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Cole

Wily Werewolf

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1

Samstag, 4. Juli 2015, 22:04

Elf Filme vom Filmfest München 2015

Umfrage

Rückschau #FFMUC2015: Welcher Film ist besonders gefragt?

Sie können maximal 5 Optionen auswählen

Da heute das Münchner Filmfest zu Ende geht, möchte ich hier kurz zurückblicken auf die YS-relevanten Filme aus meiner Sichtungswoche. "Rettet Raffi" und "Theeb" habe ich den entsprechenden Threads bereits kurz gewürdigt, hier folgt der Rest. Ich starte zunächst mal eine kurze Umfrage mit Filmtitel (alphabetisch); was mehr Votes hat (bis zu 5 Stimmen pro Teilnehmer möglich), kommt früher dran. Ich werde dann die nächsten Tage immer mal wieder was reviewen. Wenn kein Interesse besteht, lasst das Voting einfach sein, dann kommt auch wenig bis nichts. Bevor Ihr motzt: Ja, allein der Filmtitel sagt nichts - aber es gibt ja Google für Bilder und Trailer und so... :)
Heute ist der erste Tag vom Rest deines Lebens. Und: Denken hilft.

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Cole« (5. Juli 2015, 11:52)

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2

Sonntag, 5. Juli 2015, 01:58

Ich werde mich morgen mal auf die Suche nach
den einzelnen Filmen machen :)
Wir verlangen, das Leben müsse einen Sinn haben,
aber es hat nur genau so viel Sinn wie wir ihm geben.
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samuel

unregistriert

3

Sonntag, 5. Juli 2015, 09:17

Die Hitze macht ja faul, daher habe ich jetzt einfach mal fünf Filma auf's Geradewohl angeklickt, die vom Titel her interessant genug klingen. Dennoch wäre zumindet eine Einbettung der Trailer nett gewesen.
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Cole

Wily Werewolf

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4

Sonntag, 5. Juli 2015, 11:20

X+Y (UK 2014)



Ein Mathegenie zu werden, kann nicht alles sein im Leben des 14-jährigen Nathan. Er war immer schon ein zurückhaltendes Kind und mochte noch nie den direkten Kontakt zu den Menschen. Der einzige, der ihn zum Lachen gebracht hat – sein Papa – lebt leider schon lange nicht mehr. So richtet sich der Junge in seiner Zahlen Welt ein, bis er für einen Wettbewerb aus seiner vertrauten Umgebung gerissen wird und erkennt, dass die Welt mehr bietet als nur X plus Y!

Quelle: Filmfest München


Von Filmen wie "Mercury Puzzle", "Extrem laut und unglaublich nah" oder "Der kalte Himmel" wissen wir, dass die filmische Darstellung autistischer Jungs sehr anspruchsvoll, aber fast immer gut gelungen ist. "X+Y" bildet hier keine Ausnahme - Asa Butterfield (und auch sein jüngeres Alter Ego Edward Baker-Close) gibt durchweg eine gute Figur ab - so glaubwürdig, dass der Zuschauer ihn letztlich wirklich für autistisch hält. Die Story ist zwar 08/15, die Umsetzung aber in der oberen Schublade anzusiedeln. Mir haben die fast zwei Stunden viel Spaß gemacht - danke auch ans Filmfest, dass dieser Film - obwohl in der Kinderreihe laufend - immerhin ein Screening ohne deutsche Einsprache spendiert bekam und man so den O-Ton genießen durfte.

Wer sich für Mathe interessiert, (medien)pädagogisch tätig ist, etwas über die Hintergründe des chinesischen Bildungssystem erfahren möchte oder einfach nur Asa toll findet, muss diesen Film sehen.

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Cole

Wily Werewolf

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5

Sonntag, 5. Juli 2015, 11:45

Der verlorene Bruder (D 2015)

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Quelle: C+P Film/ Martin Menke


Anfang der 1960er-Jahre in der westfälischen Provinz: Nach ihrer Flucht aus den Ostgebieten konnten die Blaschkes sich eine solide Existenz aufbauen. Doch Mutter Elisabeth kann die Gedanken an ihren erstgeborenen Sohn nicht verdrängen, der in den Wirren der Flucht verschollen ist. Die größte Hoffnung der Eltern auf ein Wiedersehen ist für den jüngeren Sohn Max allerdings die größte Furcht…

Quelle: Filmfest München


Einfühlsames TV-Drama mit historischem Hintergrund. Westdeutsche Familiengeschichte der Nachkriegsjahre, die so x-fach überall im Land hätte passiert sein können. 50er- und 60er-Jahre-Feeling allerortens, die Älteren werden sich zurückversetzt fühlen. Besonders spannend ist die Geschichte um den verlorenen Bruder deshalb, weil vor 50 Jahren bei weitem nicht die wissenschaftlichen Methoden der heutigen DNA-Forschung zur Verfügung standen. Aus heutiger Sicht erscheint die institutionelle Odyssee der Blaschkes mit ihren Ohrmaßprüfungen, Fußabdrücken und Kieferknochen-Veremessungen aberwitzig... Gute Jungdarsteller, allen voran Noah Kraus als Max - bekam nach der Premiere dann auch erwartbar den größten Beifall. Noah ist einigen hier bestimmt bekannt aus "Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel", hat sich schauspielerisch aber spürbar weiterentwickelt. Alles in allem gute Abendunterhaltung - eine TV-Ausstrahlung wird mit Sicherheit nicht allzu lange auf sich warten lassen.


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Cole

Wily Werewolf

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6

Sonntag, 5. Juli 2015, 12:18

Labyrinthus (B 2014)



Auf mysteriöse Weise geraten drei Kinder in ein Computerspiel und müssen dort gegen einen unheimlichen Wächter antreten, um sich zum Ausgang durchzukämpfen. In der realen Welt sitzt der 14-jährige Frikke vor seinem PC und leitet die drei durch das Labyrinth. Wenn er nicht online ist, versucht er den Spieleentwickler zu entlarven, der sich dieses gefährliche Computerspiel ausgedacht hat. Denn während die Kinder im Spiel lebendig sind, liegen ihre Körper im Krankenhaus im Koma. Unterstützt wird Frikke von seinem sehr schlauen Hund, der maßgeblich zur Lösung des Falls beiträgt. Ein Spiel-im-Spielfilm, spannend bis zum Schluss.

Quelle: Filmfest München

Die 80er hatten ihr "WarGames" und "Die Einsteiger" ;) , die heutige Zeit bekommt "Labyrinthus". Mithilfe einer alten Kamera in ein Computerspiel gebeamt werden, ist wohl der Traum aller Kinder, zumindest aller Jungs. Gesagt, getan. Herausgekommen ist ein fetziger Cyber-Fantasy-Krimi-Action-Thriller, der Stimmung macht. Spencer Bogaert als Frikke (nachfolgend Foto 2), Emma Verlinden als Nola und Felix Maesschalck als Marko (Fotos 1 und 4) rocken den Cast. Mir hat der Film Spaß gemacht,vor allem die tollen Kartenhaus-Szenen; realistisch geht natürlich anders, aber das ist auch nicht das Ziel. Kurzweilige Fantasy in modernem Anstrich für die heutige "Generation Smartphone".

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ferrari

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7

Sonntag, 5. Juli 2015, 12:28

@Cole: Danke fürs vorstellen.

Alle drei Filme scheinen interessant zu sein.

ferrari
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Cole

Wily Werewolf

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8

Sonntag, 5. Juli 2015, 17:10

Babai (D, F, KOS, MAZ 2015)

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Der zehnjährige Nori und sein Vater Gesim verkaufen zusammen Zigaretten auf den Straßen des Vorkriegskosovo der 90er Jahre. Auf Noris Mutter möchte Gesim nicht angesprochen werden. Der Vergangenheit zu entfliehen gehört zur Stärke des Vaters. Nun will er dem Kosovo entfliehen, ohne Nori. Doch der Sohn stellt sich quer und versucht mit allen Mitteln ihn davon abzuhalten. Es kommt zu einem Unfall. Der entsetzte Vater bringt er seinen Sohn ins Krankenhaus. Als Nori entlassen wird, ist sein Vater heimlich gegangen. Voller Wut und Entschlossenheit folgt er ihm auf diese gefährliche Reise und findet tatsächlich seinen Vater in Deutschland wieder. Mit kindlicher Konsequenz konfrontiert er ihn mit seiner Tat, die er ihm nicht verzeihen kann.

Quelle: Filmfest München

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Das Debüt von Regisseur Visar Morina nimmt sich dem brandaktuellen Flüchtlingsthema an, wenn auch um 20 Jahre zurückversetzt in die Zeit des Balkankrieges. Brillant gespielt besonders vom jungen Val Maloku (erste Rolle, Respekt!) - emotional, lebensecht und aus den Augen eines Kindes. Selten konnte mich ein Drama so fesseln. Der Zuschauer begibt sich auf eine gefährliche Reise, fühlt und leidet mit - freut sich aber auch über die kleinen Erfolge unterwegs. Jedem, der Angst vor Flüchtlingsströmen aus Afrika und/oder Südeuropa hat, möchte ich "Babai" (was übersetzt übrigens "Papa" heißt) dringend ans Herz legen. Wer sind wir, dass wir meinen, bestimmen zu dürfen, wer wo in Europa leben darf? Der Film ist auch für den schulischen Einsatz geeignet, zeigt er doch sehr gut, was Menschen alles auf sich nehmen, nur um ein lebenswertes Leben führen zu können - beziehungsweise um überhaupt erst einmal ihrem Traum von einem besseren Leben nachzugehen. Mein Respekt an alle, die so ein Schicksal teilen - ich wüsste nicht, wie es mir ginge, wäre ich in einer solchen Situation. Ich mach's kurz: Pflicht!

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"Babai" gewann drei von vier Förderpreisen "Neues Deutsches Kino" des Filmfests München, auf dem der Streifen Weltpremiere feierte. Morina bekam die Förderpreise Regie und Drehbuch, die beiden Hauptdarsteller Astrit Kabashi und Val Maloku gewannen gemeinsam den Förderpreis Schauspiel. Gestern kam für den Film dann auch noch der "One Future"-Preis hinzu.

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Cole

Wily Werewolf

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9

Sonntag, 5. Juli 2015, 17:28

So Hot Was The Cannon / Top Je Bio Vreo (SRB 2014)

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Eine Wohnsiedlung im besetzten Sarajevo zur Zeit des Bosnienkrieges. Eine Granate schießt in eines der Apartments und tötet die Eltern des zehnjährigen Derco. Eine benachbarte Tante nimmt den traumatisierten Jungen unter ihre Fittiche. Mit der Zeit freundet Derco sich mit dem kleinen Bruder eines Soldaten an, macht erste Lebenserfahrungen – und wird Zeuge davon, welche psychologischen Auswirkungen die Belagerung auf die Menschen hat. Eine packende Kriegsstudie von Slobodan Skerlić.

Quelle: Filmfest München

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Und weiter geht's mit harter Kost. Antikriegsfilme mit Kindern sind immer nur schwer zu ertragen, "Top Je Bio Vreo" ist da keine Ausnahme. Schon die Eröffnungsszene ist knallhart. Derco, gespielt von Stanislav Rucnov, verliert bei einem Bombenangriff seine Eltern und seine Stimme. Er kommt bei Nachbarn unter, ist aber als Feind angesehen. Panisch flüchtet er zunächst immer wieder in die zerbombte elterliche Wohnung, bis dort die schwangere Freundin eines Militärkommandanten einzieht. Es folgt ein Kampf um Heimat, Familie, Ehre und die immerwährende Frage nach dem Warum des Krieges. Und so ganz nebenbei muss Derco seine kindliche Unschuld überwinden, weil ihm nichts anderes übrig bleibt. Das Ende des Filmes ist bei aller Brutalität so konsequent wie absurd. Mir bleiben einige Bilder wohl noch länger im Kopf, dafür ist der Film zu eindringlich. Schaut ihn euch an, wenn ihr solche Werke schon gewohnt seid und Dramen und Tragödien mögt. Ansonsten schaut den Trailer und entscheidet selbst.


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Cole

Wily Werewolf

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10

Sonntag, 5. Juli 2015, 19:17

T.I.M. - The Incredible Machine (NED 2014)

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Roboter. T.I.M. lebt beim 11-jährigen Tibor und dessen Vater, um zu kochen und dem Jungen Gutenachtgeschichten zu erzählen. Altersbedingt gibt T.I.M. langsam seinen Geist auf. Aber Tibor lässt nicht zu, dass er verschrottet wird und begibt sich mit ihm auf eine Wanderschaft, um T.I.M.s Erfinder zu suchen...

Quelle: Filmfest München

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Hat ein Roboter Gefühle? Können Maschinen und Menschen miteinander befreundet sein? Was passiert, wenn der einzige Freund eines Kindes eine Maschine ist? Diesen Fragen stellt Regisseur Rolf van Eijk einen Film gegenüber, der viel versucht, bodenständig wie phantasievoll gleichermaßen, dabei ab und an aber etwas die Realität verliert. Wie schafft es ein Junge (gespielt von Dyon Wilkens), tagelang in den Wäldern unterwegs zu sein, ohne was essen und trinken zu müssen? Ist in dieser robotergesteuerten Zeit auch die Nahrungsaufnahme überflüssig geworden? Warum braucht es die "bösen Männer", die sich doch nie zu ihren Zielen äußern und deren Sinnhaftigkeit bis zum Ende im Dunkeln bleibt. Reine Effekthascherei und eine Irreführung des jungen Publikums. Dennoch: Medienpädagogisch wertvolle Parabel auf Freundschaft und Familie, Zusammengehörigkeitsgefühl, das Füreinander-Einstehen und das Abenteuer Kindheit an sich. Das ist "T.I.M." - längst nicht out of the top shelf, aber immer noch weitaus besser als alles, was aus deutschen Landen - von "Rico, Oskar..." mal abgesehen - an Kinderfilmen in der letzten Zeit so gekommen ist.

Weiterführende Infos / medienpädagogisches Begleitmaterial

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Cole« (5. Juli 2015, 20:44)

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Cole

Wily Werewolf

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11

Sonntag, 5. Juli 2015, 20:41

Sleeping Giant (CAN 2015)



Der 15jährige Adam verbringt die Sommerferien mit seinen Eltern am Lake Superior im Norden Ontarios. Der stille Junge schließt Freundschaft mit Riley und Nate, zwei ziemlich wilden Cousins in seinem Alter, die hier leben. Nate macht sich einen Spaß daraus, aus Neid auf Adams Familie die vermeintliche Urlaubsidylle als verlogen zu entlarven. Gemeine Kränkungen und dumme Eifersüchteleien kündigen eine schreckliche Tragödie an.

Quelle: Filmfest München

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Hier starte ich mal mit den Ehren: "Sleeping Giant" gewinnt in diesem Jahr den "CineVision Award" des Filmfestes München für den besten internationalen Nachwuchsfilm. Es ist nicht die erste Auszeichnung für den Film, der auch schon in Cannes Aufmerksamkeit erregte. Regisseur Andrew Cividino beschreibt darin lose Jugenderfahrungen, die er aber nach eigenen Worten in einen anderen Kontext setzt. Der Film spiegelt ganz besonders das Lebensgefühl Ontarios, hat viel Lokalkolorit - allein schon durch die (Laien-)Darsteller, die allesamt von hier stammen. Um seinen jugendlichen Cast auf die Kamera vorzubereiten, drehte Cividino im Sommer 2013 zunächst einen gleichheißenden Kurzfilm mit gleicher Handlung, bevor er dann ein Jahr später, im Sommer 2014, das Langfilmprojekt realisierte. Erinnerte mich rein von der Handlung und den "halbstarken" Charakteren ein wenig an die alten James-Dean-Zeiten in den 50ern, als "Denn sie wissen nicht, was sie tun" zum Hit wurde. Dieser Film hier braucht ein wenig, bis man als Zuschauer gepackt wird, aber dann ist es eine spannende Charakterstudie mit ganz viel Kanadagefühl. Jackson Martin, Nick Serino und Reece Moffett spielen mutmaßlich wirklich sich selbst - zumindest kaufe ich ihnen ihre Rollen zu 100 Prozent ab. Ein echtes nordamerikanisch-kanadisches Indie-Movie für alle Freunde des Waldes, des Wassers, des Klippenspringens und der Urgewalt, die sowohl in der Natur als auch in jungen Menschen steckt.

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Website zum Film

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danielad

Lebende Foren Legende

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12

Montag, 6. Juli 2015, 01:05

DANKE für die tollen Berichte/Vorstellungen!
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samuel

unregistriert

13

Montag, 6. Juli 2015, 07:07

Dann hoffen wir mal, das so viele Filme davon, wie möglich, zu sehen sein werden.
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Danksagungen: 12

14

Montag, 6. Juli 2015, 14:05

Hier ist schon einiges Interessantes dabei. Bleibt nur zu hoffen, daß die Filme auch einem
breiteren Publikum vorgestellt und nicht nur auf Festivals gezeigt werden. :)

Bin noch gespannt was sich sonst noch für Perlen hinter den Titeln verbergen. :rolleyes:
Wir verlangen, das Leben müsse einen Sinn haben,
aber es hat nur genau so viel Sinn wie wir ihm geben.
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Cole

Wily Werewolf

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15

Montag, 6. Juli 2015, 20:13

99 Homes (USA 2014)



Bauarbeiter Dennis Nash (Andrew „Spiderman“ Garfield) wird gleich doppelt von der Hypothekenkrise erwischt. Die Branche liegt brach, also gibt es keine Aufträge mehr. Als Dennis deshalb in Rückstand mit den eigenen Zahlungen gerät, verliert er sein Eigenheim und muss mit der Familie in ein Motel ziehen. Federführend bei der Zwangsräumung war der skrupellose Makler Rick Carver (Michael Shannon) – und der macht Dennis nun ein moralisch höchst zweifelhaftes Angebot…

Quelle: Filmfest München


Solider Thriller vor dem Hintergrund der US-Immobilienkrise über einen Familienvater, der der Macht des Geldes erliegt und Frau und Sohn immer mehr verliert. Ob er zum Schluss wohl doch noch die Kurve bekommt? Hochkarätig besetzt mit Garfield, Shannon und Laura Dern. Nash' Sohn Connor wird gespielt von Noah Lomax, der u.a. in "Kiss the Coach" dabei warund auch in drei Episoden der ersten Staffel von "The Walking Dead" eine kleine Rolle hatte.

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Ein Film, den man sich gut anschauen kann. Er zeit gnadenlos auf, was die Hypothekenkrise für viele amerikanische Famliien bedeutete, nämlich den Rauswurf aus den eigenen vier Wänden. Gleichermaßen geht es hier um ein Psychospiel zwischen (vermeintlichen) Eliten und Nicht-Eliten, wir als Zuschauer verlieren allmählich den Bezug, dazu, wer oder was hier "gut" und "böse" ist. Erst zum Ende hin kommt dann doch wieder so etwas wie Moral durch. Durchaus empfehlenswert!
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Cole

Wily Werewolf

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16

Montag, 6. Juli 2015, 20:24

Das Schicksal von Zyl / The Games Maker (ARG, CAN, ITA 2014)



Warum nur erlaubt Ivans Vater seinem Sohn nicht, all die tollen Gesellschaftsspiele zu spielen? Dann verbietet er ihm auch noch, an einem Spieleentwickler-Wettbewerb teilzunehmen. Als Ivan dennoch heimlich mitmacht, beginnt für ihn eine Reise ins Ungewisse, die seine Familie in Gefahr bringt. Ein Film, inszeniert wie ein Spiel, mit unerwarteten Wendungen.

Quelle: Filmfest München


Und hier kommt das Kontrastprogramm zu "Labyrinthus". In "The Games Maker" geht es nicht um Computer-, sondern ganz klassisch um Brettspiele. Hauptdarsteller David Mazouz (ein vergleichsweise "alter Hase" im Filmgeschäft) ist schon als Kind ein großartiger Spieleerfinder - wie sich herausstellt, nicht ohne Grund. Als er sich dann auf die Reise in die eigene Vergangenheit begibt, kommen bald noch ganz andere, größere Dinge, ans Tageslicht.

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Guter Fantasy-Actiontrhiller für Kids, mit über zwei Stunden etwas lang geraten, hat mich aber gut unterhalten. In Kombination mit "Labyrinthus" ganz sicher gut als "Früher-Heute"-Vergleich geeignet, wenn sich jemand für die Entwicklung von klassichen Gesellschaftsspielen hin zur Unterhaltungselektronik interessiert.


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samuel

unregistriert

17

Montag, 6. Juli 2015, 23:52

Und wer davon fasziniert ist, kann gleich sein eigenes Brettspiel entwerfen und an Patnik schicken.
Vielleicht wird ja der nächste Spiele-Hit daraus?

http://www.amazon.de/Piatnki-6115-Mach-e…l/dp/B0002HL6MM
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Cole

Wily Werewolf

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18

Freitag, 10. Juli 2015, 00:07

The Dark Horse (NZL 2014)



Regisseur James Napier Robertson erzählt nach einer wahren Begebenheit die inspirierende Geschichte von Genesis Potini, herausragend gespielt von Cliff Curtis (DIE LETZTE KRIEGERIN, WHALE RIDER). Das unter einer bipolaren Störung leidende Schachgenie Potini wird aus der Psychiatrie entlassen und setzt sich ein neues Ziel: Er will eine Gruppe benachteiligter Jugendlicher innerhalb von sechs Wochen für die nationalen Schachmeisterschaften in Auckland fit machen.

Quelle: Filmfest München

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Okay, kein wirklicher YS-Film, aber die Mitglieder des Schachclubs "Eastern Knights" sind durchgehend minderjährig, also nehme ich mir die Vorstellung an dieser Stelle einmal heraus. Eigentlich eine klassische "Außenseiter werden von Außenseiter zu Supersportlern gemacht"-Geschichte, die es hundertfach schon gab, aber zum Thema Schach ist es mal was anderes. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, die schauspielerische Leistung von Cliff Curtis ist wirklich und wahrhaftig herausragend. Für alle Schachfreunde, Interessierte der Maui-Kultur und natürlich Fans des gepflegten Slangs eine filmische Reise wert.

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Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Cole« (10. Juli 2015, 00:14)

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Cole

Wily Werewolf

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19

Freitag, 10. Juli 2015, 00:24

Le Dernier Coup de Marteau (F 2014)



Der 13-jährige Victor lebt mit seiner Mutter in armseligen Verhältnissen am Meer. Sein Vater ist ein berühmter Dirigent, den Victor nie kennengelernt hat. Als der Junge erfährt, dass der Vater nach Montpellier gekommen ist, um dort Mahlers 6. Sinfonie zu proben und aufzuführen, beschließt er, ihn aufzusuchen. Denn er spürt, dass es Dinge gibt, die seine Mutter ihm bisher nie erzählt hat.

Quelle: Filmfest München

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Das ist auch mein letzter Coup in diesem Thread. Ein Heranwachsender auf der Suche nach der eigenen Identität. Der verlorene Vater ist in der Stadt und wirbelt Victors Leben mächtig durcheinander. Seine Mutter scheint dies nicht zu tangieren, hat sie doch ganz andere Probleme. Victor (gepsielt von Romain Paul) begehrt auf. Hinter der rauen Fassade eines 13-Jährigen steckt aber doch ein sehr weicher Kern, was sich besonders dann zeigt, wenn er Miguel, dem kleinen Sohn einer Nachbarin (dargestellt durch Víctor Sánchez) Französisch-Nachhilfe gibt. Angenehm-freundliches französisches cinéma, das bei aller Tragik und Drama doch leise Hoffnung auf die Zukunft offenbart. Ein würdiger Abschluss meiner Filmvorstellungen aus München 2015. Der Vorhang ist gefallen. Jetzt seid ihr dran.

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Cole

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20

Freitag, 10. Juli 2015, 00:25

Umfrage

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Zum Schluss nochmal eine Umfrage, weil's mich grundsätzlich interessiert, ob derartige All-in-One-Filmfest-Beiträge was bringen - viele Klicks, wenige Kommentare...
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