt, aber der fehlte mir leider, so dass ich mich auch auf diese Lieder neu einstellen musste.

Auch eine Szene vom Anfang fand ich irritierend. Ender hatte mir mal erklärt, ich hoffe ich habe es richtig verstanden, dass der Nachwuchschor bei diesen Konzerten, wenn er mit den Kerzen durch die Gänge von hinten nach vorne zieht, symbolisch in den Hauptchor aufgenommen wird. Wäre dann nur schön, wenn dann dort auch jemand steht, der sie aufnehmen kann. Sonst fühlen die sich dann doch ein wenig allein gelassen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »mawi« (10. Dezember 2016, 09:36)

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Ender

Torwächter

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Samstag, 10. Dezember 2016, 16:14

@mawi

Danke für Deinen Bericht. So weit, meine ich, liegen wir gar nicht auseinander.

"Weihnachtliche Chormusik aus Deutschland und England" war der Untertitel dies Konzertes.
Der Grund für den Singeort der ersten zwei Darbietungen des Hauptchores des Knabenchor Hannover ist schnell erklärt.
"Zadok the priest" und "My Heart is inditing", beide aus den "Coronation Anthems" von Georg Friedrich Händel, zu der Zeit bereits britischer Staatsbürger, bedürfen der Begleitung einer mächtig klingenden Orgel.
Wenn sich die Orgel aber ganz hinten im Kirchenschiff befindet, dann kann der Chor nicht vorn im Altarbereich stehen. Die beiden synchron zu bekommen ist unmöglich bei der Größe der Kirche und dem nätürlichen Hall.
Deswegen laufen oft in solch großen Kirchen während Gottesdiensten das Orgelspiel und der Gemeindegesang auseinander.
Ein Kirchenchor, der im Gottedienst singen soll ist deshalb oft nicht sichtbar, je nachdem, wo sich in einer Kirche die Orgel befindet.
Als also die ersten Känge ertönten( es waren die der Orgel) war es für mich sofort klar, warum der Chor nicht vorne stand.
Nun ja, und da der Chor danach eine Weile brauchte, um möglichst geräuschlos nach vorn zu kommen, es aber kein großes Zeitloch im Programm geben sollte, so setzte man hier den Vorchor der Kleinen ein, unter der Leitung des großartigen Michael Jäckel (auch Mitglied der "Hannover Harmonists).
Es stimmt, dass der Vorchor immer bei der Gelegenheit des Adventskonzerts den Übergang zum Hauptchor unternimmt. Eine schöne Sitte. Die Jungen sangen genau aus den zuvor geschilderten Gründen zwei eigene Lieder, "Maria durch ein Dornwald ging" und "Es kommt ein Schiff geladen" Gerade diese beiden sehr getragenen Lieder haben die Kleinen , finde ich, sehr gut gemeistert. Nur am Anfang des ersten Liedes empfand ich das kleine Orchester, "la festa musicale", als etwas zu laut. Dies Orchester an anderer Stelle zu platzieren wäre wohl schwierig, da der jeweilige Dirigent beide Klangkörper, Chor und Orchester, im Blick haben muss.

Die weiteren Lieder waren:
- Geborn ist Gottes Söhnelein (Michael Praetorius)
- Veni, veni Emmanuel (Philip Lawson)
- Quem pastores ( Fassung von John Rutter)
- Ding Dong! Merrily on High ((Charles Wood)
- I saw three ships (David Willcocks)
- Machet die Tore weit (Fassung von Andreas Hammerschmidt)
- Joseph, lieber Joseph mein (Johann Walter)
- Wie schön leuchtet der Morgenstern (Michael Praetorius)
- Es ist ein Ros' entsprungen (Michael Praetorius)
- Puer natus in Bethlehem (Samuel Schmidt)
- Vom Himmel hoch, da komm' ich her (Michael Praetorius)
- Hodie Christus natus est (Jan Pieterszoon)

Soweit das Programm.

Der Knabenchor leistete Großartiges, fand ich.
Es ist Tradition beim Knabenchor Hannover, nicht zwischendurch nach den einzelnen Liedern zu applaudieren, sondern erst am Ende. Der nicht enden wollende Applaus führte zu zwei Zugaben.
Die eine hat mawi schon erwähnt:
- Stille Nacht, wohl das schönste österreichische Weihnachtslied.
Als zweites wurde ein Lied aus England gesungen:
- Shepherd's Carol von Bob Chilcott (zeitgenössischer Komponist)

Beide Lieder wurden meiner Ansicht nach meisterhaft interpretiert vom Knabenchor Hannover. Wie nicht anders erwartet.

Nun hoffe ich, das meine ergänzenden Ausführungen zu weiterer Klarheit bezüglich des diesjährigen Adventskonzertes geführt haben.

Ich empfand dieses Konzert als "runde Sache".

Ender
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ferrari

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164

Samstag, 10. Dezember 2016, 18:48

@mawi und Ender:
Vielen Dank für eure Berichte.
Nachdem ich den Bericht von mawi gelesen hatte
war mein Eindruck dass das Konzert-Erlebnis nicht so gut war.
Nach dem Bericht von Ender mit dem ergänzenden Infos muss
ich meine Eindruck ändern.

Deshalb nochmals vielen Dank an beide. :thx:

ferrari
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samuel

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165

Samstag, 10. Dezember 2016, 19:04

Interessant, wie unterschiedlich Aufbau und Organisation, wenn auch bestimmten Voraussetzungen geschuldet in Ihrer Wirkung wahrgenommen werden können.
Schön, dass man hier mal gegensätzliche, sich aber nicht ausschließende, sondern ergänzende Eindrücke beisammen hat.
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mawi

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Samstag, 10. Dezember 2016, 19:32

Danke an Ender für die Ergänzungen und Deine Sichtweise. Wir haben ein paar wenige Schnittpunkte im Musikgeschmack, aber auch eben nur wenige. Deswegen wollte ich, dass ein Kommentar von Dir nicht fehlt.

Ich bin mit vielen Hintergründen nicht vertraut und verstehe manches dadurch nicht so gut. Deine Erklärungen haben gerade hinsichtlich der Positionierung des Chores auf der Empore schon weitergeholfen.
Unabhängig davon beurteile ich natürlich, wie das Konzert in der Gesamtheit bei mir angekommen ist, und da empfand ich in der Gestaltung des Konzerts einige Elemente als etwas störend.
Somit habe ich das Konzert nicht ganz als "Runde Sache" empfunden, auch wenn, und das muss ich bei dem Chor immer wieder betonen, die gesanglichen Leistungen tadellos sind. Solisten im Sopranbereich haben uns glaube ich beiden gefehlt.
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Ender

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167

Montag, 6. März 2017, 17:12

Knabenchor & Friends

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Sonntag, 26. März 2017, 18:00 Uhr
KNABENCHOR & FRIENDS 2017
mit quattrocelli und Stephan Abel & Band in der Markuskirche Hannover


Klassische Chormusik bis hin zu Filmmusik und modernen Kompositionen.
Näheres in der Online-Zeitung "Leineblick"

Karten an den bakannten hannoverschen Vorverkaufsstellen.
Näheres kann auch bei mir erfragt werden.

Ender
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Ender

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168

Mittwoch, 29. März 2017, 01:02

Knabenchor & Friends 2017

[attach]55690[/attach]

Am letzten Sonntag, das war ein sehr schönes Konzert.
Bericht folgt.

Ender
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Ender

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Sonntag, 2. April 2017, 19:01

Knabenchor & Friends 2017 - Der Bericht(endlich)

Mit ziemlich hohen Erwartungen ging ich in dieses Konzert, nachdem ich zweimal diese jährliche Veranstaltung „Knabenchor & Friends“ versäumt hatte.

Die „Friends“ in diesem Jahr waren
1. quattrocelli“, 4 Herren, die eben jeweils ein Cello spielen, und diesen nicht nur Musik entlocken.
Hier ist ihre Homepage.
2. „Stephan Abel &b Band“, eine Jazzband mit einem „Oriental Percussion“-Spieler dabei.
Auch da gibt es eine Homepage.

Der erste Wermutstropfen war für mich der Platz. Ich hatte extra einen Platz für die erste Reihe der Empore in der Markuskirche gewählt. Vor ein paar Jahren hatte ich dort schon einmal gesessen, in der Mitte mit bestem Blick auf das geschehen. Dass es auch Plätze auf der linken Seite gab, hatte ich gar nicht in Erinnerung gehabt. Genau dort landete ich aber, und konnte beim bequemem Sitzen nur ein Drittel des Altersvorraums sehen, wo alle musikalischen Auftritte stattfanden. Mit großer Unbequemlichkeit konnte ich durch Vorbeugen und Verdrehen meines Rückens alles sehen bis auf einen winzigen Teil. Die Folterschmerzen spürte ich noch länger am Abend.
Diese Plätze hätten weniger kosten müssen! Ja. Dies ist eine deutliche Kritik an den Organisatoren.

„Knabenchor & Friends“, nicht unbedingt müssen alle zusammen musizieren. Der Knabenchor Hannover selber eröffnete das Konzert ganz klassisch mit einer Motette von Johann Sebastian Bach, „Lobet den Herrn, alle Heiden“, makellos und schön dargebracht.
Dann folgte die Gruppe „quattrocelli“ mit ihrer Version von „Air“ von Johann Sebastian Bach und zwei Filmmusiken aus Mission Impossible und Ghostbusters. Es ist schon erstaunlich, was man aus vier Celli herauslocken kann. Vor der originalen Orchesterfilmmusik brauchten sich diese vier Herren nicht zu Verstecken. Das Zuhören machte einfach Spaß und die Darbietung wurde mit viel Applaus honoriert.
Nun stellte sich „Stephan Abel & Band“ vor mit „Spring Dance“ und dem Kirchenlied „Befiel Du Deine Wege“. Die Musik wurde gekonnt interpretiert, aber mein Geschmack war das überhaupt nicht. Für mich war die Oriental Percussion .wie auch das Saxophon viel zu dominierend und schmerzhaft laut. Da gibt es bessere Jazzband wie im letzten Sommer bei „Knabenchor meets Landgren“!
Dann kamen wieder die „quattrocelli“ zum Zuge. Das war für mich wieder ein Genuss. Ennio Morricones Filmmusik wurde ganz toll dargebracht. Und die vier Herren bewiesen Humor, als zwischendrin ein Cello „erschossen“ , betrauert und wiedererweckt wurde. Für einen Teil der Filmmusik hätte man Stimmen mit einsetzen können. Warum nur hat man das beim Knabenchor nicht bedacht?

Stattdessen begleiteten „Stephan Abel & Band“ einen Teil der nächsten vier Lieder. Für mich hat das eben dieser Teil der Musik etwas zerstört. Aber, wie gesagt, das können andere gern anders sehen.

Die reinste Erholung waren dann wieder die „quattrocelli“ mit einer weiteren Filmmusik, „Skyfall“, und zwei Musiken von Nate James und Pharell Williams.

Im letzten Abschnitt kam wieder der Knabenchor zum Zuge mit alten Volksliedern und geistlichen Liedern.
Bei einem der Lieder, ich weiß leider nicht mehr welchem, begleiteten sowohl die „quattrocelli“ wie auch „Stephan Abel & Band“ den Knabenchor.

Das gesamte Konzert bekam viel Applaus. Da musste eine Zugabe folgen. Ich war sehr gespannt, was das sein würde.
Es kam eines meiner Lieblingslieder, welches ich schon in so vielen Versionen gehört habe. Nun endlich auch vom Knabenchor Hannover:
„Hallelujah“ von Leonard Cohen.
Es klang himmlisch!
Aber warum hat man nicht einen Teil auch als Solo gebracht? Das werde ich den Chorleiter, Herrn Professor Breiding, bei nächster Gelegenheit einmal fragen.
Jedenfalls hat mich diese Zugabe wieder versöhnt nach dem Teil des Konzertes, der mir persönlich nicht so gut gefiel.

Zum Ausklang des Konzertes gruppierte sich der Knabenchor rund ums Publikum herum und sang das Abendlied „Der Mond ist aufgegangen“. Einfach nur schön!

Ich freue mich auf weitere Konzerte.

Ender
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milu

RobinZon

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Sonntag, 2. April 2017, 21:15

@Ender, Du hast bei Deiner Sitzplatzwahl ganz schön Pech gehabt. Ich hoffe, es geht Dir inzwischen wieder besser.
Du hast in Deinem Bericht reichlich Abwechslung geboten. Vielleicht gelingt es mir irgendwann mal den Hannoveraner Knabenchor zu besuchen bei eines ihrer nächsten Konzerte irgendwo in Deutschland.
Nun gut, mich reizen die Kirchengesänge, wie z. B. „Lobet den Herrn, alle Heiden“ oder sehr lang andauernde Kirchenlieder eher weniger.
Ansonsten könnte man darüber sprechen.

Vielen Dank für Deinen Bericht.
Gruß MLu
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Ender

Torwächter

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Sonntag, 2. April 2017, 22:14

@milu

Zitat

Nun gut, mich reizen die Kirchengesänge, wie z. B. „Lobet den Herrn, alle Heiden“ oder sehr lang andauernde Kirchenlieder eher weniger.

Mmh, und was meinst Du, hast Du beim NSBC, den wir zusammen besucht haben, hauptsächlich gehört? ;)

Ender
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ender« (2. April 2017, 22:22)

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olli15

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Sonntag, 2. April 2017, 22:18

Danke für Deinen Bericht Ender :)

LG
Olli
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milu

RobinZon

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Freitag, 7. April 2017, 01:14

Zitat

Mmh, und was meinst Du, hast Du beim NSBC, den wir zusammen besucht haben, hauptsächlich gehört?
Ender, nicht missverstehen, da gibt es Lieder, die unendlich in die Länge gezogen werden. Frage mich jetzt bitte nicht, welche Lieder das sind. Ich kenne mich damit nicht so gut aus. Es gibt schöne Kirchenlieder, es gibt auch weniger schöne Lieder. So ist das nun mal. Also nichts für ungut. ;)

Gruß MiLu
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