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Jonny

Torwächter

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1

Donnerstag, 22. August 2013, 04:26

Die Auserwählten (TV-Film zum Odenwald-Skandal)

"Die Auserwählten" ist der erste Fernsehfilm, der die erschreckende Systematik des Missbrauchs an der damaligen Odenwaldschule fiktional darstellt. Der 88-minütige Spielfilm wird vom 13. August bis zum 13. September 2013 an Originalschauplätzen in Hessen (Heppenheim, Frankfurt) gedreht. Christoph Röhl übernimmt die Regie.

Anfang der 1980er Jahre. Begeistert tritt die 29-jährige Petra Grust ihre Stelle als Biologielehrerin an der Odenwaldschule an, der legendären Vorzeige-Einrichtung der Reformpädagogik. Das Vertrauen des charismatischen und berühmten Schulleiters Simon Pistorius ehrt sie. Doch der Internatsalltag ist irritierend. Schüler und Lehrer beiderlei Geschlechts benutzen dieselben Duschen, junge Schüler trinken Alkohol und rauchen, und ein Kollege hat sogar ein Verhältnis mit einer minderjährigen Schülerin. Petra wird auf den 13-jährigen Frank aufmerksam, der verstört wirkt und offensichtlich Probleme hat. Sie nimmt sich seiner an, findet aber nicht heraus, was mit ihm ist. Mit der Zeit befällt sie ein schrecklicher Verdacht: Sie sieht im Wald einen Lehrer mit einem nackten Jungen; sie wird Zeuge, wie Pistorius eine Dusche verlässt, unter der ein verzweifelter Frank kauert. Petra fragt nach. Doch ihre Kollegen wollen von all dem nichts wissen. Als Frank erfährt, dass er mit Pistorius sogar die Ferien verbringen soll, droht er mit Selbstmord. Petra begreift mehr und mehr, was Pistorius mit ihm macht. Doch Franks Vater, Vorsitzender des Trägervereins der Schule, glaubt lieber dem scheinbar untadeligen Schulleiter als seinem Sohn und der jungen Lehrerin. Auch gegen Pistorius' Netzwerk aus Beziehungen bis in die höchsten Kreise ist Petra letztendlich machtlos. 30 Jahre später begegnen sich Frank und Petra wieder. Als Lehrerin hat sie nie wieder gearbeitet. Frank hat wie die anderen traumatisierten Missbrauchsopfer so lange nicht über die Verbrechen reden können, dass alle Taten verjährt sind. Doch er will das jahrelange Schweigen der Lehrer, Eltern, Politiker und Institutionen nicht länger hinnehmen. Nach dem Selbstmord eines ehemaligen Mitschülers plant er eine Protestaktion während einer Jubiläumsveranstaltung der Odenwaldschule. Und Petra soll die Taten von damals bezeugen.

Die YS-Hauptrolle Frank wird von Leon Seidel (16) verkörpert. In weiteren Rollen sind Béla Gabor Lenz (15) und Leopold Klieeisen (16-17) zu sehen. Die männlichen Opfer zwischen zwölf und 15 Jahren werden also von etwas älteren Darstellern verkörpert.

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Gruß Jonny :sun:
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samuel

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2

Donnerstag, 22. August 2013, 06:42

Danke, für die Vorstellung. 15-jährige können ja durchaus noch (wenn sie Glück/Pech haben) wie 12-jährige wirken, in sofern werde ich dem Film eine Chance geben, zumal mich die Umsetzung interessiert. Da kann man ja auch viel falsch machen, der Thematik und den Opfern nicht gerecht werden. Unabhängig davon, wie man zu solchen Themen steht, hat mich das ganze Ausmaß vor ein paar Jahren schlicht und einfach schockiert und noch mehr, dass im Grunde nicht viel passiert ist. Wie auf die Betroffenen eingegangen wurde, von seitens des Staates und der Kirche war eher ein Tropfen auf den heißen Stein, ein Witz. Da hätte noch viel mehr passieren müssen und jetzt hat sich die Aufregung gelegt und das Thema gerät in Vergessenheit, was im Grunde nicht sein darf. Vielleicht ruft der Film zumindest die Thematik wieder ins Gedächtnis.
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Prometheus

Dr. Hasenbein

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3

Donnerstag, 22. August 2013, 14:08

Naja ich bin da skeptisch, ob das eine tatsächlich EHRLICHE Aufarbeitung werden wird oder nur eine weitere Gelegenheit das große sich (vor allem quotentechnisch und finanziell) lohnende (Lieblings-) Thema fast aller Medien "Missbrauch" auszuschlachten. Der Eindruck von Ehrlichkeit bzw. deren Auffassung sinkt von mir natürlich etwas, wenn man nicht einmal den Mut aufbringt bzw. in der heutigen Gesellschaft so paranoid ist, dass man für dieses (achso skandalträchtige) Thema wieder nur halberwachsene als Schauspieler einsetzt. Dass es anders geht zeigen sehr viele andere Filme der Vergangenheit (Boys of St. Vincent etc....). Sicherlich ist jeder Missbrauch oder Vergewaltigung in JEDEM Alter und bezüglich JEDEN Geschlechts furchtbar, aber wie soll man wahre Emotionen entwickeln, wenn die Altersstruktur der Figuren letztendlich so verzerrt wird, dass es nicht mehr der realen Geschehnisse entspricht? Kinder transportieren Emotionen besser als jugendliche Erwachsene...vor allem beim Zuschauer. Ich kann Tränen eher wegen eines Kindes vergießen, als jemand der schon auf die 20 zugeht. Darum finde ich z.B. auch (Anti-)Kriegsfilme emotional durchschlagender, wenn Kinder mit von der Partie sind...darum laufen auch immer Spendencommercials oder Werbung für Patenschaften im Fernsehen von Kindern/Babys aus Afrika, Kindern aus Rumänien etc... keiner dieser Werbungen zeigt irgendwelche Jugendliche. Und ich finde wenn man schon auf die ehrliche Tränendrüse drückt, dann auch mit ehrlichen Darstellern...nur meine Meinung.



PS: Andererseits...es ist nur ein TV-Film...vielleicht sollte man die Erwartungen hier sowieso vorsichtshalber immer wieder zurückschrauben. 8)
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Jonny

Torwächter

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4

Donnerstag, 22. August 2013, 14:12

Naja ich bin da skeptisch, ob das eine tatsächlich EHRLICHE Aufarbeitung werden wird oder nur eine weitere Gelegenheit das große sich (vor allem quotentechnisch und finanziell) lohnende (Lieblings-) Thema fast aller Medien "Missbrauch" auszuschlachten.

Hier sei noch angemerkt, dass der Regisseur bereits eine Dokumentation zur Thematik gedreht hat, d.h. es ist nicht irgendein Typ der irgendetwas umsetzt, sondern er hat sich bereits intensiv mit den Betroffenen auseinandergesetzt.
Gruß Jonny :sun:
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Prometheus

Dr. Hasenbein

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5

Donnerstag, 22. August 2013, 14:25

Das mag sein. Ein solcher Film steht und fällt mit seinen Darstellern, aber nochmal: ich glaube die Ansprüche des Fernsehens sind eh nicht hoch...wir zahlen dafür ja schließlich die Fernseh- und Rundfunkszwangssteuer, dafür braucht man sowieso nichts erwarten. :D Kann man nur hoffen, dass es niveauvoller/glaubhafter wird als "Natalie - Endstation Babystrich" (Sat. 1).
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Jonny

Torwächter

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6

Donnerstag, 22. August 2013, 14:45

Kann man nur hoffen, dass es niveauvoller/glaubhafter wird als "Natalie - Endstation Babystrich" (Sat. 1).

Kenne ich gar nicht, aber der Titel ist schon abschreckend. Sat.1 hat einige Fortsetzungen "gezaubert": "Natalie 2 – Die Hölle nach dem Babystrich" (1997), "Natalie 3 – Babystrich online" (1998), "Natalie 4 – Das Leben nach dem Babystrich" (2001) und "Natalie 5 – Babystrich Ostblock" (2003).
Gruß Jonny :sun:
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samuel

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7

Donnerstag, 22. August 2013, 19:04

Das mag sein. Ein solcher Film steht und fällt mit seinen Darstellern, aber nochmal: ich glaube die Ansprüche des Fernsehens sind eh nicht hoch...wir zahlen dafür ja schließlich die Fernseh- und Rundfunkszwangssteuer, dafür braucht man sowieso nichts erwarten. :D Kann man nur hoffen, dass es niveauvoller/glaubhafter wird als "Natalie - Endstation Babystrich" (Sat. 1).
Kann man aber auch nicht so pauschal sagen. Es gibt viele gute Fernsehfilme (in den ÖRs), wenn man mal genauer hinsieht. Spontan fallen mir diese Titel ein...

"Kehrtwende" mit Justus Kammerer
"Der kalte Himmel" mit Eric und Marc Hermann
"Bis nichts mehr bleibt"
"Russisch Roulette" mit Emil Kafitz
"Operation Zucker"

Der Mist kommt meistens aus den, gar nicht mit unseren Geldern finanzierten, Privatsendern.
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Prometheus

Dr. Hasenbein

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8

Freitag, 23. August 2013, 00:56

Zitat

Der Mist kommt meistens aus den, gar nicht mit unseren Geldern finanzierten, Privatsendern.


Informier dich mal welcher Sender z.B. den Mist "Feuchtgebiete" (Charlotte Roche) mitproduziert hat der momentan in "aller Munde" ist und im Kino läuft. Der wird bestimmt noch demnächst als "der beste Deutsche Film seit langem" bezeichnet. :rolleyes: Gebührenverschwendung für einen Film über eine junge Frau die sich im Film ständig im Arschloch oder sonstwo rumpult. Ehrlich was ist daran skandalös...ich finds nur eklig. :S
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Jonny

Torwächter

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9

Montag, 26. August 2013, 05:04

Nunja, wenn die Opfer zwischen 12 und 15 waren, finde ich 15- und 16-jährige Darsteller im Film okay. Mich stört, dass ein 16-jähriger die 13-jährige Hauptrolle verkörpern soll. Leon Seidel wirkt für mich nicht mehr wie 13. Entweder hätte man einen anderen Darsteller nehmen sollen oder aber das Alter der Hauptperson im Film leicht anheben sollen.

Übrigens wirkt auch ein 13-jähriger YS in der Produktion mit: Miles Degenhardt

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Gruß Jonny :sun:
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Prometheus

Dr. Hasenbein

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10

Montag, 26. August 2013, 05:14

Na immerhin. :D
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samuelclemens

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11

Montag, 26. August 2013, 05:48

Nunja, wenn die Opfer zwischen 12 und 15 waren, finde ich 15- und 16-jährige Darsteller im Film okay. Mich stört, dass ein 16-jähriger die 13-jährige Hauptrolle verkörpern soll. Leon Seidel wirkt für mich nicht mehr wie 13. Entweder hätte man einen anderen Darsteller nehmen sollen oder aber das Alter der Hauptperson im Film leicht anheben sollen.

Übrigens wirkt auch ein 13-jähriger YS in der Produktion mit: Miles Degenhardt

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Von diesen Bildern her hätte ich den jetzt mal auf höchstens 11 geschätzt!? :rolleyes:
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Jonny

Torwächter

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12

Mittwoch, 27. November 2013, 13:44

Nico Kleemann wird die Rolle "Volker" verkörpern.

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Gruß Jonny :sun:
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